
Fahrer in Albufeira festgenommen, nachdem er 12 Menschen in einer Fußgängerzone des Nachtlebens verletzt hat
Ein 35-jähriger Fahrer mit einem Blutalkoholgehalt von 1,29 g/l hat am frühen Dienstagmorgen im Nachtlebenviertel Oura in Albufeira zehn junge Fußgänger und zwei Polizisten angefahren.
Ablauf der Autofahrt
Gegen 03:00 Uhr am Dienstagmorgen, dem 25. August 2026, setzte sich ein Fahrzeug aus einer Parkposition in Bewegung und durchbrach physische Barrieren in der Rua Júlio Dinis in Albufeira. Der Fahrer umging Straßensperren, die die Zufahrt für Fahrzeuge zur stark frequentierten Fußgängerzone des Nachtlebens in der Rua da Oura beschränken. Als zwei Beamte der Guarda Nacional Republicana (GNR) versuchten, das Auto zu stoppen, setzte der Fahrer zurück und fuhr in die falsche Richtung. Eine zweite Polizeistreife forderte den Fahrer zum Anhalten auf, aber das Fahrzeug beschleunigte in Richtung der Menschenmenge und des Polizeikordons. GNR-Beamte feuerten zwei Warnschüsse in die Luft, um Fußgänger zu warnen und das herannahende Auto zu stoppen. Das Fahrzeug erfasste mehrere Personen, bevor es mit einem anderen Auto kollidierte, woraufhin der Fahrer versuchte, zu Fuß zu fliehen. Beamte der Interventionsgruppe für die öffentliche Ordnung fingen ihn ab und nahmen ihn am Tatort fest.
- Fahrer startet Fahrzeug, umgeht Barrieren in der Rua Júlio Dinis und ignoriert Stoppsignal der GNR
- Auto fährt trotz polizeilicher Anordnungen entgegen der Fahrtrichtung auf Menschenmengen in der Rua da Oura zu
- Notruf wird registriert, als Fahrzeug Fußgänger erfasst und GNR-Beamte Warnschüsse abgeben
- Auto kollidiert mit einem anderen Fahrzeug und Fahrer wird von GNR-Interventionsbeamten festgenommen
Opfer und Notfallmaßnahmen
Bei dem Zusammenstoß wurden 12 Personen verletzt, darunter zehn Zivilisten im Alter zwischen 18 und 22 Jahren und zwei GNR-Beamte. Die meisten verletzten Opfer besitzen die portugiesische Staatsangehörigkeit. Der Rettungsdienst entsandte 58 Einsatzkräfte, unterstützt von 13 Fahrzeugen, zum Tatort, nachdem der erste Notruf um 03:13 Uhr registriert worden war. Rettungssanitäter transportierten die Verletzten in die Krankenhäuser von Portimão und Faro sowie in das Gesundheitszentrum von Albufeira. Eine 21-jährige Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus von Portimão eingeliefert. Während regionale Gesundheitsbeamte zunächst angaben, dass zwei Patienten eine längere stationäre Behandlung in Portimão benötigten, bestätigten GNR-Beamte später, dass alle anderen Verletzten, einschließlich der beiden Militärbeamten, nach der Behandlung leichter Wunden entlassen wurden.
- Zivilisten (18–22 Jahre)
- 10 Personen
- Militärbeamte der GNR
- 2 Personen
Fahrertest und Strafanzeigen
Der 35-jährige Fahrer befand sich im Urlaub an der Algarve und war während des Vorfalls der einzige Insasse des Fahrzeugs. Nach seiner Festnahme ergab ein Atemalkoholtest einen Blutalkoholgehalt von 1,29 Gramm pro Liter, was über dem gesetzlichen Grenzwert liegt und eine Straftat nach portugiesischem Recht darstellt. Medizinisches Personal entnahm auch Blutproben, um auf psychotrope Substanzen zu testen. Die Ermittler werten Überwachungskameraaufnahmen umliegender Einrichtungen aus, um die Fahrzeugroute zu rekonstruieren. Der Fahrer entschuldigte sich nach seiner Festnahme für sein Handeln, gab jedoch keine Erklärung für die Missachtung polizeilicher Anordnungen. Die Behörden erhoben Anklage wegen qualifizierter Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit, Fahrens unter Alkoholeinfluss und gefährlichen Fahrens vor seinem für Dienstag angesetzten Gerichtstermin.
Reaktion der Gemeinde und der Regierung
Der Bürgermeister von Albufeira, Rui Cristina, erklärte, dass die Gemeinde ihr Sicherheitsprotokoll „Noite Segura“ aktiviert habe, das aktive Teams des Portugiesischen Roten Kreuzes, der Stadtfeuerwehr und der GNR in stark frequentierten Nachtlebenbereichen unterhält.
Es gab eine völlige Missachtung der physisch errichteten Barrieren und der Sicherheitskräfte.
Cristina stufte den Zusammenstoß als Einzelfall ein und stellte fest, dass die Gemeinde medizinische und soziale Hilfe für die Opfer und ihre Familien koordiniert. Der Minister für innere Verwaltung, Luís Neves, drückte seine Solidarität mit den verletzten GNR-Beamten und den jungen Opfern aus und würdigte das schnelle Eingreifen der Strafverfolgungsbehörden vor Ort.
Die Umstände des Geschehenen werden von den zuständigen Behörden vollständig untersucht.


