
Waldbrand in der Gironde vernichtet 2.000 Hektar, 12.000 Menschen evakuiert
Das Feuer, das am Mittwoch in der Nähe des Arcachon-Beckens ausbrach, hat rund 2.000 Hektar Wald zerstört und die Evakuierung von 12.000 Menschen veranlasst, darunter auch aus Campingplätzen und einem Naturistendorf nördlich von Cap Ferret.
## Brandverlauf Der Waldbraend entzündete sich am Mittwoch, dem 22. Juli, in der Nähe des Arcachon-Beckens im Département Gironde im Südwesten Frankreichs. Am Mittwochabend meldete die Präfektur, dass die Flammen rund 1.200 Hektar Wald verzehrt und mindestens 4.600 Menschen aus dem bedrohten Gebiet evakuiert worden seien. Am Donnerstag, dem 23. Juli, aktualisierte die Präfektur die Zahlen: Das Feuer hatte sich auf 2.000 Hektar ausgebreitet, und die Gesamtzahl der Evakuierten war auf 12.000 gestiegen. Der Brand breitet sich aufgrund hoher Temperaturen und trockener Vegetation rasch aus und ist weiterhin außer Kontrolle. Die Präfektur beschrieb das Feuer in ihrer jüngsten Stellungnahme als „sehr virulent“. Der Brand wütet in einer Region mit Kiefernwäldern und trockenem Buschland, was seine schnelle Ausbreitung begünstigt hat.
- Feuer bricht in der Nähe des Arcachon-Beckens aus.
- 4.600 Evakuierte, 1.200 Hektar verbrannt.
- 2.000 Hektar verbrannt, 12.000 Evakuierte, zusätzlich 7.000 aus Campingplätzen und Naturistendorf evakuiert.
## Evakuierungen Die Evakuierungsanordnung wurde am Donnerstag auf weitere 7.000 Menschen ausgeweitet, so dass sich die Gesamtzahl auf 12.000 erhöht. Die Maßnahme betrifft sechs Campingplätze und ein Naturistenwohngebiet nördlich von Cap Ferret, einem in den Sommermonaten stark touristisch frequentierten Gebiet. Die Präfektur erklärte, die zusätzlichen Evakuierungen seien
vorsorglich
erfolgt. Die erste Evakuierung am Mittwochabend hatte bereits 4.600 Menschen aus ihren Häusern und Unterkünften im Weg des Feuers gebracht. Verletzte wurden weder unter den Anwohnern noch unter den Touristen gemeldet. Die sechs Campingplätze und das Naturistendorf liegen in einem bewaldeten Gebiet nördlich von Cap Ferret, einer Halbinsel, die für ihre Strände und Austernfarmen bekannt ist.
## Löscheinsatz Mehr als 500 Feuerwehrleute wurden zur Bekämpfung der Flammen mobilisiert, wie der italienische Sender Rai berichtete. Bodentruppen arbeiten daran, die Ausbreitung des Feuers durch Kiefernwälder und trockenes Buschland einzudämmen. Die Präfektur koordiniert die Notfallmaßnahmen und gibt regelmäßig Updates. Das Feuer wuchs in weniger als einem Tag von 1.200 auf 2.000 Hektar an, während die Feuerwehrleute mit hohen Temperaturen und trockenem Brennmaterial zu kämpfen hatten. Bis Donnerstagmorgen wurde keine Eindämmung gemeldet. Die Feuerwehr konzentriert sich auf den Schutz besiedelter Gebiete und darauf, das Feuer daran zu hindern, die Küste zu erreichen. Italienische Medien beschrieben den Brand als „fuori controllo“ (außer Kontrolle).
Tourismus- und Umweltauswirkungen
Cap Ferret ist eines der beliebtesten Seebäder an der französischen Atlantikküste und zieht jeden Sommer zahlreiche Urlauber an. Die Evakuierung von Campingplätzen und einem Naturistendorf stört die touristische Hochsaison. Das Arcachon-Becken ist auch für seine Austernzucht und ausgedehnte Kiefernwälder bekannt, die nun durch die vorrückenden Flammen bedroht sind. Das Feuer hat bereits 2.000 Hektar Wald zerstört, mit der Möglichkeit weiterer Schäden, falls keine Eindämmung erreicht wird. Die Evakuierungen haben die Ferien Tausender Touristen unterbrochen, Campingplätze und Ferienhäuser wurden geräumt. Die örtlichen Behörden haben die Menschen aufgefordert, das Gebiet zu meiden und die Sicherheitshinweise zu befolgen.

