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Warschauer Equality-Parade feiert 25. Jubiläum mit politischer Unterstützung, Prominenten und einer Gegenprotest

Tausende marschierten am Samstag durch die Warschauer Innenstadt zur 25. Equality-Parade, unterstützt vom Bürgermeister der Stadt, nationalen Politikern und Prominenten, während entlang der Route auch ein kleiner Gegenprotest stattfand.

Ein Jubiläumsmarsch durch das Herz Warschaus

Gegen 14:00 Uhr am Samstag startete die 25. Warschauer Equality-Parade von der Equality Town im Park Świętokrzyski, neben dem Kultur- und Wissenschaftspalast. Tausende füllten trotz unsicheren Wetters die Straßen, trugen Regenbogenfahnen entlang der Świętokrzyska, Krakowskie Przedmieście, Miodowa und Senatorska, dann über den Bankowy-Platz, bevor sie über die Marszałkowska zurückkehrten. Die Organisatoren beschrieben die Route als „ein tief durchdachtes und symbolisch aufgeladenes Manifest der LGBTQ+-Präsenz im Herzen der Hauptstadt.“

Wichtige Meilensteine der Warschauer Equality-Parade
  1. Erste Warschauer Equality-Parade findet statt.
  2. Stiftung 'Parada Równości' als Organisator gegründet.
  3. 25. Parade startet vom Park Świętokrzyski.
  4. Marsch kehrt zur Equality Town zurück; künstlerische Darbietungen beginnen.

Prominente politische Unterstützung

Warschaus Bürgermeister Rafał Trzaskowski ging an der Spitze des Marsches und postete später auf X: „Warschau ist für alle da.“ Ihm schlossen sich der Sejm-Marschall und Lewica-Vorsitzende Włodzimierz Czarzasty an, der schrieb:

Equality-Parade. Ob es jemandem gefällt oder nicht. Mir gefällt es. Also bin ich hier.

Auch die stellvertretende Senatspräsidentin Magdalena Biejat und Krzysztof Śmiszek, Partner des EU-Abgeordneten Robert Biedroń, nahmen teil – ein Zeichen institutioneller Unterstützung von links.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission sowie der Botschaften Deutschlands und Mexikos.

Forderungen vor dem Präsidentenpalast verlesen

Vor dem Präsidentenpalast wurden die offiziellen Forderungen verlesen. Sie umfassen Schutz vor Diskriminierung und Ausgrenzung, vollständige Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen, das Recht auf Ehe und eingetragene Partnerschaften, Adoptionsrechte unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung, erleichterte rechtliche und medizinische Verfahren für Transgender-Personen sowie härtere Maßnahmen gegen Hassrede und Hassverbrechen. Die Liste fordert zudem vereinfachte Visumsverfahren, Respekt im öffentlichen Diskurs und in der Bildung sowie stärkere Tierrechts- und Umweltschutzmaßnahmen.

25 Jahre Sichtbarkeit und Opposition

Die erste Equality-Parade fand 2001 statt. Was als kleine Demonstration begann, ist zu einer Veranstaltung mit Zehntausenden Teilnehmern gewachsen, nicht nur LGBTQ+-Personen. Seit 2011 wird der Marsch von der Stiftung Equality Parade (ehemals Equality Volunteer Association) organisiert.

Ein Gegenprotest erschien entlang der Route mit einem Banner, das an Krzysztof F. erinnerte, einen ehemaligen Aktivisten der Bürgerplattform, der wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen verurteilt wurde. Die Aktivistin Katarzyna Augustynek wurde ebenfalls mit einer beschädigten polnischen Flagge gesichtet.

Pride-Month-Feierlichkeiten gehen weiter

Der Marsch endete gegen 16:00 Uhr zurück im Park Świętokrzyski, wo die Equality Town künstlerische Darbietungen und Stände von NGOs bot, die Menschen mit Behinderungen, Geschlechtergleichstellung und LGBTQ+-Rechte unterstützen. Die Parade ist der Höhepunkt des Pride Month, der in Polen den ganzen Juni über mit Konzerten, Workshops und lokalen Märschen gefeiert wird.

Warschau

7 Quellen

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