Sicherheit · Rodez und Bragança
„Wir fühlen uns im Stich gelassen“: Eltern einer ermordeten Französin fordern Auslieferung des mutmaßlichen Doppelmörders Cédric Prizzon aus Portugal
Die Familien zweier in Portugal getöteter Französinnen fordern die Überstellung des Tatverdächtigen Cédric Prizzon nach Frankreich, nachdem die portugiesische Justiz die Vollstreckung eines europäischen Haftbefehls verweigert hat.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SudOuest.fr, BFMTV, Libération und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein portugiesisches Gericht lehnte die Vollstreckung des europäischen Haftbefehls gegen Cédric Prizzon ab und verwies auf die teilweise auf portugiesischem Boden begangenen Verbrechen.
Émilie Schipper und Jérôme Legobien-Cadillac appellierten an den französischen Staat, die Rückführung Prizzons für einen Prozess zu erwirken.
Prizzon, ein ehemaliger Polizist, wird seit dem 24. März in Portugal festgehalten, nachdem die Leichen seiner Partnerin und Ex-Partnerin gefunden wurden.
Die Angehörigen geben an, die portugiesischen Behörden hätten sie nicht zur Identifizierung der Leichen aufgefordert, und französische Regierungsvertreter hätten auf ihre Schreiben nicht reagiert.
- 31.03.Die Leichen von Cavalié und Legobien werden im Distrikt Bragança im Nordosten Portugals verscharrt aufgefunden.
- 7.05.Ein portugiesisches Gericht verweigert die Vollstreckung des von Frankreich ausgestellten europäischen Haftbefehls.
- 15.06.Die Eltern von Angela Legobien halten in Rodez eine Pressekonferenz ab und fordern die Auslieferung.
Die Tötungsdelikte und die Festnahme
Ende März 2026 soll der ehemalige französische Polizist Cédric Prizzon seine Ex-Partnerin Audrey Cavalié im Département Aveyron entführt haben, bevor er mit seiner aktuellen Partnerin Angela Legobien und den beiden gemeinsamen Kindern floh. Die 40-jährige Cavalié und die 26-jährige Legobien wurden später tot aufgefunden; ihre Leichen waren an einem abgelegenen Ort im Distrikt Bragança im Nordosten Portugals verscharrt. Der 42-jährige Prizzon wurde in der Nähe zusammen mit den Kindern, einer Schrotflinte und mehreren gefälschten Nummernschildern festgenommen. Er befindet sich seit dem 24. März in Portugal in Untersuchungshaft.
Der Aufschrei der Familie
Am 15. Juni hielten die Eltern von Angela Legobien gemeinsam mit ihren Anwälten eine Pressekonferenz in Rodez (Aveyron) ab. Mutter Émilie Schipper beschrieb, wie sie von den portugiesischen Behörden im Unklaren gelassen wurde.
„Wir appellieren an die Menschlichkeit der portugiesischen Behörden. Niemand hat uns gebeten, den Körper unserer Tochter zu identifizieren. Wir haben das Gefühl, dass sich niemand kümmert – weder Frankreich noch Portugal.“
„Wir rufen die französische Justiz und den französischen Staat dazu auf, uns zu helfen und alles zu tun, damit dieser Mörder zurückgebracht wird.“
Portugiesische Weigerung
Anfang Mai lehnte ein portugiesisches Gericht die Vollstreckung des von Frankreich ausgestellten europäischen Haftbefehls ab. Das Gericht argumentierte, dass die Verbrechen ganz oder teilweise auf portugiesischem Staatsgebiet begangen wurden und dort bereits ein Gerichtsverfahren eingeleitet sei. Legobien-Cadillac berichtete, dass zwei nach Portugal entsandte französische Gendarmen schlecht behandelt worden seien und keinerlei Kooperation erhalten hätten. Der Anwalt der Familie, Me Cédric Galandrin, bezeichnete die Entscheidung als höchst fragwürdig.
„Der Beschuldigte ist Franzose, beide Opfer sind Französinnen, der Beschuldigte stimmt einer Verhandlung in Frankreich zu, und die portugiesische Justiz sagt vorerst nein.“
Französisches Schweigen
Ein Brief, der vor über einem Monat an den französischen Justizminister Gérald Darmanin geschickt wurde, blieb laut der Anwältin der Mutter, Me Elsa Cazor, unbeantwortet. Sie nannte das Ausbleiben einer Reaktion unsinnig und betonte, dass der Fall außer dem Zielort von Prizzon keinen substanziellen Bezug zu Portugal habe. Die Familien der Opfer drängen weiterhin auf eine Auslieferung, die sie als eine Frage des gesunden Menschenverstands und der Würde bezeichnen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SudOuest.frAffaire Cédric Prizzon : les parents de la compagne du suspect demandent qu'il soit jugé en France
- BFMTV"On appelle à l'humanité des autorités portugaises": les parents de la compagne de Cédric Prizzon demandent son extradition par le Portugal
- LibérationAffaire des "disparues de l'Aveyron" : "Nous demandons à l'Etat français de nous aider"
- MediapartLes parents de la compagne de Prizzon demandent qu'il soit jugé en France
- Cédric Prizzon
- Ehemaliger französischer Polizist, der beschuldigt wird, seine Partnerin Angela Legobien und seine Ex-Partnerin Audrey Cavalié getötet zu haben
- Angela Legobien
- 26-jährige Partnerin von Prizzon und Mutter seiner 18 Monate alten Tochter, im März 2026 getötet
- Audrey Cavalié
- 40-jährige Ex-Partnerin von Prizzon und Mutter seines 12-jährigen Sohnes, im März 2026 getötet
- Émilie Schipper
- Mutter von Angela Legobien, fordert die Auslieferung von Prizzon nach Frankreich
- Jérôme Legobien-Cadillac
- Vater von Angela Legobien, fordert ein Eingreifen des französischen Staates für die Auslieferung
- Me Cédric Galandrin
- Anwalt von Jérôme Legobien-Cadillac, kritisiert die portugiesische Auslieferungsverweigerung
- Me Elsa Cazor
- Anwältin von Émilie Schipper, schrieb ohne Antwort an den französischen Justizminister
- Gérald Darmanin
- Französischer Justizminister (Garde des Sceaux), reagierte nicht auf die Bitten der Familien
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