Die US-Regierung hat das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025 deutlich nach unten korrigiert, während in der Eurozone die Industrieproduktion zu Jahresbeginn unter Druck geriet.
US-BIP-Revision
Das US-Wachstum für das vierte Quartal 2025 wurde von 2,4 auf 1,9 Prozent nach unten korrigiert.
Industrieschwäche in Europa
Italien und Rumänien verzeichnen Rückgänge in der Industrieproduktion, was die Erholung der Eurozone belastet.
Geldpolitische Debatte
Der designierte Fed-Chef Kevin Warsh schlägt eine Koppelung von KI-Entwicklungen an die Zinspolitik vor.
Die US-Regierung hat das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025 am 13. März 2026 von einer ersten Schätzung von 2,4 Prozent auf 1,9 Prozent nach unten korrigiert. Die vom Handelsministerium veröffentlichten BIP-Daten deuteten auf eine deutlichere Verlangsamung hin als zuvor berichtet. Diese Abwärtskorrektur wurde primär auf schwächere Konsumausgaben und ein Handelsdefizit zurückgeführt, das sich als größer erwies, als frühere Berechnungen nahelegten. Nach der Ankündigung schwächte sich der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen ab, da die Anleger ihre Erwartungen für die nationale Wirtschaft anpassten. Die Daten legen nahe, dass die amerikanische Wirtschaft mit weniger Schwung in das neue Jahr gestartet ist als ursprünglich angenommen. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten war nach der Erholungsphase nach der Pandemie in den Jahren 2021 bis 2022 mit schwankenden Wachstumsmustern konfrontiert. Historisch gesehen gibt das Handelsministerium drei Schätzungen für das BIP jedes Quartals heraus: den Vorabbericht, den vorläufigen Bericht und den endgültigen Bericht. Signifikante Revisionen zwischen der ersten und der dritten Schätzung treten häufig auf, wenn den Regierungsstatistikern vollständigere Quelldaten, wie etwa erst spät eintreffende Handelszahlen oder Lagerbestände im Einzelhandel, zur Verfügung stehen. Die Industrieproduktion in der Eurozone zeigte zu Beginn des Jahres 2026 ebenfalls Anzeichen von Schwäche, wobei mehrere Mitgliedstaaten im Januar Rückgänge meldeten. In Italien berichtete das nationale Statistikinstitut Istat, dass die Industrieproduktion im ersten Monat des Jahres um 0,6 Prozent fiel. Rumänien wurde in diesem Zeitraum als einer der Spitzenreiter beim industriellen Rückgang innerhalb der Europäischen Union identifiziert. Diese Zahlen haben Zweifel an der lange prognostizierten Erholung des Industriesektors innerhalb des Blocks aufkommen lassen. Analysten merkten an, dass diese Kontraktionen auftraten, noch bevor die vollen Auswirkungen der jüngsten Energiepreisveränderungen in den offiziellen Daten gemessen werden konnten. 0.6 (Prozent) — Rückgang der italienischen Industrieproduktion im Januar Kevin Warsh, der im Januar 2026 von Donald Trump als Nachfolger von Jerome Powell für den Vorsitz des Federal Reserve Board nominiert wurde, diskutiert derzeit eine neue wirtschaftliche Doktrin. Dieser vorgeschlagene Rahmen zielt darauf ab, eine formelle Verbindung zwischen der Entwicklung der künstlichen Intelligenz und der Festlegung der Zinssätze herzustellen. Kevin Warsh, von 2006 bis 2011 Mitglied des Federal Reserve Board of Governors, präsentiert diesen Ansatz als eine Möglichkeit, die Geldpolitik als Reaktion auf technologische Veränderungen zu modernisieren. Die Doktrin hat unter Ökonomen eine Debatte darüber ausgelöst, ob eine solche Verknüpfung eine notwendige Entwicklung oder ein riskantes Glücksspiel für die Zentralbank darstellt. Die Diskussionen finden statt, während sich die Finanzwelt auf den Führungswechsel bei der US-Zentralbank im Laufe dieses Jahres vorbereitet. „Kevin Warsh, AI and interest rates: a new Fed doctrine or a risky bet?” (Kevin Warsh, KI und Zinssätze: eine neue Fed-Doktrin oder ein riskantes Glücksspiel?) — Kevin Warsh via SAPO Die Kombination aus enttäuschenden US-Wachstumszahlen und schwachen europäischen Industriedaten hat eine vorsichtige Atmosphäre an den globalen Finanzmärkten geschaffen. Investoren beobachten genau, wie die revidierten BIP-Zahlen die zukünftigen Zinsentscheidungen der Federal Reserve beeinflussen könnten. Das größer als erwartet ausgefallene Handelsdefizit in den USA bleibt ein Punkt der Besorgnis für politische Entscheidungsträger, die versuchen, das inländische Wachstum mit internationalen Handelsverpflichtungen in Einklang zu bringen. Unterdessen unterstreicht der industrielle Einbruch in Ländern wie Italien und Rumänien die ungleichmäßige Natur der wirtschaftlichen Erholung innerhalb der Eurozone. Diese Entwicklungen deuten insgesamt darauf hin, dass die großen Weltwirtschaften mit anhaltendem Gegenwind konfrontiert sind, während sie das erste Quartal 2026 durchlaufen. US Q4 2025 BIP-Wachstumsschätzungen: 2026-01: 2.4, 2026-03: 1.9