Gesundheit & Bildung · Madrid und Toledo
Spanische Ärzte beginnen letzte Streikwoche vor dem Sommer und drohen mit unbefristeten Maßnahmen im September
Mehr als 600 Ärzte versammelten sich in Madrid zum Auftakt der fünften und letzten Woche eines landesweiten Streiks gegen Gesundheitsreformen. Die Gewerkschaften kündigten an, nach der Sommerpause in einen unbefristeten Streik zu treten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTVE.es, El Periódico und ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ärzte halten die fünfte und letzte Streikwoche vor der Sommerpause ab, begleitet von einem Protest von etwa 600 Medizinern in Madrid.
Die Gewerkschaften warnen, dass sie ab September zu einem unbefristeten Streik aufrufen werden, falls das Gesundheitsministerium keine neuen Vorschläge vorlegt.
Die streikenden Ärzte fordern ein separates Statut für Mediziner, freiwillige Bereitschaftsdienste und die Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen.
Die Gewerkschaften berichten, dass seit Beginn der Proteste mehr als drei Millionen Termine, Konsultationen und Eingriffe abgesagt wurden.
Ein Treffen zwischen dem Ministerium und den Regionen endete ohne Einigung; die Gewerkschaften haben Ministerpräsident Sánchez um ein Eingreifen gebeten.
Fünfte Protestwoche
Spaniens Ärzte haben am 15. Juni die fünfte und letzte Streikwoche vor der Sommerpause begonnen. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Arbeitsniederlegungen gegen den Entwurf der Regierung zur Reform des „Estatuto Marco“. Der Protest vor dem Gesundheitsministerium in Madrid zog nach Schätzungen der Gewerkschaften rund 600 Mediziner aus dem ganzen Land an.
Das Koordinierungskomitee umfasst sechs medizinische Gewerkschaften: die Confederación Española de Sindicatos Médicos (CESM), Sindicato Médico Andaluz (SMA), Metges de Catalunya (MC), Asociación de Médicos y Titulados Superiores de Madrid (AMYTS), Sindicato Médico de Euskadi (SME) und Sindicato de Facultativos de Galicia Independientes (O'MEGA). Sie haben zugesagt, die Sommermonate aus Sorge um das bereits überlastete Personal zu respektieren, planen jedoch, im September das Format eines unbefristeten Streiks und weitere Maßnahmen anzukündigen, falls keine Fortschritte erzielt werden.
Das umstrittene Estatuto Marco
Der Gesetzesentwurf wurde am 2. Juni vom Ministerrat gebilligt und basiert auf einer Vereinbarung vom Januar zwischen dem Gesundheitsministerium und vier anderen Gewerkschaften (SATSE-FSES, FSS-CCOO, UGT, CSIF). Das aktuelle Statut, das die Bedingungen für Beschäftigte im Gesundheitswesen regelt, wurde seit 23 Jahren nicht mehr aktualisiert.
Die streikenden Ärzte fordern ein separates Rahmengesetz, das ihre spezifische Ausbildung, ihre Verantwortung und ihre Arbeitsmuster anerkennt. Sie fordern freiwillige Bereitschaftsdienste, die auf die Rente angerechnet werden und besser bezahlt werden, sowie eine berufliche Einstufung, die ihren Qualifikationen entspricht.
„Dies ist der größte Gesundheitskonflikt der letzten zwei Jahrzehnte.“
Politischer Stillstand
Letzte Woche berief Gesundheitsministerin Mónica García den Interterritorialen Rat des Nationalen Gesundheitssystems (CISNS) ein, um die Reform und den Streik mit den autonomen Gemeinschaften zu erörtern. Das Treffen endete ohne Einigung, nachdem sich die Regionen geweigert hatten, über Punkte abzustimmen, die die Forderungen der Mediziner betrafen.
„Die autonomen Gemeinschaften haben beschlossen, sich nicht zu diesen Forderungen zu bekennen, die den Konflikt lösen würden. Heute hätten die Gemeinschaften den Konflikt durch die Übernahme ihres Teils der Verantwortung lösen können (...), aber sie haben sich dagegen entschieden, sie haben beschlossen, wegzuschauen.“
Die Gewerkschaftsführer haben den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez aufgefordert, direkt einzugreifen, mit der Begründung, dass das Ministerium keine neuen Vorschläge vorgelegt habe und die Verhandlungen festgefahren seien.
Auswirkungen auf Patienten
Seit Beginn der Streiks wurden nach Angaben der Gewerkschaften mehr als drei Millionen medizinische Leistungen (Termine, Konsultationen und Eingriffe) abgesagt. Miguel Lázaro, Präsident der CESM, sagte bei der Kundgebung in Madrid: „Es gibt drei Millionen Patienten, die während der Streiktage betroffen sind, bei denen wir uns entschuldigen.“
In Kastilien-La Mancha, wo rund 7.500 Ärzte zum Streik aufgerufen waren, hat der regionale Gesundheitsdienst (Sescam) kürzlich der Wiederherstellung des Karriereentwicklungsschemas für Ärzte zugestimmt. Der lokale Gewerkschaftspräsident Juan José García Cruz bleibt jedoch kritisch, wirft der Regionalregierung jahrelange gebrochene Versprechen vor und besteht darauf, dass Ärzte ihre Arbeitsbedingungen getrennt von anderen Beschäftigten im Gesundheitswesen aushandeln müssen.
Ausblick
Die öffentliche Konsultationsphase für das Gesetz zum Estatuto Marco wird voraussichtlich bis Ende Juni abgeschlossen sein, danach beginnt der parlamentarische Weg des Textes. Da das Ministerium hart bleibt und die Gewerkschaften einen heißen Herbst versprechen, zeigt die festgefahrene Situation vor der Sommerpause kaum Anzeichen einer Lösung.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RTVE.esLos médicos inician su quinta y última semana de huelga hasta después del verano contra la reforma del estatuto marco
- El PeriódicoEspaña registra más de tres millones de 'actos médicos' cancelados desde el inicio de las huelgas
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLLos médicos afrontan la última semana de huelga y avisan de un otoño caliente con paros indefinidos
- Mónica García
- Spanische Gesundheitsministerin, die mit dem Ärzte-Streik zur Reform des Estatuto Marco konfrontiert ist
- Miguel Lázaro
- Präsident der Confederación Española de Sindicatos Médicos (CESM), der die Streikkoordinierung leitet
- Juan José García Cruz
- Präsident des Sindicato de Médicos de Castilla-La Mancha (Simefyr-CLM) und Anästhesist
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident von Spanien, dessen direktes Eingreifen von den streikenden Gewerkschaften gefordert wurde
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