
Martha Argerich kehrt mit einem achten Festival aus Beethoven, Jazz und japanischem Nō-Theater nach Hamburg zurück
Die argentinisch-schweizerische Pianistin, 85, hat erneut Weltklasse-Musiker für ein zehntägiges Event versammelt, das alle zehn Beethoven-Violinsonaten mit japanischem Nō-Theater und zeitgenössischem Jazz verbindet.
Die Rückkehr in die Laeiszhalle
Das Martha-Argerich-Festival kehrt am Samstag, den 20. Juni, zu seiner achten Ausgabe nach Hamburg zurück. Das zehntägige Programm, das bis zum 30. Juni läuft, findet hauptsächlich in der Laeiszhalle statt, mit zusätzlichen Abenden in der Elbphilharmonie und im Mojo Club auf der Reeperbahn. Argerich, von den Veranstaltern Symphoniker Hamburg als „Königin am Klavier“ bezeichnet, hat eine Reihe internationaler Solisten eingeladen, um mit ihr aufzutreten.
Ich freue mich, nach Hamburg und in die wunderbare Laeiszhalle zurückkehren zu können, einen Konzertsaal, der einen besonderen Platz in meinem Herzen hat. Ich freue mich besonders auf die Beethoven-Violinsonaten mit Maxim Vengerov. Nur in diesem besonderen Festival-Kontext ist eine Realisierung der Sonaten im Dialog mit anderen Werken und Kulturen möglich.
Beethoven trifft auf Nō-Theater und Jazz
Das Herzstück des Festivals ist ein vollständiger Zyklus von Beethovens zehn Violinsonaten, den Argerich mit dem Star-Violinisten Maxim Vengerov an fünf Konzertabenden aufführen wird. Das Projekt soll anschließend nach Paris und New York reisen. In Hamburg werden die Sonaten in einen Dialog mit traditionellem japanischem Nō-Theater gestellt, einer von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannten darstellenden Kunst, sowie mit zeitgenössischem Jazz und anderen musikalischen Perspektiven. Die Veranstalter beschreiben die Gegenüberstellung als ein interdisziplinäres Format, das neue Kontexte für die klassischen Werke eröffnen soll.
Höhepunkte der Eröffnung und des Abschlusses
Das Festival wird am Samstag mit einer „Opening Night“ im Großen Saal der Laeiszhalle eröffnet. Argerich wird von Opernsänger Michael Volle und Cellist Mischa Maisky begleitet, den das Festival als einen der bedeutendsten Cellisten unserer Zeit bezeichnet. Das Abschlusskonzert am 30. Juni verbindet Werke von Beethoven mit neuem Jazz, der von Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ inspiriert ist. Über die zehn Tage hinweg verbindet das Programm klassische Recitals, fernöstliches Theater und Musikkultur sowie modernen Jazz, wobei mehrere Konzerte explizit als grenzenlose Formate konzipiert sind.
Eine jahrzehntelange Karriere
Martha Argerich, geboren in Argentinien und heute Schweizer Staatsbürgerin, tritt seit Jahrzehnten mit den weltweit führenden Orchestern auf und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Sie begann im Alter von drei Jahren Klavier zu spielen und ist bis heute für ihr temperamentvolles Spiel bekannt. Das Hamburger Festival, nun im achten Jahr, basiert auf ihren persönlichen Einladungen und spiegelt die Bandbreite ihrer musikalischen Interessen wider.


