Das US-Handelsministerium hat die Wachstumszahlen für das vierte Quartal 2025 nach unten korrigiert, während die Inflation hartnäckig bleibt. Gleichzeitig schwächelt die europäische Industrie, und ein US-Gericht schützt die Unabhängigkeit der Federal Reserve vor politischer Einflussnahme.

US-Wachstum nach unten korrigiert

Das BIP-Wachstum für das vierte Quartal 2025 wurde aufgrund neuer Daten gesenkt, während die Kerninflation bei 3,1 Prozent verharrt.

Industrielle Schwäche in Europa

Sowohl der Euroraum als auch das Vereinigte Königreich verzeichneten zu Jahresbeginn unerwartete Rückgänge in der Wirtschaftsleistung.

Schutz der Fed-Unabhängigkeit

Ein US-Gericht hat Vorladungen gegen Jerome Powell untersagt und damit Versuche politischer Einflussnahme auf die Geldpolitik abgewehrt.

Das US-Handelsministerium hat am 13. März 2026 die Schätzung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025 deutlich nach unten korrigiert, da neue Daten auf eine abkühlende Wirtschaft bei gleichzeitig anhaltendem Preisdruck hindeuten. Das Bureau of Economic Analysis meldete, dass der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve, im Januar 2026 um 0,4 Prozent gestiegen ist. Dieser monatliche Anstieg führte zu einer Kerninflationsrate von 3,1 Prozent im Jahresvergleich, ein Wert, der weiterhin über dem langfristigen Ziel der Zentralbank liegt. Während die nominalen Verbraucherausgaben im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozent stiegen, wurde dieser Zuwachs nach Inflationsbereinigung weitgehend aufgezehrt, was darauf hindeutet, dass die Kaufkraft der Haushalte stagniert. Die Finanzmärkte reagierten auf die Daten mit einer Neukalibrierung der Erwartungen an die Geldpolitik, wobei viele Analysten nun vorhersagen, dass Zinssenkungen bis September 2026 aufgeschoben werden. Die US-Wirtschaft startete in das Jahr 2026 nach einer Phase aggressiver Zinserhöhungen durch die Federal Reserve, die darauf abzielten, die Inflation nach der Pandemie einzudämmen. Historisch gesehen veröffentlicht das Bureau of Economic Analysis drei Schätzungen des BIP für jedes Quartal, wobei die dritte Schätzung vollständigere Quelldaten als die vorherigen Versionen enthält. Der Kern-PCE-Index schließt volatile Lebensmittel- und Energiepreise aus, um ein klareres Bild der langfristigen Inflationstrends zu vermitteln. Frühere Phasen hoher Zinsen in den frühen 1980er Jahren und Mitte der 2000er Jahre führten ähnlich zu signifikanten Abwärtskorrekturen des Wachstums, als sich die Auswirkungen strengerer Kreditbedingungen auf die breitere Wirtschaft auswirkten. Die wirtschaftliche Schwäche erstreckte sich über die Vereinigten Staaten hinaus, da große europäische Volkswirtschaften unerwartete Rückgänge bei der industriellen Aktivität und der Wachstumsdynamik meldeten. Eurostat gab bekannt, dass die Industrieproduktion im Euroraum im Januar 2026 zurückging, was den Erwartungen der Analysten auf eine moderate Erholung widersprach. Die meisten der größten Volkswirtschaften des Blocks verzeichneten Produktionsrückgänge, was Bedenken hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes angesichts der sich verändernden globalen Nachfrage aufkommen ließ. Gleichzeitig meldete das Office for National Statistics, dass die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs zu Beginn des Jahres 2026 an Dynamik verloren hat. Diese Abkühlung der Aktivität führte zu einem starken Ausverkauf des britischen Pfunds, das sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Euro fiel, da Investoren die Möglichkeit früherer Zinssenkungen durch die Bank of England im Vergleich zu ihren Pendants abwägten. In einer bedeutenden rechtlichen Entwicklung blockierte ein US-Richter Vorladungen, die von einem von Trump ernannten Staatsanwalt gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, ausgestellt worden waren. Das Gericht entschied, dass die rechtlichen Schritte einen unzulässigen Versuch darstellten, die Zinspolitik zu beeinflussen und die Führung der unabhängigen Zentralbank einzuschüchtern. Der Richter charakterisierte die Bemühungen des Staatsanwalts als einen Bruch der traditionellen Trennung zwischen politischen Einheiten und Währungsbehörden. Diese Entscheidung fällt in eine sensible Zeit für die Federal Reserve, die sich in einem komplexen Umfeld aus verlangsamtem Wachstum und hartnäckiger Inflation bewegt. Die Entscheidung stellt sicher, dass Powell und andere Fed-Beamte in diesem Stadium nicht gezwungen werden, über interne Beratungen zu Zinspfaden auszusagen. Wirtschaftsdatenveröffentlichungen 13. März 2026: — ; — ; — ; — ; — „Der PCE-Inflationsbericht erfüllt die Erwartungen, das BIP ist schwach; die Märkte erholen sich.” (Der PCE-Inflationsbericht erfüllt die Erwartungen, aber die BIP-Revision zeigt, dass die Wirtschaft schwach ist.) — Anonymer Analyst via Reuters