Das US-Handelsministerium hat das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025 deutlich nach unten korrigiert, während Daten von Eurostat einen Rückgang der Industrieproduktion in der Europäischen Union zu Beginn des Jahres 2026 belegen.
US-BIP-Revision
Das US-Wachstum für das vierte Quartal 2025 wurde auf 0,7 Prozent nach unten korrigiert.
Industrieabschwung in der EU
Die Industrieproduktion in der Eurozone und der EU sank im Januar 2026 deutlich.
Anhaltende Inflation
Globale Inflationssorgen bleiben bestehen, verstärkt durch geopolitische Risiken.
Das US-Handelsministerium hat am 13. März 2026 das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025 auf eine annualisierte Rate von 0,7 Prozent nach unten korrigiert. Diese endgültige Schätzung stellt eine deutliche Reduzierung gegenüber dem ursprünglichen Bericht von 1,4 Prozent Wachstum für denselben Zeitraum dar. Die Revision zeigt, dass sich die amerikanische Wirtschaft in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres stärker verlangsamt hat als zuvor angenommen. Analysten stellten fest, dass die Abkühlung teilweise durch die Auswirkungen eines Stillstands der Bundesregierung und anhaltend hohe Zinssätze beeinflusst wurde. Die annualisierte Rate von 0,7 Prozent deutet darauf hin, dass die Wirtschaft zum Jahresende nahe an der Stagnation lag. Nach der Ankündigung verlor der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen an Wert, da die Anleger ihre Erwartungen für das zukünftige Wachstum anpassten. Das US-Handelsministerium veröffentlicht in der Regel drei Versionen der BIP-Daten für jedes Quartal, um vollständigere Informationen einzubeziehen, sobald diese verfügbar sind. Im Laufe des Jahres 2025 war die amerikanische Wirtschaft mit schwankenden Verbraucherausgaben und sich ändernden fiskalpolitischen Maßnahmen konfrontiert. Historische Daten zeigen, dass Stillstände der Regierung oft zu verzögerten Staatsausgaben und einem verringerten Vertrauen des Privatsektors führen, was die Quartalsergebnisse beeinflusst. Die Verlangsamung im Jahr 2025 folgt auf einen Zeitraum, in dem die Federal Reserve die Zinssätze hoch hielt, um die Inflation nach der Pandemie zu bekämpfen.
Die industrielle Aktivität in der Europäischen Union verzeichnete laut Daten von Eurostat zu Beginn des Jahres 2026 ebenfalls einen Abschwung. Die Industrieproduktion im Euroraum fiel im Januar 2026 im Vergleich zum Dezember 2025 um 1,5 Prozent. Die breitere Europäische Union verzeichnete im gleichen Zeitraum einen etwas größeren Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. In Italien meldete das nationale Statistikamt Istat, dass die Industrieproduktion im Januar um 0,6 Prozent zurückging. Diese Zahlen deuten auf einen schwachen Start für den europäischen Fertigungssektor hin, noch bevor die vollen Auswirkungen potenzieller Energiepreiserhöhungen spürbar werden. Der Rückgang markiert eine Umkehrung des Jahresdurchschnitts von 2025, der sowohl im Euroraum als auch in der EU einen Produktionsanstieg von 1,5 Prozent verzeichnet hatte. Veränderung der Industrieproduktion Januar 2026: Euroraum: -1, 5, Europäische Union: -1, 6, Italien: -0, 6
Inflationsdruck blieb im weiteren Verlauf des Jahres 2026 ein Hauptanliegen der globalen politischen Entscheidungsträger. Die Federal Reserve stellte fest, dass ihr bevorzugter Inflationsindikator, der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), im Januar ein hartnäckiges zugrunde liegendes Preiswachstum zeigte. In Spanien meldete die autonome Gemeinschaft Extremadura, dass die Inflation im Februar 2026 um 2,5 Prozent gestiegen ist. Dieser Anstieg machte die Region für diesen Monat zum Gebiet mit der dritthöchsten Inflationsrate in Spanien. Marktanalysten warnten, dass geopolitische Spannungen, insbesondere solche, die den Iran und die Straße von Hormus betreffen, die Energiemärkte weiter destabilisieren und die Bemühungen zur Preiskontrolle erschweren könnten. Die Kombination aus revidiertem niedrigerem Wachstum in den USA und anhaltender Inflation in Europa hat die globalen Wirtschaftsaussichten für die erste Jahreshälfte eingetrübt. „GDP grew at 0.7% annual rate late last year, down from initial reported pace of 1.4%” (Das BIP wuchs Ende letzten Jahres mit einer jährlichen Rate von 0,7 %, ein Rückgang gegenüber dem ursprünglich gemeldeten Tempo von 1,4 %) — Justin Lahart via The Wall Street Journal Revision des US-BIP-Wachstums: 2025-Q4-Initial: 1, 4, 2025-Q4-Revidiert: 0, 7