Die Administration von Präsident Donald Trump hat eine umfassende Untersuchung zu unfairen Handelspraktiken und Zwangsarbeit eingeleitet, die 60 Länder umfasst. Die Maßnahmen haben sofortigen Widerstand von Indien, China und der Europäischen Union hervorgerufen und drohen, globale Lieferketten zu destabilisieren.
Untersuchung gegen 60 Länder
Das Büro des Handelsbeauftragten der USA (USTR) untersucht die Ausbeutung von Zwangsarbeit als Grundlage für die Verhängung neuer Zolltarife.
Widerstand wichtiger Partner
Indien hat die Arbeiten an einem Handelsabkommen ausgesetzt, und China und die EU kritisieren die Maßnahmen Washingtons als Schlag gegen den freien Handel.
Trumps Verhandlungsstrategie
Experten bewerten, dass die massiven Untersuchungen die Position der USA stärken und die Umgehung von WTO-Verfahren bei der Einführung von Restriktionen ermöglichen sollen.
Die Administration von Präsident Donald Trump hat eine umfassende Untersuchung zu unfairen Handelspraktiken eingeleitet, die 60 Länder umfasst und sich auf die Ausbeutung von Zwangsarbeit konzentriert. Das Büro des Handelsbeauftragten der USA (USTR), geleitet von Jamieson Greer, überwacht die Maßnahmen, die darauf abzielen, den Zolldruck aus Washington wieder aufzubauen. Die Initiative wird als zentraler Bestandteil der Wirtschaftsstrategie der neuen Regierung angesehen, die darauf abzielt, den amerikanischen Markt vor Waren zu schützen, die unter Bedingungen hergestellt werden, die Arbeitsstandards verletzen. Offiziellen Mitteilungen zufolge soll die Untersuchung überprüfen, inwieweit die Handelspartner der USA von unzulässigen Praktiken profitieren, was die Grundlage für die Verhängung neuer Zölle bilden könnte. 60 (państw) — von der neuen US-Handelsuntersuchung betroffene Länder Donald Trump nutzte während seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 wiederholt Zölle als Instrument der Außenpolitik, was unter anderem zu einem Handelskrieg mit China führte. Im Jahr 2018 verhängte die US-Regierung Zölle auf Stahl und Aluminium und berief sich dabei auf nationale Sicherheitsinteressen, was zu einer Reihe von Verfahren vor der Welthandelsorganisation führte. Die aktuelle Untersuchung zu Zwangsarbeit stellt eine Rückkehr zum protektionistischen Kurs dar, jedoch in einem viel größeren, globalen Maßstab.
Die Entscheidung Washingtons löste sofortige Verwerfungen in den Beziehungen zu wichtigen Wirtschaftspartnern aus, darunter Indien. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hat die Regierung in Neu-Delhi beschlossen, die Arbeiten an einem potenziellen Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten aufgrund der angekündigten Untersuchung auszusetzen. Indische Quellen weisen darauf hin, dass die neue Untersuchung ein ernsthaftes Hindernis für die Fortsetzung der bisherigen bilateralen Verhandlungen darstellt. Gleichzeitig kündigte Singapur an, einen direkten Dialog mit Jamieson Greer aufnehmen zu wollen, um die Auswirkungen der amerikanischen Maßnahmen auf den regionalen Warenverkehr zu klären. Die asiatischen Staaten befürchten, dass der strenge Ansatz in Bezug auf Zwangsarbeit als Vorwand für die Einführung von Handelsbarrieren genutzt werden könnte. Reaktionen auf die US-Handelsuntersuchung: 12. März — Reaktion Singapurs und der EU; 13. März, vormittags — Kritik aus China; 13. März, mittags — Entscheidung Indiens
China kritisierte die amerikanische Untersuchung scharf und nannte sie einen Schlag gegen die Stabilität des Welthandels kurz vor den geplanten diplomatischen Gesprächen in Paris. Peking behauptet, die Maßnahmen Washingtons seien einseitig und verletzten die Grundsätze der internationalen Zusammenarbeit. Auch die Europäische Union äußerte Besorgnis und forderte die Administration von Donald Trump auf, die bestehenden Vereinbarungen einzuhalten. Vertreter der Gemeinschaft appellierten, dass die Vereinigten Staaten Europa als Verbündeten bei der Lösung des Problems der globalen Überproduktion betrachten sollten und nicht als Quelle von Handelsproblemen. Brüssel betont, dass eine gemeinsame Bewältigung der Marktherausforderungen wirksamer wäre als die Verhängung von Straf-zöllen gegen enge Partner. „The US should view us as an ally in tackling overcapacity, not as a source of the problem” (Die USA sollten uns als Verbündeten bei der Bewältigung der Überkapazitäten betrachten, nicht als Quelle des Problems.) — EU-Vertreter via Reuters
Mentioned People
- Donald Trump — 47. Präsident der Vereinigten Staaten, Politiker der Republikanischen Partei, Medienpersönlichkeit und Geschäftsmann.
- Jamieson Greer — Handelsbeauftragter der Vereinigten Staaten (USTR), Leiter der für die Handelspolitik zuständigen Behörde.