Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat eine weitreichende Untersuchung zu Zwangsarbeitspraktiken in 60 Ländern eingeleitet, die unter anderem die Europäische Union, Großbritannien, Kanada und China umfasst.

Umfangreiche Untersuchungen

Die USA leiten Section-301-Untersuchungen zu Zwangsarbeit und Überkapazitäten gegen 60 Handelspartner ein.

Rechtliche Neuausrichtung

Nach der Annullierung globaler Zölle durch den Supreme Court wählt die Regierung einen neuen, spezifischeren Rechtsweg.

Internationale Kritik

China und andere Handelspartner kritisieren die Maßnahmen als protektionistisch motiviert.

Der Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten, Jamieson Greer, hat eine umfassende Untersuchung zu Zwangsarbeitspraktiken in 60 Ländern und Volkswirtschaften eingeleitet, darunter die Europäische Union, das Vereinigte Königreich, Kanada und China. Die Untersuchung, die auf Grundlage von Section 301 des Handelsgesetzes von 1974 initiiert wurde, zielt darauf ab festzustellen, ob ausländische Regierungen es versäumt haben, ausreichende Maßnahmen zur Unterbindung der Produktion und des Exports von Waren zu ergreifen, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden. Nach Angaben des USTR wird die Untersuchung bewerten, wie diese Arbeitspraktiken US-Arbeitnehmer und Unternehmen benachteiligen, indem sie ein unlauteres Wettbewerbsumfeld schaffen. Die Liste der betroffenen Einheiten ist umfangreich und umfasst wichtige Handelspartner wie Australien, Israel, Indien, Katar, Saudi-Arabien und Russland. Section 301 wurde während der ersten Amtszeit von Trump bekanntlich genutzt, um ab 2018 milliardenschwere Zölle auf chinesische Waren zu erheben. Historisch gesehen nutzt der USTR diese Untersuchungen, um Änderungen in der ausländischen Handelspolitik auszuhandeln oder die Einführung von Vergeltungszöllen zu rechtfertigen. Das Handelsgesetz von 1974 bietet den rechtlichen Rahmen für die Vereinigten Staaten, um ihre Rechte aus Handelsabkommen durchzusetzen und auf bestimmte ausländische Handelspraktiken zu reagieren.

Der Schritt wird weithin als strategische Bemühung der Regierung von Präsident Donald Trump interpretiert, den Zolldruck nach einem bedeutenden juristischen Rückschlag vor heimischen Gerichten wieder aufzubauen. Am 20. Februar 2026 entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass der frühere Versuch des Präsidenten, umfassende globale Zölle zu erheben, rechtswidrig war, wodurch der Exekutive eines ihrer wichtigsten wirtschaftlichen Instrumente entzogen wurde. Durch die Einleitung spezifischer Untersuchungen zu Zwangsarbeit und industriellen Überkapazitäten sucht die Regierung nach einem belastbareren rechtlichen Weg zur Wiedereinführung von Handelsbarrieren. „The probe aims to determine if foreign governments have taken sufficient steps to prohibit goods produced with forced labor” (Die Untersuchung zielt darauf ab festzustellen, ob ausländische Regierungen ausreichende Schritte unternommen haben, um Waren zu verbieten, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden) — Jamieson Greer via Reuters 60 (economies) — 60 Volkswirtschaften, die von der Untersuchung zu Zwangsarbeit betroffen sind

Parallel dazu eröffnete der USTR eine zweite Untersuchung, die sich auf industrielle Überkapazitäten bei wichtigen Handelspartnern konzentriert, darunter China, die Europäische Union, Indien, Japan, Südkorea und Mexiko. Diese Untersuchung prüft, ob staatlich subventionierte Produktionen in diesen Regionen zu einer Schwemme unterpreisiger Waren auf dem Weltmarkt geführt haben, was die Lebensfähigkeit amerikanischer Hersteller bedroht. Beamte deuteten an, dass bei Nachweis unlauterer Praktiken bereits im Sommer 2026 neue Zölle eingeführt werden könnten. Dieser zweigleisige Ansatz signalisiert eine Rückkehr zu der aggressiven Handelshaltung, die die erste Amtszeit von Präsident Trump prägte. U.S. Trade Policy Escalation 2026: — ; — ; —

Die internationalen Reaktionen auf die Ankündigungen fielen prompt und kritisch aus, insbesondere aus Peking. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, wies die Vorwürfe der Überkapazitäten als erfundenes Narrativ zurück, das dazu diene, Protektionismus zu rechtfertigen. Unterdessen erkannte die Europäische Kommission zwar gemeinsame Bedenken hinsichtlich Zwangsarbeit an, verwies jedoch auf ihren eigenen regulatorischen Rahmen, der im Dezember 2027 in Kraft treten soll. Die Einbeziehung enger Verbündeter wie Kanada und Großbritannien in die Zwangsarbeitsuntersuchung hat Bedenken hinsichtlich potenzieller diplomatischer Spannungen innerhalb westlicher Handelsblöcke geweckt. „The overcapacity claims are a false proposition and represent political manipulation” (Die Behauptungen über Überkapazitäten sind eine falsche Behauptung und stellen eine politische Manipulation dar) — Guo Jiakun via AP News U.S. Trade Strategy Shift: Rechtsgrundlage (before: Globale Exekutivanordnungen (aufgehoben), after: Section 301 Untersuchungen); Hauptziel (before: Allgemeine Importe, after: Zwangsarbeit und Überkapazitäten); Umfang (before: Universelle Anwendung, after: 60 spezifische Länder/Volkswirtschaften)

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