Regierung · Warschau
Polnisches Parlament sagt geplante Ausschusssitzung zur Abtreibungsreform nach zweijähriger Pause ab
Eine für den 14. September angesetzte Sitzung des außerordentlichen Sejm-Ausschusses für Abtreibungsgesetze wurde abgesagt, nachdem das Gesundheitsministerium seine formelle Stellungnahme zu den Parlamentsentwürfen 223 und 611 nicht vorgelegt hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, Wprost, oko.press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der außerordentliche Sejm-Ausschuss sollte am 14. September 2026 um 16:00 Uhr in Raum 312 zum ersten Mal seit dem 9. Juli 2024 zusammentreten, doch die Sitzung wurde am 11. September abgesagt.
Das Sekretariat des Ausschusses führte das Fehlen einer formellen Stellungnahme des Gesundheitsministeriums zu den Entwürfen 223 und 611 an, eine Erklärung, die von Abgeordneten der Lewica und Koalicja Obywatelska zurückgewiesen wurde.
Katarzyna Kotula führte die Absage auf die Kanzlei des Ministerpräsidenten zurück und bezeichnete sie als Versuch männlicher Politiker, die Reform zu verzögern.
Der Ausschuss hat vier Gesetzesentwürfe in Prüfung, die von Polska 2050s Rückkehr zu den Regeln vor 2020 über Vorschläge von KO und Lewica für einen Abbruch bis zur 12. Woche bis hin zur teilweisen Entkriminalisierung reichen.
- April 2024Der Sejm richtet den außerordentlichen Ausschuss zur Prüfung von Abtreibungsentwürfen ein.
- 9.07.Der außerordentliche Ausschuss hält seine letzte formelle Sitzung vor der Pause ab.
- Juni 2026Der Regierungsentwurf zum Status der engsten Vertrauensperson wird Präsident Karol Nawrocki vorgelegt.
- 11.09.Der Ausschuss sagt seine für den 14. September geplante Sitzung mit Verweis auf fehlende Ministeriumsstellungnahmen ab.
Plötzliche Absage der Ausschusssitzung
Am Freitagnachmittag, dem 11. September 2026, wurden die Mitglieder des außerordentlichen Sejm-Ausschusses für Abtreibungsentwürfe darüber informiert, dass ihre geplante Sitzung abgesagt worden war. Die Sitzung war für Montag, den 14. September um 16:00 Uhr in Raum 312 des Gebäudes U angesetzt und wäre das erste Zusammentreten des Gremiums seit dem 9. Juli 2024 gewesen. Als offiziellen Grund gab das Sekretariat des Ausschusses das Fehlen einer formellen Stellungnahme des Gesundheitsministeriums zu den Parlamentsentwürfen 223 und 611 an. Die Absage erfolgte nur Stunden, nachdem Koalitionspolitiker angekündigt hatten, die Arbeit an der Gesetzgebung nach vorläufigen parteiübergreifenden Vereinbarungen zu beschleunigen.
Politische Spannungen innerhalb der Regierungskoalition
Abgeordnete sowohl der Koalicja Obywatelska als auch der Lewica stellten die administrative Erklärung schnell in Frage. Ein ungenannter Politiker der Koalicja Obywatelska sagte gegenüber TVN24, die Absage sei eine politische Entscheidung, um die Notbremse zu ziehen. Linke Vertreter bezeichneten die Erklärung als absurd und wiesen darauf hin, dass das Ministerium zwei volle Jahre Zeit gehabt habe, um seine Haltung zu den Akten zu formulieren. Katarzyna Kotula machte in ihren Kommentaren gegenüber OKO.press direkt die Kanzlei des Ministerpräsidenten verantwortlich.
„Meiner Meinung nach ist die Entscheidung, die Ausschusssitzung abzusagen, eine politische Entscheidung des Kreises der Kanzlei des Ministerpräsidenten. Es ist eine Entscheidung, die von männlichen Politikern getrieben wird, die Angst haben, obwohl niemand wirklich weiß, wovor. Es ist eine Entscheidung, die Frauen, der Abtreibungsdebatte und dem Recht auf Abtreibung schadet.“
Kotula erklärte außerdem, dass sie und die Vorsitzende der Lewica-Fraktion, Anna Maria Żukowska, sich am Freitag mit dem Sejm-Sprecher Włodzimierz Czarzasty getroffen hätten, um die Vorkehrungen vor der plötzlichen Kehrtwende zu finalisieren.
Gesetzgebungsgeschichte und anhängige Entwürfe
Der Parlamentsausschuss wurde im April 2024 eingerichtet, um vier verschiedene Gesetzesentwürfe zu bewerten, aber seine Dynamik kam nach internen Koalitionsstreitigkeiten zum Erliegen. Nach geltendem polnischem Recht ist ein Schwangerschaftsabbruch nur in zwei Fällen erlaubt: wenn die Schwangerschaft das Leben oder die Gesundheit der Frau gefährdet oder wenn sie auf eine rechtswidrige Handlung zurückgeht, beschränkt auf die ersten 12 Schwangerschaftswochen. Die dem Ausschuss vorliegenden Vorschläge stellen unterschiedliche Ansätze zur Änderung dieser Beschränkungen dar.
Ein Vorschlag, eingebracht von Polska 2050 und dem ehemaligen Bündnis Dritter Weg, zielt darauf ab, den Rechtsrahmen wiederherzustellen, der vor dem Urteil des Verfassungsgerichts von 2020 bestand, was Abtreibungen bei schweren und irreversiblen fetalen Defekten oder lebensbedrohlichen Erkrankungen erlauben würde. Zwei weitere Vorschläge, die separat von Koalicja Obywatelska und Lewica eingebracht wurden, führen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch auf Wunsch der Frau bis zur 12. Schwangerschaftswoche ein. Ein vierter Vorschlag konzentriert sich auf die teilweise Entkriminalisierung der Hilfeleistung bei einer Abtreibung, ein Maßnahme, die bei einer Abstimmung im Juli 2024 zuvor keine Mehrheit im Sejm gefunden hatte.
Abfolge polarisierender Reformen
Die Verzögerung folgt einer umfassenderen Legislativstrategie von Sejm-Sprecher Włodzimierz Czarzasty, der zuvor erklärt hatte, das Parlament werde sich zunächst mit der Lebenspartnerschaftsgesetzgebung befassen, um die gleichzeitige Bearbeitung zweier kontroverser Themen zu vermeiden. Der Regierungsentwurf zur Einführung des Status der engsten Vertrauensperson wurde Ende Juni 2026 Präsident Karol Nawrocki vorgelegt. Trotz des Abschlusses dieses vorausgesetzten Schrittes haben die Ausschussvorsitzenden noch kein neues Datum für die Zusammenkunft des Abtreibungsgremiums festgelegt. Żukowska fragte in den sozialen Medien, ob Gesundheitsministerin Sobierańska-Grenda die Gesetzesakten bewusst einfriere.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TVP InfoAborcja może poczekać. Posiedzenie komisji odwołane
- WprostNagły zwrot w sprawie aborcji. Kotula uderza w otoczenie Tuska
- oko.pressAborcja znów miała trafić na sejmową komisję. Posiedzenie odwołano. Kotula: "Skrajnie niepoważny ruch
- Do RzeczyNagła zmiana ws. projektów aborcyjnych. "Było i się zmyło"
- Katarzyna Kotula
- Lewica-Politikerin und Ministerin, die die Absage der Sitzung kritisierte
- Anna Maria Żukowska
- Vorsitzende der Lewica-Fraktion
- Włodzimierz Czarzasty
- Sprecher des Sejm
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens, der den Gesetzesentwurf zum Partnerstatus im Juni erhielt
- Orte
- Warschau
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