Die Regierung von Präsident Donald Trump hat eine umfassende Untersuchung zu unfairen Handelspraktiken in 60 Ländern und Territorien eingeleitet, die sich auf Vorwürfe von Zwangsarbeit konzentriert und darauf abzielt, den Zolldruck wiederherzustellen.
Globale Handelsermittlung
Die USA haben 60 Länder in ein Verfahren wegen Zwangsarbeit einbezogen, was die Verhängung neuer Zölle ermöglichen soll.
Reaktion Chinas und der EU
Peking verurteilt die Schritte Washingtons als Protektionismus, während Brüssel zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit aufruft.
Erleichterung für italienische Hersteller
Washington hat die Antidumpingzölle auf italienische Nudeln gesenkt, was als Entspannungsgeste gegenüber Rom gewertet wird.
Die Vereinigten Staaten unter der Regierung von Präsident Donald Trump haben eine umfassende Untersuchung zu unfairen Handelspraktiken eingeleitet, die 60 Länder und Territorien umfasst. Das Verfahren konzentriert sich auf Vorwürfe der Ausbeutung von Zwangsarbeit, die als Grundlage für die Wiederherstellung eines starken Zolldrucks dienen sollen. Für diese Maßnahmen ist das Büro des Handelsbeauftragten der USA (USTR) unter der Leitung von Jamieson Greer verantwortlich. Washington strebt damit den Wiederaufbau von Schutzmechanismen für den eigenen Markt an, die für die erste Amtszeit Donald Trumps charakteristisch waren. USTR analysiert derzeit das Ausmaß der Verstöße in den einzelnen Volkswirtschaften, was zur Verhängung neuer tarifärer Handelshemmnisse führen könnte. Die Handelspolitik Donald Trumps während seiner ersten Amtszeit (2017–2021) basierte auf einem breiten Einsatz von Zöllen, insbesondere gegenüber China, um das Handelsdefizit zu verringern. Damals wurde unter anderem Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974 genutzt, der Sanktionen als Reaktion auf unfaire Praktiken ausländischer Partner erlaubt. Die aktuellen Maßnahmen stellen eine Fortsetzung und Ausweitung dieser Strategie auf eine größere Anzahl von Staaten dar.
China hat die US-Ermittlung scharf kritisiert und sie als einen Schlag gegen das globale Handelssystem bezeichnet. Der Protest Pekings erfolgte kurz vor geplanten diplomatischen Gesprächen in Paris, was die Atmosphäre vor den Verhandlungen zusätzlich verschärft. Die chinesische Seite sieht diese Schritte als eine Form von Protektionismus, der unter dem Deckmantel des Schutzes von Arbeitnehmerrechten verborgen ist. Gleichzeitig hat die Europäische Union Washington aufgefordert, die Gemeinschaft als Partner bei der Lösung des Problems globaler Überkapazitäten zu betrachten und nicht als Quelle von Handelsproblemen. Brüssel betont die Notwendigkeit, bestehende internationale Vereinbarungen angesichts der neuen Zolloffensive der USA einzuhalten. „The United States is abusing the concepts of national security and labor rights to suppress the development of other countries” (Die Vereinigten Staaten missbrauchen die Konzepte der nationalen Sicherheit und der Arbeitsrechte, um die Entwicklung anderer Länder zu unterdrücken) — Regierungsvertreter Chinas via Reuters
Im Schatten globaler Handelsstreitigkeiten hat das italienische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit Informationen über eine Lockerung der Beschränkungen in einem Sektor übermittelt. Das italienische Farnesina bestätigte, dass Washington sich entschieden habe, die gegen italienische Nudelhersteller verhängten Antidumpingzölle zu senken. Diese Entscheidung wird trotz des allgemeinen Trends einer Verschärfung der Handelspolitik durch die USA als positives Signal in den bilateralen Beziehungen gewertet. Das Außenministerium in Rom betonte, dass die Zollsenkung das Ergebnis effektiver administrativer und diplomatischer Maßnahmen sei. 60 (Staaten) — von der neuen USTR-Untersuchung betroffen Wandel der US-Zollpolitik: Anzahl der überwachten Länder: selektive Ermittlungen → 60 Volkswirtschaften gleichzeitig; Zölle auf italienische Nudeln: hohe Antidumpingzölle → gesenkte Zölle
Mentioned People
- Donald Trump — 47. Präsident der USA, Politiker der Republikanischen Partei und Geschäftsmann
- Jamieson Greer — Handelsbeauftragter der USA (USTR), verantwortlich für die Handelspolitik