Gerapetritis und Badr Abdelatty wiesen die Ratifizierung des Memorandums Türkei-Libyen von 2019 durch das libysche Abgeordnetenhaus in einem am 22. Oktober 2026 bekannt gewordenen Telefonat zurück und erklärten, sie verstoße eindeutig gegen die Rechtmäßigkeit.
Die beiden Minister vereinbarten, die Konsultationen über eine Ausweitung des AWZ-Abkommens von 2020 fortzusetzen, das am 6. August 2020 in Kairo von Nikos Dendias und Sameh Shoukry unterzeichnet wurde.
Pavlos Marinakis sagte, die Ratifizierung sei keine nationale Niederlage; die Erkundungen von Chevron in zwei Blöcken südlich von Kreta sollen wie mit Griechenland vereinbart bis Ende des Jahres erfolgen.
Die Analyse von Iefimerida besagt, Ägypten habe die Führung im Osten Libyens jahrelang von einer Ratifizierung des Memorandums abgehalten, wobei Marschall Khalifa Haftar zu den wichtigsten Verbindungen des Landes in Libyen zähle.
Der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis und sein ägyptischer Amtskollege Badr Abdelatty telefonierten am 22. Oktober 2026 miteinander, und beide wiesen in scharfen Worten die Ratifizierung des Memorandums Türkei-Libyen von 2019 über Meereszonen durch das Abgeordnetenhaus im Osten Libyens zurück. Die beiden Minister erklärten, der Schritt verstoße eindeutig gegen die Rechtmäßigkeit, und betonten die Notwendigkeit einer strikten Anwendung des Völkerrechts, einschließlich des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS). Ihr Gespräch drehte sich um die strategische Partnerschaft zwischen Griechenland und Ägypten sowie um die Entwicklungen im östlichen Mittelmeer. Das griechische Außenministerium veröffentlichte das Ergebnis in einer offiziellen Erklärung, und Abdelatty beschrieb das Telefonat in einem eigenen Beitrag.
Beide Seiten vereinbarten, enge Konsultationen fortzusetzen, die auf eine Ausweitung des geografischen Geltungsbereichs ihres bilateralen Abkommens von 2020 über die Abgrenzung der ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) abzielen. Dieses Abkommen war am 6. August 2020 in Kairo vom damaligen griechischen Außenminister Nikos Dendias und dem ägyptischen Außenminister Sameh Shoukry nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichnet worden. Laut einer von Naftemporiki zitierten offiziellen Erklärung handelt es sich nur um eine teilweise Abgrenzung: Sie legt eine einzige Linie fest, die durch fünf Koordinatenpunkte definiert ist, und deckt nicht das gesamte Meeresgebiet ab, in dem eine vollständige Abgrenzung erreicht werden könnte. Ägypten hatte zunächst versucht, das Abkommen auf den Bereich zwischen dem 26. und dem 28. Längengrad zu beschränken, bevor es umfassendere Verhandlungen akzeptierte. Iefimerida berichtet, die neuen Gespräche könnten sich östlich des 28. Längengrads erstrecken, wo die Linie von 2020 endet, und damit türkische Ansprüche rund um Rhodos und Kastellorizo berühren.
Die Analyse von Iefimerida besagt, Ägypten sei jahrelang der wichtigste externe Akteur gewesen, der die Führung im Osten Libyens von einer Ratifizierung des Memorandums abgehalten habe, und Kairo habe enge politische und militärische Beziehungen zu Marschall Khalifa Haftar unterhalten. Der Artikel argumentiert, die Ratifizierung sei ein schwerer Rückschlag für die ägyptische Diplomatie, weil sie von einer libyschen politischen Seite ausgehe, in die Kairo erhebliches diplomatisches Kapital investiert habe. Er fügt hinzu, ein neues Abkommen zwischen Athen und Kairo würde Griechenlands rechtliche und diplomatische Position gegenüber türkischen Ansprüchen stärken. Derselbe Beitrag legt nahe, dass die Entscheidung, die Gespräche fortzusetzen, auch als kommunikative Antwort aus Kairo gelesen werden könne.
Regierungssprecher Pavlos Marinakis sagte, die Ratifizierung sei keine nationale Niederlage und ändere nichts an der Haltung des Landes zur Ausübung seiner souveränen Rechte. Auf die Frage, ob sie Besorgnis über die Explorationspläne von Chevron auslöse, antwortete er:
„Kein Problem, keine Besorgnis. Wir werden uns weiter auf der Grundlage des internationalen Seerechts und im Dienst unserer nationalen Interessen bewegen.“
Marinakis verwies auf frühere Äußerungen des Außenministers zur Ausweitung der Hoheitsgewässer auf 12 Seemeilen südlich von Kreta und bezeichnete dies als unveräußerliches Recht, das Griechenland zu einem selbst gewählten Zeitpunkt ausüben werde. Auf die Frage nach einer Ausweitung des Ägypten-Abkommens auf Kastellorizo gab er nur wenige Details und sagte lediglich, die Beziehungen zu Ägypten seien mehr als eng, mit bedeutenden Abkommen und wachsender Substanz auf allen Ebenen. Der nächste Schritt sind die fortgesetzten Konsultationen zwischen den beiden Außenministerien, wobei sich beide Seiten verpflichteten, im Einklang mit dem Völkerrecht und UNCLOS zu handeln. Abdelattys Beitrag wiederholt, die Seiten hätten vereinbart, die Konsultationen über Seegrenzen nach Völkerrecht und dem UN-Übereinkommen fortzusetzen.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenDiplomatie · Athen, Kairo und Bengasi
Die Außenminister Griechenlands und Ägyptens haben die Ratifizierung des Memorandums Türkei-Libyen von 2019 durch Libyen in einem Telefonat zurückgewiesen und vereinbart, die Gespräche über eine Ausweitung ihres Abkommens über Seegrenzen von 2020 fortzusetzen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ειδήσεις, iefimerida.gr, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht .