Der Abgeordnete der Demokratischen Partei, Flamur Noka, entriss am Donnerstag, 22. Oktober, dem Fraktionsvorsitzenden der Sozialisten, Taulant Balla, das Mikrofon; die Sitzung wurde für unterbrochen erklärt.
Laut Vox News stieß der Oppositionsabgeordnete Fidel Kreka den ehemaligen Innenminister Erwin Hoxha und schlug ihn mit einem Exemplar der Verfassung, bevor andere Abgeordnete die beiden trennten.
Die Demonstranten riefen für den 22. Oktober um 10:00 Uhr Ortszeit zu einer Versammlung vor dem Parlament auf, um die Abgeordneten am Betreten zu hindern; unter den Teilnehmenden waren Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Universitätsbeschäftigte.
In der Nacht zum 21. Oktober warfen kleine Gruppen vermummter Personen Molotowcocktails in der Nähe des Büros des Premierministers; die Polizei reagierte mit Wasserwerfern.
Die Spannungen schwappten am Donnerstag, 22. Oktober, von der Straße ins albanische Parlament in Tirana, als Regierungs- und Oppositionsabgeordnete während einer Sitzung handgreiflich wurden. Albanischen Medien zufolge skandierten Abgeordnete der Demokratischen Partei von Sali Berisha Parolen gegen die Regierung, warfen mit Wasser und stießen Bänke um. Die Lage eskalierte, als der Abgeordnete der Demokratischen Partei, Flamur Noka, dem Fraktionsvorsitzenden der Sozialisten, Taulant Balla, das Mikrofon entriss; die Sitzung wurde für unterbrochen erklärt. Es folgte eine zweite körperliche Auseinandersetzung. Laut Vox News stieß der Oppositionsabgeordnete Fidel Kreka den Sozialisten und ehemaligen Innenminister Erwin Hoxha und schlug ihn mit einem Exemplar der Verfassung, das er in der Hand hielt. Andere Abgeordnete gingen dazwischen, um die Männer zu trennen. Balla reagierte in den sozialen Medien mit einem Foto seines verletzten Fingers und machte die Opposition und Berisha für die Spannungen verantwortlich. Die Sitzung wurde später unter angespannten Bedingungen fortgesetzt, Bilder aus dem Plenarsaal kursierten in den albanischen Medien.
Die Demonstranten riefen für Donnerstag 10:00 Uhr Ortszeit zu einer erneuten Versammlung vor dem Parlament auf, um die Abgeordneten am Betreten des Gebäudes zur Sitzung zu hindern – am zehnten Tag der Proteste. Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Universitätsbeschäftigte haben sich den Protesten in Tirana angeschlossen. Premierminister Edi Rama hat nun den dritten Tag in Folge zum Dialog aufgerufen. Vor einem Büro wurden am Donnerstag Steinbänke, die Studierende als Barrikaden genutzt hatten, mit einem Blatt Papier aufgestellt, auf dem „Dialog“ stand, nachdem die Demonstranten in den beiden Tagen zuvor aus Protest gegen seinen Aufruf die Dialogstühle zerstört hatten. Die Sitzung des vorangegangenen Donnerstags, 15. Oktober, war wegen gewaltsamer Zwischenfälle verschoben worden. Die Demokratische Partei hat eine Dringlichkeitsanfrage an Innenminister Erwin Demo zu den Protesten und der Reaktion der Polizei eingereicht.
In der Nacht zum 21. Oktober tauchten erneut kleine Gruppen vermummter Personen auf dem Boulevard der Märtyrer der Nation auf und warfen Molotowcocktails rund um das Büro des Premierministers und in der Nähe von Geschäften nahe den Twin Towers in Tirana. Es folgten Steinwürfe auf die Polizei, die die Menge mit Wasserwerfern auseinandertrieb. Starke Polizeieinheiten blieben in Alarmbereitschaft, die Lage wurde weiterhin als angespannt beschrieben. Kathimerini berichtete, der Nacht seien stundenlange ruhige Stunden ohne Zwischenfälle vorausgegangen. Die Banken öffneten ab dem 21. Oktober wieder, und auch Geschäfte, die wegen Schäden und Brandstiftungen in den ersten Protesttagen ihre Rollläden geschlossen hatten, öffneten wieder.
Staatspräsident Bajram Begaj soll nach Angaben diplomatischer Kreise getrennte Gespräche mit den Botschaftern der Vereinigten Staaten und der EU-Mitgliedstaaten geführt haben, über deren Inhalt jedoch nichts bekannt wurde. Premierminister Edi Rama reiste in der Nacht zum 21. Oktober nach Montenegro, um am Gipfel der Staats- und Regierungschefs des Berliner Prozesses teilzunehmen. Dort äußerte sich Bundeskanzler Friedrich Merz zu den Mobilisierungen in Albanien und der weiteren Region und betonte, Gewalt sei keine Lösung und die EU-Erweiterung müsse fortgesetzt werden. Das Parlament in Tirana tagte am selben Tag, an dem der Gipfel in Montenegro stattfand.
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Regierungs- und Oppositionsabgeordnete sind am Donnerstag, 22. Oktober, im Parlament in Tirana handgreiflich geworden und haben die Sitzung unterbrochen. Die Auseinandersetzung fiel auf den zehnten Tag der Regierungsproteste vor dem Gebäude, während Premierminister Edi Rama erneut zum Dialog aufrief.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ΣΚΑΪ, NEWS 24/7 und H Kαθημερινή. Veröffentlicht .