Das US-Handelsvertreteramt (USTR) hat umfangreiche Ermittlungen nach Section 301 eingeleitet und 60 Länder des Einsatzes von Zwangsarbeit beschuldigt. Diese Schritte fallen mit einem historischen Wandel im Handel zusammen, bei dem Vietnam China als Land mit dem größten Handelsbilanzüberschuss gegenüber den Vereinigten Staaten überholt hat.

Globale USTR-Ermittlungen

Die US-Regierung untersucht 60 Volkswirtschaften, darunter die EU und Kanada, auf Zwangsarbeitspraktiken nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das Zölle einschränkt.

Vietnam ist Überschuss-Spitzenreiter

Vietnam erzielte im Januar 2026 den weltweit größten Handelsbilanzüberschuss mit den USA, trotz zuvor verhängter 20-prozentiger Zölle.

Beziehungen zu Verbündeten

Vizepräsident JD Vance lobt das koreanische Investitionsgesetz, während Kanada und Mexiko um den Erhalt des trilateralen USMCA-Pakts kämpfen.

Zollrückerstattungssystem

Die US-Zollbehörde setzt ein System zur Rückerstattung von Zöllen um, das zu 40-80% fertig ist, um die Auswirkungen von Änderungen in der Handelspolitik abzufedern.

Das US-Handelsvertreteramt (USTR) hat Ermittlungen nach Section 301 gegen 60 Volkswirtschaften wegen des Verdachts auf Zwangsarbeit eingeleitet. Der US-Handelsvertreter Jamieson Greer teilte mit, dass die Verfahren prüfen sollen, ob die Regierungen dieser Staaten ausreichende Schritte zur Einführung und Durchsetzung eines Importverbots für mit Zwangsarbeit hergestellte Waren unternommen haben. Auf der Liste der von den Ermittlungen betroffenen Akteure finden sich nicht nur China und Russland, sondern auch wichtige Verbündete Washingtons, darunter die Europäische Union, Großbritannien, Kanada, Australien, Israel und Indien. Diese Maßnahmen werden als Versuch interpretiert, den Zolldruck der Administration nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom 20. Februar 2026 wieder aufzubauen, das die bisherigen globalen Zölle für illegal erklärt hatte. Section 301 war ein Schlüsselinstrument der Handelspolitik während der ersten Amtszeit von Donald Trump und diente unter anderem zur Verhängung von Strafzöllen auf chinesische Waren im Wert von Hunderten Milliarden Dollar. Die aktuellen Ermittlungen erweitern diesen Mechanismus auf Fragen der Menschenrechte und Arbeitsstandards, was zur Einführung neuer Handelsbarrieren in bisher ungekanntem Ausmaß führen könnte. Die Europäische Union hat Washington bereits aufgefordert, die geltenden internationalen Vereinbarungen einzuhalten.

Parallel zu den neuen Ermittlungen deuten die jüngsten Handelsdaten für Januar 2026 auf erhebliche Verschiebungen in den globalen Lieferketten hin. Vietnam erzielte den weltweit größten Handelsbilanzüberschuss im Handel mit den USA und überholte damit die bisherigen Spitzenreiter – China und Mexiko. Diese Situation besteht trotz geltender Zölle und des dynamischen Wirtschaftswachstums Vietnams, das zuletzt 8 Prozent erreicht hat. Gleichzeitig teilte die US-Zollbehörde mit, dass das IT-System zur Abwicklung von Zollrückzahlungen für Zölle, die auf der Grundlage von gerichtlich für illegal erklärten Vorschriften erhoben wurden, zu 40 bis 80 Prozent fertiggestellt sei. 60 (Ländern) — Anzahl der von den neuen USTR-Ermittlungen betroffenen Volkswirtschaften Status des Zollrückerstattungssystems: Minimaler Fertigstellungsgrad: 40, Maximaler Fertigstellungsgrad: 80

Im Bereich der bilateralen und regionalen Beziehungen setzen US-Beamte die Gespräche mit wichtigen Wirtschaftspartnern fort. US-Vizepräsident JD Vance bekundete bei einem Treffen mit Vertretern aus Seoul Unterstützung für das neue südkoreanische Investitionsgesetz, das die technologische und industrielle Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern vertiefen soll. Die Regierungen Kanadas und Mexikos gaben unterdessen eine gemeinsame Erklärung ab, die die grundlegende Bedeutung des trilateralen Abkommens USMCA für die Stabilität des Kontinents hervorhebt. Diese Erklärung kommt kurz vor der für 2026 geplanten obligatorischen Überprüfung dieses Abkommens, die zum Feld für Neuverhandlungen zentraler Handelsbestimmungen werden könnte. „These investigations are intended to ensure that our trading partners are held to the same standards as the United States in eliminating forced labor from global supply chains” (Diese Ermittlungen sollen sicherstellen, dass unsere Handelspartner bei der Beseitigung von Zwangsarbeit aus globalen Lieferketten denselben Standards wie die Vereinigten Staaten unterliegen.) — Jamieson Greer via Reuters

Schlüsselereignisse in der US-Handelspolitik 2026: 13. Januar — Rekordüberschuss Vietnams; 5. Februar — Steigende Importe aus China nach Vietnam; 20. Februar — Urteil des Obersten Gerichtshofs; 12. März — Einleitung der Ermittlungen Veränderungen im Handelsbilanzüberschuss mit den USA (Januar 2026): Spitzenreiter Überschuss: China / Mexiko → Vietnam; Rechtsgrundlage für Zölle: Globale Zölle (aufgehoben) → Section 301 (Ermittlungen)

Mentioned People

  • Jamieson Greer — 20. US-Handelsvertreter in der zweiten Trump-Administration, Staatsbeamter und Jurist.
  • JD Vance — 50. Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Politiker der Republikanischen Partei und Autor.