Kurz gefasst
Am Morgen des Donnerstag, 22. Oktober, sagte der Nea-Dimokratia-Abgeordnete Dimitris Kalogeropoulos in den MEGA News zum Türkei-Libyen-Memorandum: „Wir haben es getrunken.“
Das Abgeordnetenhaus im Osten Libyens billigte ein Abkommen zur maritimen Grenzziehung mit der Türkei – die Entwicklung, auf die seine Äußerungen reagierten.
Kalogeropoulos sagte, Griechenland habe auf bestimmte Dinge gewartet, und wegen Fehlern verlange die Türkei nun schriftliche Auskünfte.
Später am Donnerstag, 22. Oktober, nannte er die Formulierung unglücklich und verwies auf ein Abkommen über eine ausschließliche Wirtschaftszone mit Ägypten sowie Energieabkommen mit US-Unternehmen.
Eine Bemerkung im Live-Fernsehen
Am Morgen des Donnerstag, 22. Oktober, wurde der Abgeordnete der Nea Dimokratia, Dimitris Kalogeropoulos, in einer Sendung von MEGA News zum Türkei-Libyen-Memorandum befragt. Er antwortete mit einem einzigen kurzen Satz auf Griechisch, der auf Deutsch wie folgt lautet.
„Wir haben es getrunken.“
Als die Journalistin ihn bat, das Gesagte zu wiederholen, entgegnete er, er habe es auf Griechisch gesagt, und im Studio wurde gelacht. In der Berichterstattung wurde zudem an eine Äußerung von Theodora Tzakri aus dem Januar 2024 über Landwirte erinnert, die einen ähnlichen Ausdruck verwendete.
Was der Bemerkung vorausging
Der Bemerkung war die Billigung eines Abkommens zur maritimen Grenzziehung zwischen der Türkei und Libyen durch das Abgeordnetenhaus im Osten Libyens vorausgegangen. In seiner späteren Erklärung bezeichnet Kalogeropoulos das Memorandum als pseudo-benannt und erklärt, es entfalte keine rechtlichen Wirkungen gegenüber griechischen Souveränitätsrechten. Er nannte es einen Verstoß gegen Völkerrecht, Geografie und Logik.
Kritik am Vorgehen der Regierung
Über die Formulierung hinaus kritisierte Kalogeropoulos das Vorgehen Griechenlands vor der Billigung und sagte, das Land habe auf bestimmte Dinge gewartet.
„Wir saßen da und warteten auf bestimmte Dinge.“
Er fügte hinzu, Außenpolitik sei eine sehr ernste Angelegenheit, und wegen begangener Fehler sei Griechenland nun an einem Punkt, an dem die Türkei schriftliche Auskünfte verlange. Zudem bezog er sich auf abfällige Bemerkungen nicht namentlich genannter Personen über „Linsenhelden“ – ein Ausdruck, den er verwendete, ohne ein Ziel zu benennen.
Klarstellung in den sozialen Medien
Später am Donnerstag veröffentlichte er einen Beitrag, in dem er die Formulierung als unglücklich bezeichnete und erklärte, sie spiegle weder die nationale Position noch seine Überzeugung wider, dass Griechenland starke diplomatische und geostrategische Vorteile habe.
„In einer Morgensendung auf MEGA News habe ich eine unglückliche Formulierung verwendet.“
Im selben Beitrag erklärte er, die Streitkräfte seien stärker ausgebaut worden als zu jedem anderen Zeitpunkt in den vergangenen Jahrzehnten, und ein Abkommen über eine ausschließliche Wirtschaftszone mit Ägypten umfasse das Gebiet des Memorandums. Zudem verwies er auf Energieabkommen mit US-Unternehmen zur Exploration, die das Memorandum in der Praxis umstürzten. Abschließend bekräftigte er sein Bekenntnis zur nationalen Linie in Fragen der Souveränität.