Die Regierung von Präsident Donald Trump hat eine massive Handelsoffensive gestartet und Ermittlungen gegen 60 Volkswirtschaften wegen Praktiken der Zwangsarbeit eingeleitet. Dieser Schritt zielt darauf ab, den Zolldruck nach einem kürzlichen Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA wiederherzustellen.

Ermittlungen gegen 60 Volkswirtschaften

Das Büro des US-Handelsvertreters (USTR) überprüft Praktiken der Zwangsarbeit in 60 Ländern, darunter in der EU, China, Kanada und Russland.

Umgehung des Urteils des Obersten Gerichtshofs

Die neuen Ermittlungen auf Grundlage von Abschnitt 301 sollen den Zolldruck wiederherstellen, nachdem der Oberste Gerichtshof die globalen Zölle von Trump für illegal erklärt hatte.

Reaktion der Europäischen Union

Die EU appelliert daran, sie als Verbündeten zu behandeln und die bilateralen Handelsabkommen einzuhalten, und wehrt sich gegen Vorwürfe der Überproduktion.

Milliardenschwere Investitionen Südkoreas

Seoul hat ein Investitionsgesetz für die USA im Wert von 350 Mrd. USD genehmigt, um Handelskonflikte mit der Trump-Regierung zu entschärfen.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hat eine massive Handelsoffensive gestartet und Ermittlungen gegen 60 Volkswirtschaften, darunter die Europäische Union und China, wegen Praktiken der Zwangsarbeit eingeleitet. Das Büro des US-Handelsvertreters (USTR) gab den Beginn von Verfahren auf der Grundlage von Abschnitt 301 bekannt, was die Verhängung neuer Zölle nach einer jüngsten Niederlage der Regierung vor dem Obersten Gerichtshof ermöglichen soll. Der US-Handelsvertreter Jamieson Greer erklärte, die Ermittlungen sollten feststellen, ob die Regierungen der untersuchten Länder ausreichende Schritte unternommen hätten, um die Einfuhr von Gütern zu verbieten, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden. Auf der Liste der 60 von der Untersuchung betroffenen Einheiten befinden sich auch Kanada, Großbritannien, Israel, Indien, Katar, Saudi-Arabien und Russland. Parallel dazu hat Washington ein separates Verfahren zu Überkapazitäten in 16 wichtigen Partnerländern eingeleitet.

Diese Maßnahmen stellen eine direkte Reaktion auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom 20. Februar 2026 dar, das die früheren globalen Zölle von Präsident Donald Trump für illegal erklärte. Die neue Strategie der Regierung stützt sich auf die Nutzung konkreter Vorwürfe von Arbeitsrechtsverletzungen und Dumping, um den Zolldruck im Rahmen der geltenden Vorschriften wiederaufzubauen. Die Europäische Union hat über ihre Vertreter die USA aufgefordert, die Gemeinschaft als Verbündeten im Kampf gegen globale Überproduktion zu behandeln und nicht als Ursache des Problems. Bernd Lange, der Vorsitzende des Ausschusses für internationalen Handel des Europäischen Parlaments (INTA), betonte die Notwendigkeit, die bisherigen bilateralen Vereinbarungen zu respektieren.

„U.S. must honour EU-US deal in tariff investigations” (Die USA müssen das EU-US-Abkommen in den Zollermittlungen respektieren) — Bernd Lange via Reuters

Angesichts der zunehmenden Handelskonflikte hat das südkoreanische Parlament ein Investitionsgesetz für die USA im Wert von 350 Milliarden US-Dollar genehmigt. Diese Entscheidung wurde vom Weißen Haus begeistert aufgenommen, und US-Vizepräsident JD Vance begrüßte offiziell den Schritt aus Seoul, der die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder stärken soll. Gleichzeitig hat Singapur offizielle Einwände gegen die Daten des USTR erhoben und den von den Amerikanern gemeldeten Handelsüberschuss des Landes in Frage gestellt und auf ein tatsächliches Defizit in den Beziehungen zu den USA hingewiesen. 60 (Volkswirtschaften) — Anzahl der Länder, die von den neuen USTR-Ermittlungen betroffen sind Abschnitt 301 war bereits während seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 ein Schlüsselinstrument der Handelspolitik von Donald Trump. Damals wurde er genutzt, um Zölle auf chinesische Waren im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar zu verhängen, was einen jahrelangen Handelskrieg zwischen Washington und Peking auslöste. Frühere Regierungen griffen seltener auf dieses Instrument zurück und bevorzugten die Beilegung von Streitigkeiten im Rahmen der Welthandelsorganisation.

Handelsoffensive der Trump-Regierung 2026: 20. Februar — Urteil des Obersten Gerichtshofs; 12. März — Ermittlungen eingeleitet; 12. März — Südkoreanische Investition; 13. März — Reaktion des Vizepräsidenten

Streit um Singapurs Handelsbilanz: Status der Handelsbilanz: Überschuss (laut USTR) → Defizit (laut Singapur); Datenquelle: USTR-Bericht 2026 → Daten der Regierung Singapurs

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. Präsident der USA
  • Jamieson Greer — US-Handelsvertreter (USTR)
  • Bernd Lange — deutscher Politiker, Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel (INTA)
  • JD Vance — US-amerikanischer Politiker und Autor, 50. Vizepräsident der Vereinigten Staaten