Ayuso unterstützt Bürgermeister von Móstoles, nachdem Richter Antrag auf Einstellung des Verfahrens wegen sexueller Belästigung ablehnt
Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso erklärte, sie werde gegenüber dem Bürgermeister von Móstoles, Manuel Bautista, keine „Autorengerechtigkeit“ anwenden, nachdem ein Richter entschieden hatte, dass die Vorwürfe sexueller Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz eine vollständige strafrechtliche Untersuchung rechtfertigen.
Gerichtliche Entscheidung
Ein Richter in Móstoles hat den Antrag des Bürgermeisters Manuel Bautista abgelehnt, ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Vorwürfen sexueller Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz einzustellen, die von einer ehemaligen Gemeinderätin seiner eigenen Partei erhoben wurden. Das Gericht entschied am 29. Juni, dass die Beschwerde Handlungen beschreibt, „die eindeutig eine Straftat darstellen“, und dass die Ermittlungen fortgesetzt werden müssen, um die Verantwortlichkeit und etwaige Schäden festzustellen. Der Richter stellte fest, dass der Beschwerde umfangreiches Beweismaterial beigefügt ist und Zeugen benannt werden, die die Behauptungen bestätigen oder widerlegen könnten.
Die in der Beschwerde dargelegten Tatsachen sind eindeutig als Straftat zu werten. Sowohl sexuelle Belästigung, Mobbing am Arbeitsplatz als auch die Offenlegung von Geheimnissen sind Handlungen von strafrechtlicher Relevanz.
Die ehemalige Gemeinderätin, die im Oktober 2024 aus der PP und ihrem Ratssitz austrat, behauptet, der Bürgermeister habe sie belästigt, nachdem sie eine intime Beziehung abgelehnt hatte, und die Situation habe sich zu Mobbing am Arbeitsplatz entwickelt. Sie bestätigte ihre Beschwerde am 29. Juni vor Gericht und sprach etwa drei Stunden lang.
Ayusos Verteidigung Bautistas
Bei einer Veranstaltung des Club Siglo XXI in Madrid am 1. Juli bekräftigte Isabel Díaz Ayuso ihre Unterstützung für Manuel Bautista. Sie behauptete, niemand habe etwas über einen Arbeitskonflikt hinaus bewiesen, und argumentierte, sie werde gegenüber einer Person, die sie zur Regierung von Móstoles ernannt habe, keine „Autorengerechtigkeit“ anwenden.
Ihm wird etwas vorgeworfen, was niemand anders bewiesen hat. Niemand hat etwas anderes bewiesen als einen Arbeitskonflikt, was es immer war. Wie könnte ich also seine Arbeit und sein Engagement für Móstoles nicht verteidigen?
Ayuso fügte hinzu, Bautista arbeite jeden Tag für seine Mitbürger und erfülle sein Wahlprogramm.
Reaktion der Opposition
Mar Espinar, Sprecherin der Sozialistischen Partei (PSOE) in der Madrider Versammlung, nannte Ayuso „sexistisch und verleugnend“ und forderte die sofortige Absetzung des Bürgermeisters. Sie betonte, dass die Entscheidung des Richters nicht nur den Einspruch des Bürgermeisters abgelehnt, sondern auch festgestellt habe, dass es Anzeichen für sexuelle Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz mit möglicher strafrechtlicher Relevanz gebe.
Sie hat es nicht nur abgelehnt, sondern die Richterin sagt auch, dass es tatsächlich Anzeichen für sexuelle Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz gibt und dass dies sogar strafrechtliche Relevanz haben könnte. In der Zwischenzeit bleibt Bautista unerschütterlich Bürgermeister und Ayuso unternimmt nicht den geringsten Versuch, ihn zu entfernen.
Espinar beschuldigte die Madrider PP, den Bürgermeister zu schützen und zu decken, und bezeichnete das moralische Niveau der Partei als „unvorstellbar tief gefallen“.
Verfahrensablauf
- Ehemalige PP-Gemeinderätin tritt aus dem Rat von Móstoles zurück und verlässt die Partei
- Strafanzeige wegen sexueller Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz gegen Bürgermeister Manuel Bautista eingereicht
- Gericht lässt die Beschwerde zu und eröffnet ein vorläufiges Ermittlungsverfahren
- Richter lehnt Einspruch des Bürgermeisters gegen Einstellung des Verfahrens ab; Beschwerdeführerin bestätigt ihre Aussage
- Isabel Díaz Ayuso bekräftigt öffentlich ihre Unterstützung für Bautista; Opposition fordert seine Absetzung


