Wahlen · Washington, D.C. und Boston
Trump-Regierung reicht Eilantrag beim Obersten Gerichtshof ein, um Briefwahlbeschränkungen durchzusetzen
Das Justizministerium reichte am Montag einen Eilantrag ein, nachdem ein Bundesberufungsgericht eine Blockade der März-Verfügung in 23 von Demokraten geführten Bundesstaaten und Washington, D.C., bestätigt hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, Al Jazeera Online, The Wall Street Journal und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Justizministerium reichte am 27. Juli einen Eilantrag ein, mit dem der Oberste Gerichtshof gebeten wird, eine Entscheidung des Untergerichts auszusetzen, die Trumps März-Verfügung in 23 Bundesstaaten und Washington, D.C., blockiert hatte.
Richterin Indira Talwani entschied im Juni, dass der Präsident keine verfassungsmäßige Befugnis über Wahlen habe, und der Erste Berufungsgerichtshof bestätigte diese Blockade am 25. Juli mit der Begründung, die Verfügung würde „Verwirrung stiften“ und Wähler entrechten.
Die Exekutivverfügung weist das Heimatschutzministerium und die Sozialversicherungsbehörde an, bundesstaatliche Staatsbürgerschaftslisten zu erstellen, verlangt von der US-Post, Briefwahlunterlagen nur an Personen auf diesen Listen zu liefern, und priorisiert Ermittlungen des Justizministeriums gegen Beamte, die nicht wahlberechtigten Personen Stimmzettel ausstellen.
Trump hat seit Jahren falsche Behauptungen über weit verbreiteten Briefwahlbetrug aufgestellt, und die Einschränkung der Briefwahl könnte überproportional demokratische Wähler vor den Zwischenwahlen im November treffen, die über die Kontrolle des Kongresses entscheiden.
- 25.07.Erster Berufungsgerichtshof bestätigt die Blockade und stellt fest, die Verfügung würde Verwirrung stiften und Wähler entrechten
- 27.07.Justizministerium reicht Eilantrag beim Obersten Gerichtshof ein, um die Blockade auszusetzen
- 3.08.Vom Obersten Gerichtshof gesetzte Frist für die klagenden Staaten zur Antwort auf den Eilantrag
Hintergrund
Präsident Donald Trump unterzeichnete im März 2026 eine Exekutivverfügung, die das Heimatschutzministerium und die Sozialversicherungsbehörde anwies, bundesstaatliche Listen wahlberechtigter Bürger zu erstellen. Die Verfügung verlangte zudem von der US-Post, Briefwahlunterlagen nur an Personen zu liefern, die auf diesen Listen stehen, und wies das Justizministerium an, Ermittlungen und Strafverfolgungen gegen Wahlbeamte zu priorisieren, die als nicht wahlberechtigt geltenden Personen Stimmzettel ausstellen. Trump bewarb die Maßnahmen als Schutz gegen die Stimmabgabe von Nichtbürgern, obwohl Studien wiederholt gezeigt haben, dass ein solcher Betrug selten ist und bereits als Straftat mit Abschiebung bestraft wird.
Entscheidungen unterer Gerichte
Demokratische Amtsträger aus 23 Bundesstaaten und dem District of Columbia verklagten die Regierung vor dem Bundesgericht in Boston mit der Begründung, die Verfassung übertrage die Festlegung von Wahlregeln den Bundesstaaten und dem Kongress, nicht dem Präsidenten. Im Juni blockierte die US-Bezirksrichterin Indira Talwani für diese Klägerstaaten zentrale Teile der Verfügung und schrieb: „Die Verfassung räumt dem Präsidenten keine besonderen Befugnisse in Bezug auf Wahlen ein.“ Am Wochenende bestätigte ein geteiltes Dreirichtergremium des Ersten US-Berufungsgerichts diese Blockade. Die Mehrheit, bestehend aus von Joe Biden und George W. Bush ernannten Richtern, befand, die Verfügung würde „Verwirrung stiften“ und „die Entrechtung vieler wahlberechtigter Wähler drohen lassen“. Ein von Trump ernannter Richter widersprach.
