US-Präsident Donald Trump hat die Teilnahme der iranischen Fußballnationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 2026 mit Sicherheitsbedenken infrage gestellt, was eine scharfe Reaktion aus Teheran nach sich zog.

Trumps Sicherheitsbedenken

US-Präsident Trump rät dem Iran aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage von einer Teilnahme an der WM 2026 ab.

Reaktion des iranischen Verbandes

Der iranische Fußballverband weist die Äußerungen als Angriff auf die Souveränität zurück und fordert Sicherheitsgarantien.

Forderung nach FIFA-Intervention

Menschenrechtsorganisationen fordern die FIFA auf, die Sicherheit und Inklusivität des Turniers zu gewährleisten.

US-Präsident Donald Trump erklärte am 12. März 2026, dass eine Teilnahme der iranischen Fußballnationalmannschaft an der kommenden Weltmeisterschaft 2026 aus Gründen der persönlichen Sicherheit der Spieler nicht angemessen sei. Auf seiner Truth Social-Plattform merkte Donald Trump an, dass die Mannschaft zwar technisch gesehen willkommen sei, das aktuelle geopolitische Klima eine Anreise jedoch als unratsam erscheinen lasse. Diese Äußerung folgt auf eine Phase erhöhter Spannungen und Konflikte zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte zuvor erklärt, dass Donald Trump Zusicherungen gegeben habe, wonach der iranischen Delegation die Einreise in das Land für das Turnier gewährt werde. Die Weltmeisterschaft 2026 wird gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko in mehreren nordamerikanischen Städten ausgerichtet. „Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es für ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit angemessen ist” — Donald Trump via Reuters

Die iranische Nationalmannschaft und die Football Federation Islamic Republic of Iran gaben am 13. März 2026 eine scharfe Erwiderung auf die Bemerkungen des amerikanischen Präsidenten ab. In einer öffentlichen Stellungnahme betonte die Nationalmannschaft, dass keine externe Macht die Befugnis habe, sie von der Teilnahme an dem globalen Turnier auszuschließen. Die FFIRI argumentierte zudem, dass die Vereinigten Staaten nicht als Gastgeber der Weltmeisterschaft fungieren sollten, wenn sie die Sicherheit internationaler Athleten nicht gewährleisten könnten. Iranische Funktionäre bezeichneten die Kommentare als direkten Angriff auf ihre Souveränität und ihre sportliche Qualifikation. Der Iran hat sich bereits für den Wettbewerb qualifiziert und ist derzeit für die Austragung seiner Gruppenspiele in Los Angeles und Seattle vorgesehen. „Niemand kann die iranische Nationalmannschaft ausschließen” — Iranian National Team via SAPO

Human Rights Watch und mehrere andere internationale Menschenrechtsorganisationen haben die FIFA dazu aufgerufen, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Inklusivität der Weltmeisterschaft 2026 zu wahren. Diese Gruppen drängen den Weltfußballverband dazu, spezifische Schutzvorkehrungen für Mannschaften zu implementieren, die diplomatischen oder sicherheitsrelevanten Bedrohungen ausgesetzt sind. Die Organisationen betonten, dass die FIFA ihre eigenen Statuten in Bezug auf Nichtdiskriminierung und die Sicherheit aller Teilnehmer wahren müsse. Die FIFA hat bislang keine formelle Antwort auf die jüngsten Entwicklungen oder die Infragestellung der Eignung der USA als Gastgeber durch den iranischen Verband gegeben. Das Turnier markiert das erste Mal, dass sich drei Nationen die Gastgeberpflichten für eine FIFA-Weltmeisterschaft teilen. Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wird die 23. Ausgabe des Turniers sein und die erste, an der 48 Mannschaften teilnehmen. Die Vereinigten Staaten waren bereits 1994 Gastgeber des Turniers, während Mexiko 1970 und 1986 als Gastgeber fungierte. Kanada hat noch nie die Männer-Weltmeisterschaft ausgerichtet, war jedoch 2015 Gastgeber der Frauen-Weltmeisterschaft. Die Auswahl der nordamerikanischen Bewerbung erfolgte während des 68. FIFA-Kongresses in Moskau im Jahr 2018.

Diplomatische Chronologie der WM-Teilnahme Iran-USA: — ; — ; —