Das US-Handelsministerium hat seine Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals 2025 nach unten korrigiert, während neue Daten auf eine abkühlende Wirtschaft bei gleichzeitig anhaltendem Preisdruck hindeuten.
BIP-Revision
Das US-Handelsministerium korrigierte das BIP-Wachstum für das vierte Quartal 2025 nach unten.
Zinspolitik
Großbanken wie Barclays und Goldman Sachs erwarten die erste Zinssenkung der Fed erst im September 2026.
Europäische Konjunktur
Die Industrieproduktion in Italien und Großbritannien zeigt deutliche Schwächeerscheinungen zu Jahresbeginn.
Das US-Handelsministerium hat seine Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals 2025 nach unten korrigiert, während neue Daten auf eine abkühlende Wirtschaft bei gleichzeitig anhaltendem Preisdruck hindeuten. Während der allgemeine Wachstumswert gesenkt wurde, zeigten die Daten für Januar 2026, dass die Kernrate der persönlichen Konsumausgaben und die Verbraucherausgaben robuster blieben, als einige Analysten erwartet hatten. Der Kern-PCE-Preisindex, der volatile Lebensmittel- und Energiekosten ausschließt, stieg in den zwölf Monaten bis Januar laut den neuesten Regierungszahlen um 2,8 Prozent. Dieses Ergebnis entsprach den allgemeinen Markterwartungen, unterstrich jedoch die Schwierigkeit, die langfristigen Ziele der Zentralbank zu erreichen. Die Finanzmärkte reagierten auf den gemischten Datensatz mit einer Rallye, auch wenn die zugrunde liegenden Zahlen einen komplexeren Pfad für die Geldpolitik nahelegten. Die Revision spiegelt einen vollständigeren Datensatz bezüglich der Handelsbilanzen und Lagerbestände am Ende des Vorjahres wider. Große Finanzinstitute haben auf die anhaltenden Inflationsdaten und geopolitischen Risiken reagiert, indem sie ihre Prognosen für eine geldpolitische Lockerung deutlich nach hinten verschoben haben. Sowohl Barclays als auch Goldman Sachs verschoben ihre Prognosen für die erste Zinssenkung der Federal Reserve auf September 2026. Diese Verschiebung erfolgt in einer Zeit, in der die Entscheidungsträger die Risiken verfrühter Zinssenkungen vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und der robusten Binnennachfrage abwägen. Der festere Inflationswert für Januar, bei dem der Kern-PCE nach einigen Messungen im Jahresvergleich um 3,1 Prozent stieg, stellt den größten Anstieg seit Anfang 2024 dar. Analysten merkten an, dass die Kombination aus einer Abwärtsrevision des BIP und einer hartnäckigen Inflation ein herausforderndes Umfeld für den Offenmarktausschuss der Federal Reserve schafft. Infolgedessen haben Investoren ihre Portfolios angepasst, um einem länger anhaltenden Hochzinsumfeld bis zum dritten Quartal des Jahres Rechnung zu tragen. Die wirtschaftliche Dynamik in Europa zeigte zu Beginn des Jahres 2026 ebenfalls Anzeichen einer deutlichen Abkühlung, wobei die Industrieproduktion in mehreren großen Volkswirtschaften zurückging. In Italien meldete das nationale Statistikamt Istat, dass die Industrieproduktion im Januar um 0,6 Prozent zurückging. Gleichzeitig verlor die britische Wirtschaft unerwartet an Fahrt, da Daten des Office for National Statistics (ONS) einen Dynamikverlust zu Beginn des Jahres 2026 zeigten. Diese schwache Wirtschaftsleistung führte zu einem starken Wertverlust des britischen Pfunds gegenüber dem Euro und dem US-Dollar. Die Industrie der Eurozone insgesamt begann das Jahr auf einem fragilen Fundament und sah sich bereits vor der Erfassung der vollen Auswirkungen der jüngsten Energiepreisschwankungen mit Gegenwind konfrontiert. Die Divergenz zwischen einem sich verlangsamenden europäischen Fertigungssektor und einem inflationsanfälligeren US-Dienstleistungssektor bleibt ein Hauptfokus für globale Devisenhändler. Die Federal Reserve begann 2022 mit einem aggressiven Zinserhöhungszyklus, um die höchste Inflation in den Vereinigten Staaten seit vier Jahrzehnten zu bekämpfen. Während sich das Preiswachstum gegenüber seinem Höchststand deutlich abschwächte, waren die letzten Phasen der Rückkehr zum 2-Prozent-Ziel von Volatilität und unerwarteten Datenrevisionen geprägt. Historisch gesehen veröffentlicht das Handelsministerium für jedes Quartal drei Versionen des BIP, sobald umfassendere Daten von Unternehmen und Regierungsbehörden verfügbar werden. In Europa diente die Industrieproduktion häufig als Frühindikator für die allgemeine wirtschaftliche Gesundheit, insbesondere in exportstarken Nationen wie Italien und Deutschland. Die aktuelle Stagnationsphase folgt auf eine Reihe globaler Lieferkettenunterbrechungen und Energiemarktverschiebungen, die Anfang der 2020er Jahre begannen. 0.6 (percent) — Rückgang der italienischen Industrieproduktion im JanuarPrognosen für Zinssenkungen der Federal Reserve: Barclays Forecast (before: Early 2026, after: September 2026); Goldman Sachs Forecast (before: Mid 2026, after: September 2026)US-Kern-PCE-Inflations-Trend: 2025-12: 3.0, 2026-01: 3.1