Berufung beim Obersten Gerichtshof
Am Montag reichte das Justizministerium einen Eilantrag ein, mit dem der Oberste Gerichtshof gebeten wird, die Entscheidung des Untergerichts auszusetzen, während die rechtlichen Anfechtungen fortgesetzt werden. Der Solicitor General D. John Sauer argumentierte, die einstweilige Verfügung füge „der Bundesregierung einen schweren, nicht wiedergutzumachenden Schaden“ zu und nannte sie „unhaltbar“.
„Die einstweilige Verfügung ist besonders unhaltbar, weil die Behörden noch darüber beraten, wie (falls überhaupt) die Verfügung umgesetzt werden soll, das Bezirksgericht aber vorsorglich entschieden hat, dass alles, was die Behörden tun könnten, zwangsläufig rechtswidrig wäre.“
Die Regierung bezeichnete die Verfügung als „allgemeine politische Leitlinie“ und nicht als Anweisung, die die Wahlverwaltung der Bundesstaaten vorschreibt. Sauer drängte die Richter, schnell zu handeln, und wies darauf hin, dass jede neue Politik bis August in Kraft sein müsse, um für die Zwischenwahlen im November wirksam zu sein. Der Oberste Gerichtshof hat die klagenden Staaten aufgefordert, bis Montag, den 3. August, zu antworten.
Politische Bedeutung
Trump hat seit Jahren unbelegte Behauptungen aufgestellt, dass die Briefwahl von Betrug durchsetzt sei, darunter falsche Behauptungen über die Wahl 2020. Er hat geschworen, die weit verbreitete Nutzung von Briefwahlunterlagen vor den Zwischenwahlen zu beenden, die über die Kontrolle sowohl des Repräsentantenhauses als auch des Senats entscheiden werden. Wahlrechtsaktivisten weisen darauf hin, dass die Einschränkung der Briefwahl überproportional demokratische Wähler treffen könnte, die historisch gesehen häufiger per Post wählen. Gleichzeitig drängt Trump den von den Republikanern kontrollierten Kongress zur Verabschiedung des SAVE America Act, der unter anderem einen Staatsbürgerschaftsnachweis für die Wählerregistrierung verlangen würde.
Wie es weitergeht
Der Oberste Gerichtshof wird den Eilantrag prüfen, nachdem er die Antworten der klagenden Staaten erhalten hat. Geben die Richter dem Antrag der Regierung statt, könnten Bundesbehörden in den 23 Bundesstaaten und Washington, D.C., mit der Umsetzung der Exekutivverfügung beginnen, was die Briefwahlregeln nur Monate vor den Wahlen am 3. November neu gestalten könnte. Eine Ablehnung würde die Blockade des Untergerichts bestehen lassen, während die vollständige rechtliche Anfechtung fortgesetzt wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesTrump Asks Supreme Court to Allow Order Restricting Mail Voting
- Al Jazeera OnlineTrump asks US Supreme Court to allow mail-in voting restrictions
- The Wall Street JournalTrump Administration Urges Supreme Court to Allow New Restrictions on Mail Ballots
- The IndependentTrump asks Supreme Court to let him restrict mail-in ballots before midterms
- Donald Trump
- US-Präsident, der die Exekutivverfügung vom März 2026 zur Einschränkung der Briefwahl unterzeichnete und wiederholt falsche Behauptungen über Wahlbetrug aufstellte
- Indira Talwani
- US-Bezirksrichterin in Massachusetts, die im Juni 2026 zentrale Teile von Trumps Exekutivverfügung blockierte
- D. John Sauer
- US-Solicitor General, der im Namen der Trump-Regierung den Eilantrag beim Obersten Gerichtshof einreichte
- Orte
- Washington, D.C.
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