
Argentinien schlägt Schweiz 3:1 nach Verlängerung, Embolo wegen Schwalbe vom Platz gestellt – WM-Viertelfinale
Alexis Mac Allisters frühes Tor wurde von Dan Ndoye ausgeglichen, doch eine Rote Karte für Breel Embolo wegen Simulation schwächte die Schweiz. Julián Álvarez und Lautaro Martínez trafen in der Verlängerung und schickten Argentinien ins Halbfinale gegen England.
Spielverlauf
Argentinien eröffnete in der 10. Minute den Torreigen, als Alexis Mac Allister eine von Lionel Messi getretene Ecke per Kopf verwertete. Die Schweiz glich in der 67. Minute durch Dan Ndoye aus, der eine Kombination mit Ricardo Rodriguez abschloss. Die Partie kippte in der 72. Minute, als Breel Embolo nach einer VAR-Überprüfung wegen einer vorgetäuschten Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah. Schiedsrichter João Pedro Pinheiro hatte zunächst Argentiniens Leandro Paredes für das Foul verwarnt, doch der VAR machte ihn auf eine Verwechslung aufmerksam. Nach Ansicht der Bilder nahm er die Verwarnung gegen Paredes zurück und zeigte Embolo wegen Schwalbe Gelb. Es war Embolos zweite Gelbe Karte nach einer Verwarnung in der ersten Halbzeit – damit ist er der erste Spieler, der bei einer WM wegen einer Schwalbe in einer neutralen Zone des Feldes vom Platz gestellt wurde.
Die Schweiz, die die verbleibenden 18 Minuten der regulären Spielzeit und die gesamte Verlängerung in Unterzahl bestreiten musste, hielt tapfer dagegen. Argentinien dominierte zwar den Ballbesitz, doch ein Kopfball von Mac Allister verfehlte das Tor, und ein Schuss von Messi strich vor dem Ende der regulären Spielzeit am Tor vorbei.
- Alexis Mac Allister trifft per Kopf nach Messi-Ecke
- Dan Ndoye gleicht für die Schweiz aus
- Breel Embolo nach VAR-Überprüfung wegen Schwalbe vom Platz gestellt
- Ende der regulären Spielzeit, 1:1, Schweiz in Unterzahl
- Julián Álvarez bringt Argentinien in Führung
- Lautaro Martínez besiegelt den 3:1-Sieg
Verlängerung
In der Verlängerung übernahm Argentinien die Kontrolle. Julián Álvarez brachte die Albiceleste in der 112. Minute wieder in Führung, und Lautaro Martínez besiegelte den Sieg in der 120.+1 Minute. Es war Argentiniens 13. WM-Spiel, das in die Verlängerung ging – ein Rekord. Es war zudem das erste Spiel des Turniers 2026, in dem Lionel Messi nicht traf.
Geschichte und Rekord
Argentinien war in zwei vorherigen WM-Endrunden auf die Schweiz getroffen. 1966 gewann man in der Gruppenphase mit 2:0, 2014 setzte man sich im Achtelfinale mit 1:0 durch – Ángel Di María traf in der 118. Minute. Das Viertelfinale in Kansas City verlängerte diese makellose Bilanz.
Halbfinal-Paarungen
Argentinien trifft am Mittwoch, den 15. Juli, im Halbfinale auf England. England hatte sich zuvor mit 2:1 nach Verlängerung gegen Norwegen durchgesetzt. Das andere Halbfinale bestreiten Frankreich und Spanien am Dienstag, den 14. Juli.
Gedenken an Rattin
Argentinien lief mit Trauerflor auf, um an Antonio Rattin zu erinnern, eine argentinische Fußballlegende, die im Alter von 89 Jahren verstorben war. Rattin führte die Nationalmannschaft bei der WM 1966 als Kapitän an und bleibt eine verehrte Figur.

