Brand in Vall d'Uixó geht in den vierten Tag: 8.500 Hektar verbrannt, knappes Wetterfenster vor neuer Hitzewelle
Die Behörden hoben am Dienstagmorgen die Ausgangssperre in La Vall d'Uixó auf, hielten aber die Evakuierungen für rund 10.000 Menschen in 15 weiteren Gemeinden aufrecht, während der Brand in den vierten Tag geht.
Der Waldbrand, der am Samstag in La Vall d'Uixó (Castellón) ausgebrochen war, ging am 28. Juli 2026 in den vierten Tag, mit etwa 8.500 verbrannten Hektar und einem 72 Kilometer langen Umfang. Die Ausgangssperre für die gesamte Stadt La Vall d'Uixó wurde am Dienstag um 08:00 Uhr aufgehoben, nachdem die 6.000 aus vier Stadtteilen evakuierten Bewohner am Montagabend zurückkehren durften. Evakuierungs- und Ausgangssperren bleiben für die übrigen betroffenen Gemeinden bis zum 28. Juli um 23:59 Uhr in Kraft; eine neue Cecopi-Sitzung ist für 10:00 Uhr angesetzt, um diese Maßnahmen zu überprüfen.
Ausmaß des Feuers und betroffene Bevölkerung
Rund 10.000 Menschen sind weiterhin aus 15 Gemeinden und einem Weiler evakuiert: Aín, Alcudia de Veo, Alfondeguilla, Tales, Eslida, Vilavella, Artana, Sueras, Villamalur, Torralba, Ayódar, Fuentes de Ayódar, Chóvar, Azuébar, Almedíjar sowie der Ortsteil Artesa von Onda und die Urbanisationen in Betxí. Etwa 500 Bewohner werden in Einrichtungen der Nachbarstädte Onda, Segorbe, Nules und Moncofa untergebracht. Insgesamt sind 80.000 Menschen von dem Brand betroffen, darunter 16.000 Evakuierte und 65.000 in Ausgangssperre befindliche Einwohner von La Vall d'Uixó (32.000 Einwohner), Onda (25.000) und Betxí (5.700). Es werden Vorkehrungen getroffen, um die Rückkehr älterer Bewohner zu ermöglichen, die aus einem Pflegeheim in La Vall d'Uixó evakuiert wurden.
Der Brand ist aktiv, er ist weder stabilisiert noch unter Kontrolle.
Löscheinsatz und nächtliche Bedingungen
Die Nacht verlief meteorologisch ruhig, mit leichten Landwinden und Fallwinden von 10 km/h, einer Luftfeuchtigkeit nahe 80 % (über 90 % in den Bergregionen) und Temperaturen um 20 °C im Flachland und 18 °C in den Sierras. Diese Bedingungen führten zu thermischen Inversionen in den unteren Schichten durch nächtliche Abstrahlungskühlung, was Aemet zufolge in den frühen Morgenstunden zu schlechter Sicht und Luftqualität im Brandgebiet führen könnte. Die Luftunterstützung nahm am Morgen ihre Arbeit wieder auf, wobei ein Zeitfenster von zwei bis vier Stunden erwartet wird.
- Brand beginnt in La Vall d'Uixó, Castellón, aus nicht natürlichen Ursachen.
- Schnelle Ausbreitung unter schweren Bedingungen; Einsatzkräfte laufen ‚praktisch hinter dem Feuer her‘.
- Luftunterstützung bis 15:30 Uhr wegen thermischer Inversion am Boden; 7.200 ha verbrannt.
- 6.000 evakuierte Einwohner von La Vall d'Uixó dürfen zurückkehren; Brand nicht mehr jenseits der Löschkapazität.
- Ausgangssperre in La Vall d'Uixó aufgehoben; 8.500 ha verbrannt, 72 km Umfang.
- Neue Cecopi-Sitzung zur Neubewertung der Evakuierungen in den verbleibenden 15 Gemeinden.
An dem Einsatz sind mehr als 400 Bodenkräfte und 25 Luftfahrzeuge beteiligt. Die Regionalregierung hat 21 Einheiten der Forstfeuerwehr aus den drei valencianischen Provinzen (12 aus Castellón, 5 aus Valencia, 4 aus Alicante) entsandt, darunter 17 Bodeneinheiten und 4 helikoptergestützte Einheiten. Seit Montagnachmittag ist der Brand nicht mehr jenseits der Löschkapazität. Der Löschdirektor Raúl Gil stellte fest, dass die Einsatzkräfte am Sonntag zur gleichen Stunde „praktisch hinter dem Feuer hergelaufen“ seien, „und heute ist das nicht mehr der Fall“; der Einsatz sei nun „viel besser positioniert und arbeite an bestimmten Punkten“.
Kritische Sektoren und Straßensperrungen
Die Löscharbeiten konzentrieren sich auf die Städte Tales und Alcudia de Veo, um ein weiteres Vordringen der Flammen zu verhindern. Besonders intensiv wurde im Gebiet von Eslida, im Sektor Montí und in der Urbanisation Montserrat in Betxí überwacht, wo sowohl Luft- als auch Bodenkräfte Häuser verteidigen. Neun Straßen im Brandgebiet bleiben gesperrt: CV-2223, CV-2224, CV-200, CV-203, CV-205, CV-215, CV-219, CV-223 und CV-230.
Wir positionieren ständig Bodeneinheiten, um die Häuser zu verteidigen.
Wetterfenster und nächste Schritte
Die Teams arbeiten gegen die Uhr und mit „moderatem Optimismus“, um den Brand zu stabilisieren, bevor für Mittwoch eine neue Hitzewelle vorhergesagt ist. Am vorherigen Nachmittag waren die Luftfahrzeuge bis 15:30 Uhr wegen einer thermischen Inversion, die Rauch einschloss, am Boden geblieben. Eine neue Cecopi-Sitzung um 10:00 Uhr am Dienstag wird prüfen, ob die Ausgangssperren in weiteren Gemeinden aufgehoben werden können. Die Ermittlungen der Guardia Civil deuten darauf hin, dass der Brand durch nicht natürliche Ursachen ausgelöst wurde. Der Naturpark Sierra de Espadán bleibt bedroht.
- 27. Juli (Sonntagsschätzung)
- 6500 Hektar
- 27. Juli (Montag vorläufig)
- 7200 Hektar
- 28. Juli (Dienstag)
- 8500 Hektar


