
Alonso bestätigt Verbleib bei Aston Martin: 'Ich habe einen Vertrag, ich gehe nicht'
In der Pressekonferenz zum Großen Preis von Ungarn beendete Fernando Alonso die Spekulationen um seine Zukunft, erklärte, dass er bei Aston Martin bleiben werde, und drückte sein volles Vertrauen in Adrian Neweys Fähigkeit aus, ein Siegerauto zu liefern.
## Vertragssicherheit Fernando Alonso nutzte die offizielle Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Ungarn, um jegliche Gespräche über einen Abschied von Aston Martin zu unterbinden. Der zweifache Weltmeister, dessen aktueller Vertrag Ende der Saison 2026 ausläuft, wurde in den letzten Wochen mit einem Wechsel vom in Silverstone ansässigen Team in Verbindung gebracht.
Ich habe einen Vertrag. Ich gehe nicht.
Alonso präzisierte nicht, ob er weiterhin als Rennfahrer oder in einer anderen Rolle im Team weitermachen wird, etwa als Botschafter oder Berater. Er sagte, er fühle sich „frisch, motiviert und schnell“, müsse aber wissen, was er im nächsten Jahr und in den kommenden Jahren tun werde. Die nächsten beiden Rennen, fügte er hinzu, werden entscheidend sein, um die Richtung des Autos und seine eigene Zukunft zu bewerten.
Vertrauen in Newey und das Upgrade
Aston Martin kam mit einem umfangreichen Upgrade-Paket nach Hungaroring, dem ersten großen Entwicklungsschritt nach einer Strategie, die zu Beginn der Saison auf regelmäßige Updates verzichtete. Alonso machte deutlich, dass sein Vertrauen in das Projekt maßgeblich auf Adrian Newey, dem technischen Direktor und Anteilseigner des Teams, beruht.
Es wird Zeit brauchen, aber ich habe null Zweifel, dass Adrian uns früher oder später das beste Auto im Feld geben wird.
Er räumte ein, dass das Team mit einem Rückstand in die Saison gestartet sei und diesen Prozess noch immer bewältige, bestand aber darauf, dass Honda die Probleme mit der Antriebseinheit lösen werde. Alonso sagte, er wolle den ersten Schritt mit diesem Update sehen und das Verhalten des Autos über ein paar Rennen verstehen, bevor er langfristige Urteile fällt.
Kritik an der modernen Formel 1
Über die technischen Schwierigkeiten hinaus äußerte Alonso eine tiefere Frustration über den aktuellen Zustand der Formel 1. Er sagte, die neuen Regeln hätten das Gefühl genommen, das den Sport für ihn einst ausmachte.
Ich habe nicht mehr das Adrenalin, das wir früher beim Fahren eines F1-Autos verspürten. Das ist etwas, das ich auf den Tisch legen muss.
Er verwies auf die Rennen in Spa und Silverstone als Beispiele und bezeichnete sie als „nicht lustig anzusehen oder zu fahren“. Alonso betonte, dass seine Kommentare nicht als Kritik um der Kritik willen gemeint seien, sondern als Aufruf, den Sport gemeinsam zu verbessern.
Sainz und Colapinto über Fußball
Alonso wurde bei der Pressekonferenz von Carlos Sainz und Franco Colapinto begleitet, und das Gespräch kam kurz auf Spaniens jüngsten Weltmeisterschaftssieg. Sainz sagte, er habe immer daran geglaubt, dass Spanien gewinnen würde, und nannte das Team verdiente Champions.
Ich bin stolz, Spanier zu sein, stolz auf die Feierlichkeiten und darauf, den Erfolg zu sehen, den sie erzielt haben.
Colapinto, der zwischen den beiden spanischen Fahrern saß, erkannte Spaniens Überlegenheit an, beklagte jedoch die extremen Leidenschaften, die Fußball hervorrufen kann, und sagte, es sei nicht angenehm zu sehen, wie zwei Länder als erbitterte Feinde dargestellt werden. Sowohl Sainz als auch Colapinto haben keine Verträge für 2027, was ihrer eigenen Zukunft eine Unterströmung der Unsicherheit verleiht.
Aston Martins schwierige Saison
Alonso bezeichnete die erste Hälfte des Jahres 2026 als „enttäuschend“, nicht jedoch als seine schlimmste Erfahrung in der Formel 1. Das Team hatte große Hoffnungen in die neuen Regeln, die Ankunft von Newey und die Honda-Partnerschaft gesetzt, doch der AMR26 litt unter Motorausfällen, schlechtem Handling und einem leistungsschwachen Chassis.
Wir hatten große Hoffnungen in diese Regeln, in Adrian Neweys Ankunft, in Honda und das gesamte Projekt. Die Erwartungen waren sehr hoch, und wir haben sie nicht erfüllt.
Trotz der Rückschläge sagte Alonso, das gesamte Team habe die Herausforderung angenommen, und Budapest könnte der erste Schritt in Richtung des ursprünglich angestrebten Leistungsniveaus sein. Er wird am 29. Juli 45 Jahre alt und kehrt an die Rennstrecke zurück, auf der er 2003 als jüngster Fahrer aller Zeiten ein Formel-1-Rennen gewann.

