Kräftiger Schneefall hat die Schweiz am 14. und 15. März 2026 in mehreren Regionen beeinträchtigt. In Saas und Küblis kam es zu Stromausfällen, auf der Alpensüdseite wurde eine hohe Lawinengefahr ausgerufen. Betroffen waren zudem der Verkehr, einzelne Orte in den Alpen und Sportveranstaltungen in mehreren Kantonen.

Lawinenwarnung auf Stufe 4

Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung warnte auf der Alpensüdseite und am angrenzenden Alpenhauptkamm vor hoher Lawinengefahr.

Stromausfälle in Saas und Küblis

In Saas im Kanton Wallis und in Küblis im Kanton Graubünden wurden infolge des Schneefalls Stromausfälle gemeldet.

Straße nach Saas-Almagell gesperrt

Wegen der Schneemengen wurde die Zufahrtsstraße nach Saas-Almagell geschlossen, das Dorf war damit von der Hauptverbindung im Tal abgeschnitten.

47 Zentimeter Neuschnee in Zermatt

Nach Angaben von SRF News wurden in Zermatt 47 Zentimeter Neuschnee registriert.

Absagen im Sport und weitere Einschränkungen

Der Tages-Anzeiger berichtete über abgesagte Fußballspiele, Watson.ch über weitere Folgen des plötzlichen Wintereinbruchs.

Kräftiger Schneefall ist am 14. und 15. März 2026 über die Schweiz gezogen und hat in Saas und Küblis Stromausfälle verursacht. Zudem veranlasste der Wintereinbruch die Behörden, für die Alpensüdseite eine hohe Lawinengefahr auszurufen. Der abrupte Wechsel zurück zu winterlichen Verhältnissen beeinträchtigte in mehreren Kantonen den Alltag, den Verkehr und Sportveranstaltungen. Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung warnte vor Lawinengefahr der Stufe 4 auf der südlichen Seite der Alpen und am angrenzenden Alpenhauptkamm. Auch der Bund warnte nach einem Bericht von 20 Minuten vor der Lawinensituation. In Zermatt wurden nach Angaben von SRF News 47 Zentimeter Neuschnee gemessen.

Für die Lawinengefahr galt Stufe 4. Auf der fünfteiligen europäischen Skala wird diese Stufe als „hoch“ eingestuft. Betroffen waren die Alpensüdseite und der angrenzende Alpenhauptkamm. Das SLF mit Sitz in Davos im Kanton Graubünden veröffentlichte die Warnung im Rahmen seines regulären Lawinenbulletins. Stromausfälle wurden aus Saas, einer Talgemeinde im Kanton Wallis, und aus Küblis, einer Gemeinde im Kanton Graubünden, gemeldet. Die Zufahrtsstraße nach Saas-Almagell wurde wegen der Schneemengen gesperrt. Damit war das Dorf von der Hauptverbindung im Tal abgeschnitten. Solche Straßensperrungen sind in engen Alpentälern eine übliche Vorsichtsmaßnahme, wenn die Lawinengefahr steigt.

In der Schweiz kommt es im späten Winter und frühen Frühjahr wiederholt zu Schneefällen, die in Alpengemeinden erhebliche Beeinträchtigungen verursachen können. Besonders stark betroffen ist die Alpensüdseite, die bei südlichen Wetterlagen häufig großen Niederschlagsmengen ausgesetzt ist. Dieses Muster ist in der Schweiz als „Südstau“ bekannt. Lawinengefahr der Stufe 4 wird auf der europäischen Lawinengefahrenskala als „hoch“ eingestuft. Das bedeutet, dass in steilem Gelände sowohl spontane als auch von Menschen ausgelöste Lawinen wahrscheinlich sind. Der Kanton Graubünden, in dem Küblis liegt, zählt flächenmäßig zu den größten Kantonen der Schweiz und umfasst zahlreiche Berggemeinden, die anfällig für Störungen durch winterliches Wetter sind.

Die Rückkehr winterlicher Verhältnisse wirkte sich auch auf den Sport aus. Nach Angaben des Tages-Anzeigers wurden Fußballspiele wegen des Schneefalls abgesagt. Watson.ch berichtete zudem über weitergehende Einschränkungen infolge des plötzlichen Wintereinbruchs. Die Störungen folgten auf eine Phase, in der sich in Teilen des Landes bereits Frühlingswetter durchzusetzen begann. Dadurch traf der Schneefall viele Regionen besonders abrupt. SRF News bezeichnete das Ereignis als ein „kurzes Comeback“ des Winters. Das deutet darauf hin, dass Meteorologen nicht mit einem länger anhaltenden Wintereinbruch rechneten. Die gleichzeitigen Beeinträchtigungen im Verkehr, Ausfälle in der Infrastruktur und Absagen im Sport zeigen, wie weitreichend die Folgen eines einzelnen späten Schneefallereignisses in den Schweizer Alpenregionen sein können.