
Polizei Łódź: Angriff auf zwei Mädchen wurde von den Mädchen selbst erfunden
Die Polizei in Łódź teilte mit, die beiden 13 und 15 Jahre alten Mädchen hätten zugegeben, den am Morgen gemeldeten Angriff in der Pomorska-Straße erfunden zu haben. Die Falschmeldung fiel in eine Zeit, in der sich Polizeidienststellen in mehreren Städten mit Messervorfällen von Jugendlichen an Schulen befassten.
Meldung eines Angriffs
Die Polizei in Łódź erhielt am Freitag, dem 9. Oktober, um 9:30 Uhr die Meldung, dass zwei 13 und 15 Jahre alte Mädchen nach dem Verlassen eines Geschäfts in der Pomorska-Straße von einem unbekannten Mann angegriffen worden seien. Den Berichten zufolge näherte sich der Mann den Mädchen und schlug ihnen anschließend mit einem nicht identifizierten spitzen Gegenstand auf die Wangen, wodurch oberflächliche Wunden entstanden. Zu der Tatwaffe gab es unterschiedliche Angaben: Onet Wiadomości berichtete, die Mädchen seien wahrscheinlich mit einem Messer verletzt worden, während Dziennik Łódzki angab, es sei nicht bekannt, welches Werkzeug verwendet worden sei. Die Polizei erklärte, die Verletzungen seien nicht gefährlich gewesen, und der Angreifer sei nicht gefasst worden.
- Die Polizei erhält eine Meldung über einen Angriff auf zwei Mädchen in der Nähe eines Geschäfts in der Pomorska-Straße in Łódź
- Die Polizei von Łódź gibt bekannt, dass die Meldung unwahr war und die Mädchen zugegeben haben, die Geschichte erfunden zu haben
Dementi der Polizei
Nach 12 Uhr dementierte die Polizei von Łódź die Meldung öffentlich. Die Polizei erklärte, die Informationen über den angeblichen Angriff auf die beiden Mädchen seien unwahr, und intensive polizeiliche Ermittlungen hätten ergeben, dass die Mädchen selbst zugegeben hätten, die Geschichte erfunden zu haben.
Intensive Maßnahmen von Polizeibeamten führten zu der Feststellung, dass die Mädchen selbst zugaben, die dargestellte Geschichte erfunden zu haben.
In der Erklärung der Polizei hieß es weiter, jede bei der Dienststelle eingehende Meldung werde sorgfältig geprüft und die Umstände jedes Vorfalls würden überprüft. Vor dem Dementi hatte Polizeisprecherin Kamila Sowińska dem Sender TVN24 gesagt, die Beamten untersuchten die Umstände des Vorfalls und versuchten, den Angreifer festzunehmen.
Messervorfälle an Schulen
In einem weiteren Fall, den dieselbe Polizeidienststelle schilderte, informierte eine Schulpädagogin die Beamten darüber, dass zwei 13-jährige Schüler spitze Gegenstände mit in die Schule gebracht hätten. In den Rucksäcken befanden sich zehn Zentimeter lange Messer. Die Pädagogin erfuhr von der Gefahr durch andere Kinder und nicht von den Schülern selbst.
Das zeigt, wie wichtig es ist, in einer solchen Situation zu reagieren.
In ganz Polen, so die Polizei, würden Jugendliche mit spitzen Gegenständen festgenommen, nachdem sie Mitschüler bedroht hätten oder in online veröffentlichten Videos aufgetreten seien. Die meisten von ihnen versuchten, ihr Handeln als Scherz zu rechtfertigen. Die Polizei erklärte, sie führe intensive Maßnahmen im Zusammenhang mit Messerangriffen an Schulen durch, und vor Schulgebäuden seien Streifen präsent.

