Das US-Handelsrepräsentantenamt unter der Leitung von Jamieson Greer hat umfassende Untersuchungen zu Zwangsarbeit und übermäßigen Produktionskapazitäten eingeleitet, was sofortigen Widerstand aus Indien und China auslöste.
Ermittlungen in 60 Ländern
Die USA untersuchen Praktiken der Zwangsarbeit in etwa 60 Volkswirtschaften und streben die Wiederherstellung von Zolldruck an.
Sektion 301 und Produktionskapazitäten
Parallele Ermittlungen zielen auf übermäßige Produktionskapazitäten bei 16 wichtigen Handelspartnern.
Reaktion Indiens und Chinas
Indien setzte Gespräche über ein Handelsabkommen aus, und China wirft Washington Protektionismus vor.
Rekordüberschuss Vietnams
Daten vom Januar 2026 zeigen, dass Vietnam den größten Handelsbilanzüberschuss im Handel mit den USA aufweist.
Die Regierung von Präsident Donald Trump hat massive Ermittlungen wegen unlauterer Handelspraktiken eingeleitet, wobei der Schwerpunkt auf dem Thema Zwangsarbeit in etwa 60 Ländern liegt. Diese Maßnahmen, koordiniert durch das Büro des US-Handelsrepräsentanten (USTR), sind Teil einer breiteren Strategie zur Wiederherstellung von Zolldruck auf ausländische Partner. Parallel dazu führt Jamieson Greer, der Leiter des USTR, eine Untersuchung auf Grundlage von Sektion 301 zu übermäßigen Produktionskapazitäten bei 16 wichtigen Handelspartnern durch. Die Entscheidung Washingtons, mit einem so breiten Angriff auf globale Lieferketten vorzugehen, hat sofortige Unruhe auf den internationalen Märkten und unter den Verbündeten der USA ausgelöst. Die Handelspolitik von Donald Trump basierte seit seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 auf der aggressiven Nutzung von Zöllen als Verhandlungsinstrument, insbesondere gegenüber China. Damals führten Ermittlungen nach Sektion 301 zur Verhängung von Zöllen auf chinesische Waren im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar. Die aktuelle Offensive, die bis zu 60 Länder umfasst, ist geografisch deutlich breiter angelegt als die Maßnahmen der US-Regierung in den Vorjahren. Die Reaktionen auf die neue US-Zolloffensive sind durchweg negativ, und erste Handelspartner ergreifen bereits Vergeltungsmaßnahmen oder setzen die bisherige Zusammenarbeit aus. Indien hat beschlossen, die Gespräche über ein bilaterales Handelsabkommen auszusetzen und begründet diesen Schritt mit der Einleitung neuer US-Ermittlungen. China wiederum hat die Maßnahmen Washingtons vor den geplanten diplomatischen Gesprächen in Paris scharf kritisiert und bezeichnete sie als einen Schlag gegen die globale Handelsstabilität. Die Europäische Union, vertreten durch ihre Führungsspitzen, rief die Vereinigten Staaten auf, bestehende Handelsabkommen zu respektieren und einseitige Maßnahmen zu vermeiden, die zu einer Eskalation von Streitigkeiten führen könnten. 60 (Länder) — Anzahl der von der Zwangsarbeitsermittlung betroffenen Länder Neue Handelsdaten für Januar 2026 werfen ein Licht auf die Gründe für den härteren Kurs der Regierung von Donald Trump und zeigen wachsende Ungleichgewichte im Warenverkehr. Vietnam verzeichnete in diesem Zeitraum den weltweit größten Handelsbilanzüberschuss im Handel mit den Vereinigten Staaten, was das Land ins Zentrum der Aufmerksamkeit amerikanischer Beamter rückt. Gleichzeitig berichtete die US-Zollbehörde über technische Herausforderungen bei der Umsetzung neuer Vorschriften und fiskalischer Mechanismen. Aus offiziellen Mitteilungen geht hervor, dass das für die Zollrückerstattung zuständige System derzeit nur zu 40 bis 80 Prozent fertiggestellt ist, was den Abrechnungsprozess für amerikanische Importeure erschweren könnte. US-Handels-Offensive im März 2026: 12. März — Ankündigung der Ermittlungen; 13. März — Reaktion Indiens und Chinas; 13. März — Appell der Europäischen Union
Mentioned People
- Donald Trump — 47. Präsident der USA, Politiker der Republikanischen Partei, Medienpersönlichkeit und Geschäftsmann
- Jamieson Greer — 20. US-Handelsrepräsentant in der zweiten Trump-Administration, Anwalt und ehemaliger Offizier der Luftwaffe