Die Regierung von Donald Trump hat Ermittlungen zu unfairen Handelspraktiken gegen 16 Partner, darunter die EU und China, eingeleitet, um den Zolldruck nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs wiederherzustellen.
Neue US-Handelsermittlungen
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer kündigte Ermittlungen auf Grundlage von Section 301 zu Überkapazitäten in 16 Ländern an.
Reaktion der Europäischen Union
Brüssel fordert die Einhaltung des Abkommens von Turnberry und warnt vor einer Destabilisierung der gegenseitigen Handelsbeziehungen.
Rekordinvestition Südkoreas
Seoul genehmigte ein Investitionspaket in den USA im Wert von 350 Milliarden Dollar, um Zollspannungen abzubauen.
Erfolg italienischer Nudelhersteller
Washington entschied sich, die Antidumpingzölle auf italienische Nudeln nach diplomatischer Intervention zu senken.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat neue Ermittlungen zu unfairen Handelspraktiken und Zwangsarbeit eingeleitet, die sich gegen 16 Handelspartner richten, darunter die Europäische Union, China, Indien, Japan, Südkorea und Mexiko. Die auf Section 301 basierenden Ermittlungen zielen darauf ab, Überkapazitäten bei wichtigen Verbündeten und Rivalen Washingtons entgegenzuwirken. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer wies darauf hin, dass diese Verfahren zur Verhängung neuer Zölle führen könnten, um den Zolldruck nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom 20. Februar 2026 wiederherzustellen, das einen Teil der zuvor von Donald Trump verhängten Zölle aufgehoben hatte. Medienberichten zufolge könnten die Zollsätze für einige Länder auf 15 % oder mehr gegenüber den kürzlich verhängten 10 % steigen.
Die Reaktion der Europäischen Union auf die Maßnahmen Washingtons ist entschieden, und Vertreter der Gemeinschaft fordern die Einhaltung früherer Vereinbarungen. Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, rief die US-Regierung auf, das im Juli 2025 in Turnberry geschlossene EU-USA-Handelsabkommen einzuhalten. Brüssel argumentiert, dass die Vereinigten Staaten die Union als Verbündeten bei der Lösung des Problems globaler Überkapazitäten betrachten sollten und nicht als Ursache des Problems. „U.S. must honour EU-US deal in tariff investigations” (Die USA müssen das EU-USA-Abkommen in den Zollermittlungen einhalten) — Bernd Lange via Reuters
Trotz der allgemeinen Zunahme von Handelsspannungen verzeichnen einige Länder und Sektoren Vorteile oder ergreifen vorbeugende Maßnahmen. Das italienische Außenministerium teilte mit, Washington habe sich entschieden, die Antidumpingzölle für italienische Nudelhersteller zu senken, was als diplomatischer Erfolg Roms gewertet wurde. Gleichzeitig hat das Parlament Südkoreas ein Investitionsgesetz in den USA im Wert von 350 Milliarden Dollar genehmigt, was als Versuch interpretiert wird, Handelsstreitigkeiten durch direkte Unterstützung der US-Wirtschaft zu entschärfen. Die Handelsbeziehungen der USA zu wichtigen Partnern sind nach der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und seiner "America First"-Politik in eine turbulente Phase eingetreten. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Februar 2026, das einen Teil der Zölle für rechtswidrig erklärte, zwang die Regierung, nach neuen rechtlichen Grundlagen für ihre protektionistische Politik zu suchen. Das System der Zollrückerstattungen für Unternehmen, die Importsteuern überbezahlt haben, wurde zu einer logistischen Herausforderung für den US-Zoll.
Die US-Zollbehörde (CBP) steht derzeit vor der Aufgabe, Entschädigungen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs auszuzahlen, was parallel zur Verhängung neuer Belastungen geschieht. Offiziellen Mitteilungen zufolge ist das System der Zollrückerstattungen zu 40 % bis 80 % abgeschlossen, was auf erhebliche Verzögerungen bei der Bearbeitung von Ansprüchen der Importeure hinweist. Diese Situation schafft Unsicherheit auf den internationalen Märkten, wo Unternehmen zwischen der Aussicht auf Rückerstattung und dem Risiko abwägen müssen, dass ihre Waren in die neuen Section-301-Ermittlungen einbezogen werden. 350 (Milliarden Dollar) — Wert des südkoreanischen Investitionspakets in den USA Eskalation des Handelsstreits 2026: Juli 2025 — Abkommen von Turnberry; 20. Februar 2026 — Urteil des Obersten Gerichtshofs; 11. März 2026 — Neue Ermittlungen; 12. März 2026 — Reaktion aus Seoul
Mentioned People
- Donald Trump — 47. Präsident der USA
- Jamieson Greer — Handelsbeauftragter der Vereinigten Staaten (USTR)
- Bernd Lange — Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments