Energie & Handel · Berlin, Moskau und Brüssel
AfD-Spitze bereitet Gasgespräche mit Putin-Gesandtem Kirill Dmitrijew vor
Die Spitze der Alternative für Deutschland bereitet Gespräche mit dem Kreml-Gesandten Kirill Dmitrijew über die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen vor, abhängig von einer Friedensvereinbarung in der Ukraine.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von www.money.pl, Deutsche Welle, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla planen, sich mit dem Putin-Berater Kirill Dmitrijew an neutralen Orten wie Israel, den VAE oder Indien zu treffen, sofern Russland und die Ukraine einen Friedensrahmen vereinbaren.
Die europäischen Gasspeicher liegen bei 69 Prozent Kapazität, verglichen mit 85 Prozent in den Vorjahren, während die Großhandelspreise mehr als 150 Prozent über dem Niveau von vor zwölf Monaten liegen.
EU-Regeln verlangen die Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten für den Betrieb von Nord Stream, während ein EU-weiter Ausstiegsplan das Ende russischer Gaskäufe bis Oktober 2027 vorschreibt.
Die Bundestagsabgeordneten Michael Kellner und Roderich Kiesewetter verurteilten die Pläne und wiesen darauf hin, dass die Energiekrise von 2022 Deutschland 50 Milliarden Euro gekostet habe.

- September 2026Kirill Dmitrijew trifft die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau
- März 2027Frühestes vorgeschlagenes Datum für AfD-Kreml-Gespräche über die Wiederaufnahme der Gaslieferungen
- Oktober 2027Zieldatum für das EU-weite Verbot russischer Gaskäufe
Geplante Gespräche an neutralen Orten
Die Spitze der Partei Alternative für Deutschland bereitet Gespräche mit Wladimir Putins Wirtschaftsgesandtem Kirill Dmitrijew vor, um über die Wiederaufnahme russischer Erdgaslieferungen nach Deutschland zu beraten. Das Treffen zwischen den AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla und Dmitrijew, der den Russischen Direktinvestitionsfonds leitet, ist für März 2027 geplant. Als mögliche Austragungsorte erwägen die Organisatoren Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Indien. Die Gespräche hängen davon ab, dass Russland und die Ukraine zunächst einen Friedensrahmen vereinbaren.
Die Organisatoren bemühten sich auch um die Einbeziehung der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, die Dmitrijew Anfang September 2026 in Moskau getroffen hatten. Ein hochrangiger US-Vertreter erklärte, Witkoff und Kushner hätten keine Einladung erhalten und seien über das geplante Treffen nicht informiert worden. Sprecher der AfD und Dmitrijews lehnten eine Stellungnahme zu den Vorbereitungen ab. Weidel hatte sich bereits in einem Interview im Juni für die Aufhebung der Beschränkungen für russische Energieimporte ausgesprochen.
„Billige Energie aus Russland war das Erfolgsgeheimnis der Marke 'Made in Germany'. Wir müssen sie zurückbekommen.“
Europäische Speicher- und Preisprobleme
Die Initiative entwickelt sich, während die europäischen Energiemärkte unter angespannten Versorgungsbedingungen leiden. Die europäischen Erdgasspeicher liegen bei 69 Prozent der Kapazität, verglichen mit durchschnittlich 85 Prozent in den Vorjahren, während die Großhandelspreise für Gas um mehr als 150 Prozent über dem Niveau von vor zwölf Monaten liegen. Vor der Invasion in der Ukraine 2022 und den anschließenden Sanktionen bezog Deutschland mehr als die Hälfte seiner Erdgasimporte und über ein Drittel seiner Rohölimporte von russischen Produzenten.
- Aktueller Stand
- 69 %
- Durchschnitt der Vorjahre
- 85 %
Daten aus dem Artikeltext
Infrastruktur- und Regulierungsgrenzen
Die Wiederaufnahme der Pipeline-Lieferungen stößt innerhalb der Europäischen Union auf strenge regulatorische und physische Hürden. Brüssel verbietet europäischen Betreibern die Beteiligung an Transaktionen im Zusammenhang mit dem Betrieb, der Wartung oder der Nutzung von Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Die Aufhebung dieser Beschränkungen erfordert die einstimmige Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten und stößt auf entschiedenen Widerstand Polens und der baltischen Staaten. Darüber hinaus schreibt der EU-Rahmen ein vollständiges Ende der russischen Gaskäufe bis Oktober 2027 vor, unabhängig von der Eigentümerschaft der Pipeline.
Auch die physische Transportkapazität der Pipeline bleibt stark eingeschränkt. Drei der vier Stränge des Nord-Stream-Pipelinesystems wurden bei Unterwasserexplosionen im September 2022 zerstört. Der verbliebene unbeschädigte Strang von Nord Stream 2 erhielt nie die regulatorische Zertifizierung durch die deutschen Behörden.
Innerdeutscher politischer Widerstand
Bundestagsabgeordnete in Berlin verurteilten die Initiative und betonten, dass die Außenenergiepolitik weiterhin in der ausschließlichen Zuständigkeit der Bundesregierung liege. Die AfD verfügt über keine exekutive Bundesgewalt, da alle etablierten deutschen Parteien eine Brandmauer gegen eine Koalitionszusammenarbeit mit der Partei aufrechterhalten, die das Bundesamt für Verfassungsschutz 2025 als rechtsextremistisch eingestuft hat.
Der Grünen-Abgeordnete Michael Kellner argumentierte, dass die Wiederherstellung der Energiebeziehungen die deutsche Wirtschaft erneuter Verwundbarkeit aussetzen und die jüngsten Diversifizierungsbemühungen zunichtemachen würde.
„Deutschland darf nicht wieder von Russland abhängig werden. Wir dürfen die Fehler der Energiekrise nicht wiederholen. Sie hat uns 50 Milliarden Euro gekostet. Wir dürfen nicht dorthin zurückwollen. Das wäre Verrat. Putin instrumentalisiert die AfD für seine Zwecke.“
Der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter kritisierte den Schritt ebenfalls und erklärte, Russland nutze die Energieinfrastruktur, insbesondere Nord Stream, als hybride Waffe. Die Kontroverse fällt zeitlich mit den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zusammen, nach den jüngsten Wahlerfolgen der AfD in Sachsen-Anhalt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- www.money.plRosyjski gaz do Niemiec wraca do gry: AfD i Nord Stream 2 w tle rozmów Kremla
- Deutsche WelleАдН обговорить з Кремлем постачання газу в Німеччину - ЗМІ
- Deutsche Welle"AfD Almanya'ya Rus gazı tedariki için devrede" iddiası
- N-tv"Das wäre Verrat": AfD-Spitze will wohl mit Putin-Berater über Gas-Geschäfte reden
- Alice Weidel
- Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland
- Tino Chrupalla
- Co-Vorsitzender der Alternative für Deutschland
- Kirill Dmitriev
- Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds und Wirtschaftsberater von Wladimir Putin
- Vladimir Putin
- Präsident Russlands
- Steve Witkoff
- Sondergesandter des US-Präsidenten Donald Trump
- Jared Kushner
- Ehemaliger leitender Berater des US-Präsidenten
- Michael Kellner
- Bundestagsabgeordneter der Grünen
- Roderich Kiesewetter
- Bundestagsabgeordneter der CDU
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen