Das Büro des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten hat zwei weitreichende Handelsuntersuchungen gemäß Sektion 301 des Handelsgesetzes von 1974 eingeleitet, die Zwangsarbeit in 60 Volkswirtschaften sowie industrielle Überkapazitäten bei 16 wichtigen Handelspartnern ins Visier nehmen.

Einleitung von Sektion-301-Untersuchungen

Die USA untersuchen Zwangsarbeit in 60 Ländern und industrielle Überkapazitäten bei 16 Handelspartnern.

Reaktion auf juristische Niederlage

Die Maßnahmen folgen auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das frühere globale Zölle für illegal erklärte.

Internationale Spannungen

China droht mit Gegenmaßnahmen, während Indien Handelsgespräche verzögert und die EU auf die Einhaltung von Abkommen pocht.

Das Büro des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten hat am 12. März 2026 zwei umfassende Handelsuntersuchungen gemäß Sektion 301 des Handelsgesetzes von 1974 eingeleitet, die Zwangsarbeit in 60 Volkswirtschaften und industrielle Überkapazitäten bei 16 bedeutenden Handelspartnern betreffen. Jamieson Greer, der Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten, initiierte diese Untersuchungen, um den Zolldruck nach einer erheblichen juristischen Niederlage vor der Bundesjustiz wieder aufzubauen. Die Untersuchung zu Zwangsarbeit umfasst eine breite Palette von US-Verbündeten und Partnern wie Australien, Kanada, die Europäische Union, Großbritannien, Israel, Indien, Katar und Saudi-Arabien sowie China und Russland. Eine separate Untersuchung zu industriellen Überkapazitäten konzentriert sich auf 16 Partner, darunter China, die EU, Indien, Japan, Südkorea und Mexiko. Diese Maßnahmen folgen auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom 20. Februar 2026, das die früheren globalen Zölle der Regierung als rechtswidrig einstufte. Sektion 301 des Handelsgesetzes von 1974 gewährt der Exekutive die Befugnis, ausländische Handelspraktiken zu untersuchen und darauf zu reagieren, die als unfair oder diskriminierend gegenüber dem US-Handel angesehen werden. Während der Mechanismus historisch zur Adressierung von geistigem Eigentum und Marktzugang genutzt wurde, war er ein primäres Instrument der Handelspolitik der Trump-Regierung während ihrer ersten Amtszeit. Die aktuellen Untersuchungen stellen eine strategische Neuausrichtung dar, um die gesetzliche Befugnis zu nutzen, nachdem die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom Februar 2026 die Fähigkeit des Präsidenten einschränkte, ohne spezifische Untersuchungsergebnisse umfassende Zölle zu erheben. Internationale Reaktionen auf die neuen Untersuchungen blieben nicht aus, während die Handelspartner das Potenzial für neue Abgaben bewerteten. China wies die US-Untersuchung zu angeblichen Überkapazitäten am 13. März 2026 zurück und erklärte, es behalte sich das Recht auf Gegenmaßnahmen vor den bevorstehenden diplomatischen Gesprächen in Paris vor. In Indien berichteten vier Regierungsquellen, dass Neu-Delhi die Unterzeichnung eines geplanten Handelsabkommens mit Washington aufgrund der Untersuchungen für mehrere Monate aussetzen werde, obwohl die indische Regierung später jegliches „Zurückhalten“ bei bilateralen Engagements dementierte. Die Europäische Kommission äußerte geteilte Bedenken hinsichtlich der Praktiken von Zwangsarbeit, betonte jedoch, dass die Vereinigten Staaten während ihrer Verfahren bestehende Handelsabkommen respektieren müssten. „China reserves the right to take countermeasures in response to the U.S. trade investigation into alleged overcapacity” (China behält sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die US-Handelsuntersuchung zu angeblichen Überkapazitäten zu ergreifen) — Unbenannter chinesischer Beamter via Reuters Trotz der breiten Untersuchungsoffensive zeigten sich bei einigen spezifischen Handelsspannungen Anzeichen einer Entspannung für einzelne Sektoren. Das italienische Außenministerium, bekannt als die Farnesina, gab am 12. März 2026 bekannt, dass Washington die Antidumpingzölle für italienische Nudelhersteller gesenkt hat. Diese Reduzierung der Antidumpingzölle bietet italienischen Exporteuren Erleichterung, auch wenn das USTR-Büro versucht, einen neuen Rahmen für breiteren Zolldruck zu etablieren. Das USTR hat noch keinen Zeitplan für den Abschluss der Untersuchung zur Zwangsarbeit in 60 Volkswirtschaften oder der Untersuchung zu Überkapazitäten bei 16 Partnern festgelegt. 60 (Volkswirtschaften) — von der Handelsuntersuchung zu Zwangsarbeit betroffen Eskalation der US-Handelspolitik 2026: — ; — ; — ; —