Die neuesten Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 zeigen einen deutlichen Rückgang der Gewaltkriminalität in Hamburg und Schleswig-Holstein, trotz eines besorgniserregenden Anstiegs von Messerangriffen.
Rückgang der Gewalt in der Region
In Schleswig-Holstein sank die Zahl der Gewaltdelikte um 5,7%, in Hamburg um 5,4%.
Rekord-Aufklärungsquote in Hamburg
Senator Andy Grote verkündete die höchste Aufklärungsquote von Straftaten seit 1997 mit 49,1%.
Anstieg der Messerangriffe
Trotz allgemeiner Rückgänge wies Ministerin Magdalena Finke auf die steigende Zahl von Vorfällen mit Messern in Schleswig-Holstein hin.
Sichererer öffentlicher Nahverkehr
In Hamburg wurde ein deutlicher Rückgang der Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln um 12,4% verzeichnet.
Im Jahr 2025 wurde in Hamburg und Schleswig-Holstein ein deutlicher Rückgang der Zahl der Gewaltdelikte verzeichnet, trotz eines gleichzeitigen Anstiegs der Messerangriffe im nördlichen Bundesland. Diese Daten stammen aus der neuesten Polizeilichen Kriminalstatistik, die am 12. März 2026 von Vertretern der Behörden beider Regionen vorgestellt wurde. In Schleswig-Holstein sank die Gesamtzahl der Straftaten um 16,2 Prozent auf 178.923 Fälle. Innenministerin Magdalena Finke wies auf einen positiven Trend im Bereich der öffentlichen Sicherheit hin, betonte aber gleichzeitig die Notwendigkeit, neue Bedrohungen zu überwachen.
In der Kategorie der Gewaltdelikte wurde in Schleswig-Holstein ein Rückgang um 5,7 Prozent verzeichnet, was sich in 6.329 Vorfällen im Laufe des Jahres niederschlug. Die Ordnungskräfte zeigten eine hohe Effektivität bei der Verfolgung der Täter dieser Straftaten und erreichten eine Aufklärungsquote von 80,8 Prozent. Trotz der allgemeinen Verbesserung der Statistiken bereitet die steigende Zahl von Angriffen mit Messern Besorgnis, was die lokale Polizei zwingt, ihre Präventionsstrategien anzupassen. Die allgemeine Aufklärungsquote für alle Deliktskategorien in diesem Bundesland betrug 57,7 Prozent.
Innensenator Andy Grote aus Hamburg informierte über einen ähnlichen Trend in der Stadt, wo die Gesamtzahl der Straftaten um 5 Prozent auf 213.596 Fälle gesunken ist. Die Gewaltkriminalität in der Metropolregion ging im Jahresvergleich um 5,4 Prozent zurück. Ein Schlüsselerfolg der Hamburger Polizei ist die gestiegene allgemeine Effektivität ihrer Maßnahmen, die zur höchsten Aufklärungsquote seit fast drei Jahrzehnten führte.
Die vorgestellten Daten bilden die Grundlage für die Planung der Sicherheitspolitik in Norddeutschland in den kommenden Jahren. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wird in Deutschland seit 1953 jährlich vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlicht. Das Dokument basiert auf Daten über von der Polizei registrierte Straftaten und dient der Analyse von Kriminalitätstrends und der Effektivität der Strafverfolgungsbehörden. Die Zusammenstellung umfasst Informationen über die Anzahl der Straftaten, Profile der Verdächtigen sowie Aufklärungsquoten in den einzelnen Bundesländern. Die PKS für das Jahr 2025 deutet auf eine Stabilisierung der Lage in den nördlichen Regionen hin, auch wenn der Anstieg der Angriffe mit gefährlichen Werkzeugen ein Brennpunkt in der öffentlichen Debatte bleibt.
Mentioned People
- Magdalena Finke — deutsche CDU-Politikerin, seit 2025 Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein
- Andy Grote — deutscher SPD-Politiker, seit 2016 Innensenator und Senator für Sport in Hamburg