Donald Trump hat laut mehreren Berichten vom 17. März 2026 auf eine Blockade der Straße von Hormus gedrängt. Aus Europa und der Nato kam deutliche Kritik, während mehrere arabische Golfstaaten den Kurs demnach unterstützen. Die EU prüft inzwischen als Alternative eine UN-geführte Mission.
Von der Leyen fordert beschleunigte ETS-Überarbeitung
Die Kommissionspräsidentin sprach am 16. März 2026 von einem „realistischeren grünen Wandel“ und verband die Reform mit dem Ziel größerer Planbarkeit bei steigenden ETS-Preisen.
Zusätzliche Kosten für fossile Energieimporte
Nach Angaben der Kommission hat die EU wegen hoher Preise bereits zusätzliche 6 Milliarden Euro für Importe fossiler Energien aufgewendet.
Neun Mitgliedstaaten unterstützen den Reformkurs
Laut Adnkronos steht eine Gruppe von neun EU-Staaten hinter Initiativen zur ETS-Revision, was dem Vorstoß politisches Gewicht verleiht.
Kommission sendet differenzierte Botschaft
Ein nicht namentlich genannter EU-Vizepräsident betonte nach ANSA die positive Bilanz des ETS für die Wettbewerbsfähigkeit, hielt eine Überarbeitung aber zugleich für notwendig.
Polnische Energiewerte reagieren unmittelbar
An der Warschauer Börse stiegen am 17. März 2026 die Aktien von Energieunternehmen, nachdem Signale für eine mögliche Lockerung des ETS bekannt wurden.
Donald Trump hat laut mehreren am 17. März 2026 veröffentlichten Berichten auf eine Blockade der Straße von Hormus gedrängt und damit scharfe Kritik europäischer Verbündeter und der Nato ausgelöst. Zugleich erhielt er den Berichten zufolge Rückhalt aus mehreren arabischen Golfstaaten. Der Vorstoß hat den Konflikt zwischen Washington und seinen traditionellen westlichen Partnern vertieft. Trump soll auf die europäische Ablehnung seiner Position mit den Worten reagiert haben, „wir brauchen die Nato nicht“.
Die Entwicklung vollzieht sich vor dem Hintergrund akuter militärischer Spannungen. Berichten zufolge haben Iran und Israel gegenseitig Luftangriffe ausgeführt. Die diplomatischen Folgen haben die Europäische Union dazu veranlasst, einen alternativen Ansatz zu prüfen, der auf einer UN-geführten Mission beruht. Dieses Modell orientiert sich an der Regelung des Getreidekorridors im Schwarzen Meer, die während des Ukraine-Kriegs genutzt wurde. Die Abweichung zwischen Washington und Brüssel zählt in den vergangenen Monaten zu den deutlichsten öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vereinigten Staaten und ihren europäischen Verbündeten.
Golfstaaten drängen Washington zu einem härteren Kurs gegen Iran Mehrere arabische Golfstaaten haben die Vereinigten Staaten nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ANSA demnach gedrängt, nicht bei Iran stehen zu bleiben. Das deutet auf ein gewisses regionales Einverständnis mit einem härteren amerikanischen Kurs hin. Diese Unterstützung aus den Hauptstädten am Golf verschafft der Regierung Trump einen gewissen regionalen Rückhalt, während sich europäische Regierungen von dem Vorschlag einer Blockade distanziert haben. Trump, der 47. Präsident der Vereinigten Staaten und seit Januar 2025 in seiner zweiten Amtszeit, stellt die Frage der Straße von Hormus demnach als Instrument wirtschaftlichen und strategischen Drucks auf Iran dar. Die berichtete Aussage „wir brauchen die Nato nicht“ fügt sich in ein breiteres Muster von Spannungen zwischen der Regierung Trump und dem transatlantischen Bündnis ein. Europäische Regierungen haben es abgelehnt, das Konzept einer Blockade zu unterstützen. Damit stehen Washington und Brüssel in einer wichtigen politischen Grundsatzfrage auf entgegengesetzten Seiten. Besonders ins Gewicht fällt das wegen der zentralen Bedeutung der Meerenge für die globalen Energiemärkte und wegen der möglichen wirtschaftlichen Folgen jeder Störung des Schiffsverkehrs auf dieser Route.
EU prüft UN-Modell nach dem Vorbild des Getreidekorridors Die Europäische Union erwägt laut ANSA eine UN-geführte Mission für die Straße von Hormus. Als Vorlage dient dabei der sogenannte Getreidekorridor, über den ukrainische Getreideexporte durch das Schwarze Meer ermöglicht wurden. Dieses Modell beruhte auf multilateraler Aufsicht und internationaler Autorisierung, um Handelsschiffen in einem umkämpften maritimen Umfeld sichere Passage zu gewähren. Der europäische Ansatz zielt darauf, die Freiheit der Schifffahrt zu sichern, ohne eine einseitige amerikanische Blockade zu billigen. Damit würde eine diplomatische Alternative angeboten, die international breitere Unterstützung finden könnte. Der Vorschlag spiegelt die europäische Präferenz für multilaterale Rahmenlösungen statt einseitiger Zwangsmaßnahmen bei sensiblen maritimen Konflikten wider. Ob eine solche Mission im UN-Sicherheitsrat angesichts der geopolitischen Lagerbildungen Aussicht auf Erfolg hätte, bleibt nach der verfügbaren Berichterstattung offen. Dass die EU diese Möglichkeit prüft, zeigt, wie stark europäische Hauptstädte im Umgang mit Iran um eine von Washington unabhängige Position bemüht sind.
Rubio und Seoul betonen die wirtschaftliche Bedeutung von Hormus US-Außenminister Marco Rubio, der zugleich geschäftsführender Nationaler Sicherheitsberater ist, und südkoreanische Vertreter einschließlich des früheren Außenministers Cho Tae-yul waren sich nach einer von Reuters am 16. März 2026 aufgegriffenen Mitteilung aus Seoul einig, dass die Straße von Hormus für die Weltwirtschaft von zentraler Bedeutung ist. Cho Tae-yul, ein südkoreanischer Diplomat, der von 2024 bis 2025 als Außenminister amtierte, wurde dabei als wichtiger Gesprächspartner genannt. Die Übereinstimmung in der Bewertung der wirtschaftlichen Bedeutung der Meerenge verweist auf gemeinsame Sorgen amerikanischer Partner in Asien über mögliche Folgen einer länger anhaltenden Unterbrechung der Energieflüsse durch diese Wasserstraße. Südkorea hat als bedeutender Importeur von Öl aus der Golfregion ein unmittelbares wirtschaftliches Interesse an stabilen Schifffahrtsrouten durch Hormus. Rubios Doppelfunktion als 72. Außenminister der Vereinigten Staaten und geschäftsführender Nationaler Sicherheitsberater macht ihn zur zentralen Figur bei der Steuerung der diplomatischen Dimensionen der Auseinandersetzung um Hormus. Die übereinstimmende amerikanische und südkoreanische Einschätzung der Bedeutung der Meerenge steht im Kontrast zu den deutlich schärferen Meinungsverschiedenheiten zwischen Washington und europäischen Hauptstädten über die angemessene politische Antwort auf Iran.