A14-Verkehr auf provisorische Muldebrücke umgeleitet – Abriss des Bauwerks aus den 1970er Jahren bei Grimma beginnt
Der gesamte Autobahnverkehr auf der A14 bei Grimma wurde am Montag auf eine neu errichtete Behelfsbrücke verlegt. Damit ist der Weg frei für den Abriss des ursprünglichen Bauwerks aus den 1970er Jahren, das durch schwere Lastwagen und Hochwasser geschwächt wurde.
Verkehrsumstellung abgeschlossen
Der gesamte vierstreifige Verkehr auf der A14 rollt seit Montag über eine neue Behelfsbrücke über die Mulde bei Grimma, wie die Autobahnbaugesellschaft Deges mitteilte. Die Fahrstreifen sind auf Baustellenbreite verengt, solange die Umleitung besteht. Die Umstellung ist die Voraussetzung für den Abriss der ursprünglichen Muldebrücke aus den frühen 1970er Jahren, die durch zunehmendes Verkehrsaufkommen, insbesondere durch schwere Lastkraftwagen, sowie durch Hochwasser stark beschädigt wurde.
Abriss und Neubau-Zeitplan
Der Abriss der alten Brücke soll in Kürze beginnen. Nach dem Rückbau des Bauwerks wird Deges eine zweite neue Brückenhälfte errichten. Die Fertigstellung der vollständigen neuen Muldebrücke ist derzeit für den Zeitraum zwischen Ende 2028 und Anfang 2029 vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro, die vom Bund getragen werden.
Separater Brückenabriss vorzeitig beendet
Im Rahmen einer verwandten Maßnahme kam der Abriss einer beschädigten Überführung über die A14 zwischen Grottewitz und Würschwitz schneller voran als geplant. Die Autobahn GmbH des Bundes erklärte, dass die seit Freitagabend bestehende Vollsperrung der Autobahn bereits am Sonntag aufgehoben werden könne, statt wie ursprünglich geplant am Montagmorgen. Eine Sonderprüfung hatte ergeben, dass die Überführung mit der Bezeichnung „21Ü2“ in einem kritischen Zustand war. Die Kosten für den Rückbau beliefen sich auf rund 700.000 Euro. Ein Ersatzbauwerk soll bis 2028 zu Kosten von rund drei Millionen Euro errichtet werden.
Hennigsdorfer Spannstahl unter Beobachtung
Zehn weitere Brücken entlang der A14 zwischen Leipzig und Nossen stehen weiterhin unter besonderer Beobachtung. Sie wurden zwischen 1969 und 1972 erbaut und enthalten Hennigsdorfer Spannstahl – dasselbe Material, das beim Einsturz der Carolabrücke in Dresden eine Rolle spielte. Die Bauwerke werden überwacht, um eine Verschlechterung frühzeitig zu erkennen.


