
Augsburg erreicht erstmals die Bundesliga-Spitze mit 4:1-Sieg gegen Frankfurt, Mainz deklassiert Hamburg
Augsburg drehte am Sonntag einen Rückstand und besiegte Eintracht Frankfurt mit 4:1, kletterte damit erstmals in der Vereinsgeschichte an die Tabellenspitze der Bundesliga, während Mainz Hamburg mit 5:0 besiegte.
Wende in der zweiten Halbzeit in Frankfurt
Augsburg sicherte sich am Sonntag einen 4:1-Auswärtssieg gegen Eintracht Frankfurt, nachdem es einen frühen Rückstand aufgeholt hatte. Frankfurt ging in der sechsten Minute in Führung, als Jonathan Burkardt einen hohen Pass von Younes Ebnoutalib per Kopf verwertete. Die Heimmannschaft kontrollierte die Chancen in der ersten Halbzeit und ging mit einer 1:0-Führung in die Pause.
Augsburg veränderte das Spiel unmittelbar nach dem Wiederanpfiff. In der 46. Minute erzielte Debütant Arijon Ibrahimovic per Kopf am langen Pfosten den Ausgleich – eine Aktion, die in portugiesischen Spielberichten als Eigentor von Elias Baum geführt wurde. Robin Fellhauer traf eine Minute später und brachte Augsburg mit 2:1 in Führung. Der französische Stürmer Alexis Claude-Maurice erhöhte in der 65. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze auf 3:1. Der Schweizer Kapitän Fabian Rieder besiegelte das Ergebnis in der 89. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern. Der portugiesische Stürmer Rodrigo Ribeiro kam für Augsburg in den letzten 18 Minuten zum Einsatz.
- Jonathan Burkardt köpft Frankfurt in Führung 1:0
- Arijon Ibrahimovic gleicht für Augsburg aus
- Robin Fellhauer bringt Augsburg mit 2:1 in Führung
- Alexis Claude-Maurice erhöht auf 3:1 für Augsburg
- Fabian Rieder verwandelt Freistoß direkt zum 4:1
Erste Tabellenführung für Augsburg
Der Sieg katapultierte Augsburg mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen an die Spitze der Bundesliga-Tabelle. Es ist das erste Mal, dass der bayerische Klub, der 2011 in die deutsche Eliteliga aufstieg, einen Spieltag auf Platz eins beendet. Augsburg hält die Spitzenposition dank der besseren Tordifferenz vor dem SC Freiburg, Borussia Dortmund und der SV Elversberg, die ebenfalls ihre ersten beiden Spiele gewonnen haben und auf sechs Punkte stehen.
Der Führungswechsel folgt auf das torlose Unentschieden des FC Bayern München gegen Schalke am Samstag. Dieses Ergebnis ließ Bayern bei vier Punkten und beendete eine Serie von 67 Spieltagen an der Spitze, die mehr als zwei Jahre angedauert hatte.
- Augsburg
- 6 Pkt.
- Freiburg
- 6 Pkt.
- Borussia Dortmund
- 6 Pkt.
- Elversberg
- 6 Pkt.
- Mainz
- 4 Pkt.
- Bayern München
- 4 Pkt.
- Hamburg
- 0 Pkt.
Mainz dominiert in Hamburg
Im anderen Bundesliga-Spiel am Sonntag fuhr Mainz einen 5:0-Auswärtssieg gegen den Hamburger SV ein. Das Ergebnis folgte auf ein torloses Unentschieden am Eröffnungswochenende gegen Paderborn, während Mainz bei seinem letzten Besuch in Hamburg in der Vorsaison mit 4:0 verloren hatte.
Mainz ging in der 19. Minute in Führung, als Kaishu Sano Sheraldo Becker bediente, der den Ball im unteren Eck unterbrachte. Becker bereitete in der 41. Minute das zweite Tor vor, als eine flache Hereingabe von Phillipp Mwene am langen Pfosten verwertet wurde. Becker legte in der 48. Minute auf Phillip Tietz ab, der zum 3:0 traf, bevor Tietz in der 83. Minute erneut Torhüter Daniel Heuer Fernandes überwand. Der frühere Hamburger Stürmer Ransford-Yeboah Königsdörffer erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit das fünfte Tor für Mainz. Die beiden Schweizer Nationalspieler Miro Muheim (Hamburg) und Silvan Widmer (Mainz) fehlten verletzungsbedingt. Hamburg brachte in der Halbzeitpause Mittelfeldspieler Fabio Vieira.
Abstiegssorgen und Trainer-Reaktion
Das Ergebnis brachte Mainz mit vier Punkten aus zwei Spielen auf den fünften Platz. Hamburg bleibt mit null Punkten und ohne Torerfolg nach zwei Niederlagen in Folge auf dem 18. und letzten Tabellenplatz.
Mainz' Cheftrainer Urs Fischer zog nach dem Schlusspfiff ein Fazit.
Es war eine sehr gute Leistung. Wir hatten die 90 Minuten unter Kontrolle. Wir haben (Hamburg) wirklich nicht viel zugelassen. Wir sind froh, die drei Punkte mitnehmen zu können.


