Leichtathletik · Bochum

Owen Ansah sprintet zu drittem 100-m-Titel in Folge in 10,00 s, während NADA-Dopingverfahren über Deutschen Meisterschaften schweben

Owen Ansah lief am Samstag in Bochum 10,00 Sekunden und gewann damit seinen dritten deutschen 100-m-Titel in Folge, während eine NADA-Untersuchung wegen eines verweigerten Dopingtests seine Karriere überschattet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Frankfurter Allgemeine, Der Tagesspiegel und RP Online. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bochum · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 10.07.Startet bei Diamond League in Monaco, wird dort getestet
  2. 25.07.Gewinnt dritten deutschen Titel in Folge in 10,00 s in Bochum
  3. 10.08.Europameisterschaften beginnen in Birmingham; NADA-Entscheidung bis dahin nicht erwartet

Ansahs trotziger Sprint

Owen Ansah ließ keinen Zweifel daran, wer Deutschlands schnellster Mann ist. Der 25-Jährige vom Hamburger SV sprintete am Samstag bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Bochum zu einem 10,00-Sekunden-Sieg über 100 Meter, nur zwei Hundertstel über dem nationalen Rekord, den er im Juni aufgestellt hatte. Zweiter wurde Heiko Gussmann in 10,06 Sekunden. Die 14.000 Zuschauer im renovierten Lohrheidestadion in Wattenscheid jubelten laut, und es gab keine Anzeichen der Feindseligkeit, vor der einige im Zusammenhang mit der Dopingkontroverse gewarnt hatten.

„Wenn ich auf die Bahn gehe, sind meine Gedanken völlig frei. Ich nehme nichts wahr, und das hat heute auch funktioniert.“

Owen Ansah, Deutscher 100-m-Rekordhalter

Ansah war unter intensiver Beobachtung in die Meisterschaften gegangen. Frank Busemann, der ehemalige Zehnkämpfer und ARD-Experte, hatte vorhergesagt, dass der Schatten der Dopinguntersuchung ihn zwei Zehntelsekunden kosten würde. Die Vorhersage erwies sich als falsch. Ansah holte stattdessen seinen dritten nationalen Titel in Folge und sagte später dem ZDF: „Ich wollte allen zeigen, dass ich der schnellste Deutsche bin. Ich wollte eine Show abliefern, und das habe ich getan.“ Sein Trainer, Management, Verband und Anwalt unterstützten ihn alle, sagte er, und ermöglichten solche Leistungen.

Der Dopingfall

Das NADA-Verfahren geht auf einen Vorfall vom 9. Juli zurück. Ansah bereitete sich auf die Abreise zum Diamond-League-Meeting in Monaco vor, als ein Dopingkontrolleur außerhalb des festgelegten Testzeitfensters des Athleten eintraf und eine Probe verlangte. Ansah sagte, er sei bereits spät dran, habe gerade die Toilette benutzt und könne nicht kurzfristig eine Probe abgeben. Er reiste nach Monaco ab und startete am nächsten Tag, wo er erneut getestet wurde. Es wurde kein positiver Test gemeldet.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) veröffentlichte eine Stellungnahme, in der Ansahs Darstellung wiedergegeben wurde; sein Anwalt sagte, er beabsichtige, eine umfassende Stellungnahme bei der NADA einzureichen. Da es sich um eine Verweigerung handelt (nicht um einen positiven Befund), ist Ansah nicht vorläufig suspendiert und bleibt startberechtigt. Eine endgültige Entscheidung ist vor den Europameisterschaften, die am 10. August in Birmingham beginnen, unwahrscheinlich. Sollte er gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen haben, droht ihm eine mehrjährige Sperre.

Weber stellt Wolfermanns Speerwurf-Rekord ein

Julian Weber holte sich mit einer Bestweite von 82,60 Metern seinen sechsten deutschen Speerwurf-Titel in Folge und benötigte dafür nur vier Versuche. Der 31-Jährige aus Mainz egalisierte damit den Rekord von Klaus Wolfermann, der zwischen 1969 und 1974 sechs westdeutsche Meisterschaften in Folge gewonnen hatte und 1972 in München Olympiasieger war. Weber, ehemaliger Europameister, ist erst kürzlich nach gesundheitlichen Rückschlägen ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrt und peilt die Europameisterschaften im nächsten Monat an. Der Olympiasieger von Rio 2016, Thomas Röhler, wurde Vierter.

Lückenkempers Zeckenbiss-Rückschlag, Ernst holt Frauenkrone

Gina Lückenkemper, die ehemalige Europameisterin über 100 m, verpasste ihren siebten nationalen Titel und holte Bronze in 11,29 Sekunden nach einer ungewöhnlichen Verletzung. Ein Zeckenbiss am Hinterkopf Wochen zuvor hatte ihr Training beeinträchtigt.

„Es hat mich wirklich zerstört.“

Gina Lückenkemper, Ehemalige Europameisterin über 100 m

Sichtlich emotional und den Tränen nahe sagte Lückenkemper, sie habe erwogen, von den Meisterschaften zurückzutreten, und sei letztlich mit Bronze zufrieden. Das Frauenfinale gewann Jolina Ernst in 11,26 Sekunden, während Emma Goretzka die gleiche Zeit lief und um einige Tausendstelsekunden verlor.

Finale der 100 m der Männer und Frauens
O. Ansah
10 s
H. Gussmann
10.06 s
J. Ernst
11.26 s
E. Goretzka
11.26 s
G. Lückenkemper
11.29 s

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