
Amal Clooney besucht Athen für UNESCO-Treffen und diskutiert Parthenon-Skulpturen
Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney traf am 10. September 2026 in Athen mit griechischen Führungspersönlichkeiten zusammen, um über Kulturdiplomatie zu sprechen und an der UNESCO-Konferenz der Goodwill-Botschafter am Tempel des Olympischen Zeus teilzunehmen.
Hochrangige diplomatische Treffen in Athen
Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney traf am 10. September 2026 in Athen mit der griechischen politischen Führung zusammen und nahm am Treffen der UNESCO-Goodwill-Botschafter teil, das erstmals außerhalb von Paris stattfand. Clooney traf am Abend des 8. September in der griechischen Hauptstadt ein und begann ihren offiziellen Terminplan mittags mit einem Empfang im Präsidentenpalast, der von Präsident Konstantinos Tasoulas ausgerichtet wurde. Anschließend begab sie sich zum Maximos-Palast zu bilateralen Gesprächen mit Premierminister Kyriakos Mitsotakis und seiner Frau Mareva Grabowski-Mitsotaki. Die Treffen konzentrierten sich auf internationale Kulturdiplomatie und die laufenden Bemühungen um die Wiedervereinigung der Parthenon-Skulpturen.
Die Parthenon-Skulpturen und rechtliche Grundlagen
Der Besuch markierte eine Rückkehr nach Athen zwölf Jahre, nachdem Clooney im Oktober 2014 für die griechische Regierung in rechtlichen Beratungsfragen tätig gewesen war. Damals war Tasoulas Kulturminister und beauftragte die Doughty Street Chambers, in der Clooney gemeinsam mit Geoffrey Robertson und Norman Palmer praktiziert, mit der Prüfung der Rechtsgrundlage für die Rückgabe der Parthenon-Skulpturen aus dem Britischen Museum. Während ihres Treffens überreichte Tasoulas Clooney eine gedruckte Ausgabe dieses Rechtsgutachtens von 2014, das von der Druckerei des Griechischen Parlaments hergestellt wurde. Clooney schenkte Tasoulas zwei von ihr verfasste, bei Oxford veröffentlichte Rechtstexte mit den Titeln „Das Recht auf ein faires Verfahren im Völkerrecht“ und „Die Meinungsfreiheit im Völkerrecht“.
Tasoulas reflektierte während des Gesprächs über die langfristige Bedeutung des Rechtsgutachtens von 2014.
Und ich muss zugeben, dass Ihr Beitrag mit dem Rechtsgutachten, das Sie zur Wiedervereinigung der Skulpturen vorgelegt haben, wirklich entscheidend war. Er hat zu einem tieferen Verständnis des Kerns des Problems beigetragen, denn es geht nicht nur um eine Rückgabe, noch ist es eine Frage der Niederlage oder des Sieges für das Vereinigte Königreich. Die Wiedervereinigung der Skulpturen mit dem Parthenon ist ein großartiger Schritt, und das muss die britische Seite verstehen.
UNESCO-Podium am Tempel des Olympischen Zeus
Am Abend traf Clooney kurz vor 18:30 Uhr am Tempel des Olympischen Zeus ein, um an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Künstliche Intelligenz und Kultur“ teilzunehmen. Die Sitzung wurde auf Initiative von Konstantza Sbokou-Konstantakopoulou, der neu ernannten UNESCO-Goodwill-Botschafterin für den Schutz und die Förderung der Kultur, organisiert, die Präsident Tasoulas am 26. August über die Initiative informiert hatte. Kulturministerin Lina Mendoni, Präsident Tasoulas und Sbokou-Konstantakopoulou sprachen ebenfalls zu den Anwesenden an der archäologischen Stätte. In ihrer Rede verwies Clooney auf die grenzüberschreitende Leihe des Teppichs von Bayeux von Frankreich nach Großbritannien als Präzedenzfall für kulturelle Zusammenarbeit.
Kultur ist wirklich ein wunderbares Feld, auf dem man zu Freundschaft und Frieden beitragen kann, in einer Welt, die gespalten und von so vielen Zwietrachten geprägt ist. Ich freue mich auf den heutigen Abend anlässlich der Jahrestagung der UNESCO-Goodwill-Botschafter, die vielleicht an dem bedeutendsten Ort stattfinden wird, den ich je besucht habe, am Tempel des Olympischen Zeus.
- Amal Clooney trifft in Athen vor dem Treffen der UNESCO-Goodwill-Botschafter ein.
- Treffen mit Präsident Konstantinos Tasoulas im Präsidentenpalast.
- Gespräche mit Premierminister Kyriakos Mitsotakis im Maximos-Palast.
- Podiumsdiskussion zu KI und Kultur am Tempel des Olympischen Zeus.
- Gala-Dinner im Akropolis-Museum zur Unterstützung des UNESCO-Fonds für Kultur.
Gala im Akropolis-Museum und Kulturfinanzierung
Das Programm schloss mit einem offiziellen Abendessen um 20:30 Uhr im Akropolis-Museum, an dem Premierminister Mitsotakis und Mareva Grabowski-Mitsotaki teilnahmen, die eine Grundsatzrede halten sollte. Die Erlöse aus den Eintrittskarten und Veranstaltungen flossen in den UNESCO-Fonds für Kultur, der internationale Initiativen zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern finanziert. Die Veranstaltung markierte den Abschluss des offiziellen UNESCO-Programms in Athen nach zwei Tagen mit Arbeitssitzungen und bilateralen Treffen an verschiedenen antiken Stätten.

