Italien verzeichnete im Januar 2026 einen Rückgang der Industrieproduktion um 0,6 Prozent, während Argentinien mit einer Inflation von über 33 Prozent zu kämpfen hat. Gleichzeitig feiert die italienische Diplomatie einen Erfolg in den Handelsbeziehungen mit den USA.
Rückgang der Produktion in Italien
Das nationale Statistikinstitut Istat bestätigte einen Rückgang der Industrieproduktion um 0,6% im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat.
Erfolg für italienische Nudelhersteller
Das US-Handelsministerium senkte die Antidumpingzölle auf italienische Nudeln, was als diplomatischer Erfolg von Antonio Tajani gewertet wird.
Inflationskrise in Argentinien
Die Jahresinflation in Argentinien stieg im Februar auf 33,1% und übertraf damit die Prognosen der Analysten.
Volatilität an der Mailänder Börse
Der Index Piazza Affari holte die Verluste vom 12. März dank einer verbesserten Stimmung an der Wall Street wieder auf.
Die Industrieproduktion in Italien sank im Januar 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent, wie die neuesten Daten des nationalen Statistikinstituts Istat bestätigten. Die negative Entwicklung zu Jahresbeginn folgt auf eine Phase großer Volatilität im verarbeitenden Gewerbe der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. Gleichzeitig informierte das italienische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit über die Entscheidung des US-Handelsministeriums, Antidumpingzölle auf italienische Nudelhersteller zu senken. Farnesina teilte mit, dass die Lockerung der Handelsbeschränkungen durch Washington das Ergebnis diplomatischer Bemühungen sei und darauf abziele, einen wichtigen italienischen Exportsektor zu unterstützen. Der Ressortchef Antonio Tajani wies auf die Bedeutung dieser Entscheidung für die Handelsbeziehungen mit den USA hin.
Die wirtschaftliche Lage in Argentinien bleibt angespannt, nachdem die Inflationsdaten für Februar 2026 veröffentlicht wurden, die einen jährlichen Anstieg von 33,1 Prozent auswiesen. Der monatliche Preisanstieg von 2,9 Prozent fiel höher aus, als Marktanalysten erwartet hatten, was die Wirksamkeit der bisherigen Geldpolitik in Frage stellt. Trotz dieser Werte bekräftigte der argentinische Präsident Javier Milei seine Ankündigung, den Preisanstieg in den kommenden Monaten radikal zu bekämpfen. Argentinien kämpft seit Jahrzehnten mit chronischer Hyperinflation und Schuldenkrisen, die zu mehreren Staatsbankrotten führten. Javier Milei, Wirtschaftswissenschaftler und Politiker, der seit 2023 das Amt des Präsidenten bekleidet, trat mit einem Programm radikaler Ausgabenkürzungen und der Dollarisierung der Wirtschaft die Regierung an. Im Februar 2026 kam es zum Rücktritt des Leiters des nationalen Statistikinstituts, was eine politische Debatte über die Glaubwürdigkeit der veröffentlichten Wirtschaftsdaten auslöste. „Il mio obiettivo rimane quello di portare l'inflazione a zero entro agosto 2026” (Mein Ziel bleibt es, die Inflation bis August 2026 auf null zu bringen.) — Javier Milei via ANSA
An den Finanzmärkten in Mailand wurde eine hohe Volatilität verzeichnet, die am Handelstag des 13. März 2026 zu einem Aufholen der Verluste führte. Am Vortag hatte der Hauptindex der Börse Piazza Affari mit einem Minus von 0,71 Prozent geschlossen, wobei Aktien aus dem Bankensektor am stärksten verloren. Zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Donnerstagsnotierungen verlor der Mailänder Parkett sogar bis zu 1,38 Prozent und war damit einer der schwächsten in Europa. Die Stimmung besserte sich am Freitagmorgen, als die Terminkontrakte an der Wall Street zu gewinnen begannen, was dem italienischen Index ermöglichte, auf null zu gehen und die früheren Verluste auszugleichen.
Mentioned People
- Antonio Tajani — Vizepräsident des Ministerrats der Italienischen Republik sowie Minister für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit in der Regierung Meloni seit dem 22. Oktober 2022.
- Javier Milei — Argentinischer Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, der seit 2023 das Amt des 59. Präsidenten Argentiniens bekleidet.