US-Präsident Donald Trump hat während einer G7-Telefonkonferenz erklärt, der Iran stehe infolge der Politik des maximalen Drucks seiner Regierung kurz vor der Kapitulation.

Trumps Behauptung

US-Präsident Trump behauptet, der Iran stehe aufgrund des maximalen Drucks kurz vor der Kapitulation.

Internationale Skepsis

Andere G7-Staatschefs äußern Zweifel an der Einschätzung des US-Präsidenten hinsichtlich eines iranischen Zusammenbruchs.

Diplomatische Spannungen

Die Rhetorik des US-Präsidenten und die Forderung nach Ausschluss von der Weltmeisterschaft verschärfen die diplomatische Entfremdung.

US-Präsident Donald Trump behauptete während einer G7-Telefonkonferenz, dass der Iran aufgrund der Politik des maximalen Drucks seiner Regierung kurz vor der Kapitulation stehe. Berichten von Axios und Reuters zufolge äußerte der amerikanische Staatschef die Überzeugung, dass die Wirtschaftssanktionen im Vorfeld des bevorstehenden G7-Gipfels im französischen Biarritz definitive Ergebnisse zeigten. Trump bezeichnete die iranische Führung als geistesgestörte Schurken und Halunken und betonte, es sei ihm eine Ehre, gegen diejenigen vorzugehen, die seit Jahren töten. Diese Einschätzungen stießen bei anderen G7-Staats- und Regierungschefs, die an dem Telefonat teilnahmen, Berichten zufolge auf Skepsis, da sie die Unmittelbarkeit eines iranischen Zusammenbruchs infrage stellten. Die Vereinigten Staaten zogen sich 2018 unter der ersten Trump-Regierung aus dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan von 2015 zurück, der allgemein als Iran-Atomabkommen bekannt ist. Dieser Schritt leitete eine Strategie des maximalen Drucks ein, die durch die Wiedereinführung strenger Wirtschaftssanktionen gekennzeichnet ist, mit dem Ziel, Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen. Der Iran hat konsequent daran festgehalten, dass er keine diplomatischen Gespräche führen werde, solange er unter der Drohung wirtschaftlicher Sanktionen stehe, was zu einer lang anhaltenden Phase regionaler Spannungen und eingeschränkter Ölexporte geführt hat. Der Präsident verschärfte seine Rhetorik weiter, indem er den Iran als böses Imperium bezeichnete und erklärte, dass die Eindämmung des Einflusses der Nation wichtiger sei als globale Ölinteressen. Trump deutete zudem an, dass der russische Präsident Wladimir Putin dem Iran im laufenden Konflikt begrenzte Unterstützung gewähre, und bemerkte, dass der russische Staatschef dem Iran im Krieg ein wenig helfe. Darüber hinaus äußerte sich der US-Präsident zum internationalen Sport und erklärte, es sei nicht angemessen, dass der Iran an der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft teilnehme. Die Kommentare fallen in eine Zeit, in der die Gewalt im Nahen Osten laut Berichten des Irish Examiner weiter eskaliert. „Er sagte, dass der Iran kurz vor der Kapitulation stehe” — Donald Trump via Reuters Als Reaktion auf die eskalierende Haltung der amerikanischen Regierung gab der Präsident von Israel, Isaac Herzog, eine Warnung bezüglich der nationalen Souveränität und der diplomatischen Beziehungen ab. Herzog erklärte, die Würde des Landes stehe nicht zum Verkauf, womit er sich offenbar auf die Auswirkungen der politischen Kurswechsel der USA in der Region bezog. Während Trump weiterhin die Wirksamkeit der Taktik des maximalen Drucks propagiert, hat die iranische Regierung offiziell keine Bereitschaft signalisiert, den Forderungen nachzugeben. Die diplomatischen Reibungen fallen mit einer Phase erhöhter Alarmbereitschaft im gesamten Nahen Osten zusammen, während die Staats- und Regierungschefs die Schnittstelle zwischen US-Sanktionen und regionaler Sicherheit navigieren. „Die Würde des Landes steht nicht zum Verkauf” — Isaac Herzog via Notícias ao Minuto Die Skepsis der G7-Staats- und Regierungschefs unterstreicht eine Kluft zwischen Washington und seinen traditionellen Verbündeten hinsichtlich der effektivsten Methode zur Eindämmung der nuklearen und regionalen Ambitionen Teherans. Während Trump sich weiterhin auf die vollständige wirtschaftliche Isolation des iranischen Staates konzentriert, haben europäische Partner historisch versucht, Kanäle für den Dialog aufrechtzuerhalten. Die jüngsten Beschreibungen des Präsidenten, in denen er iranische Beamte als Schurken bezeichnete und ihre Ausschließung von der Weltmeisterschaft forderte, signalisieren eine Bewegung hin zu einer weiteren diplomatischen Entfremdung. Über die mündlichen Zusicherungen des Präsidenten während des privaten Telefonats hinaus wurde vom Weißen Haus kein offizieller Zeitplan für eine mögliche Kapitulation vorgelegt. 2015 (Jahr) — Atomabkommen, aus dem die USA ausgetreten sind

Perspektywy mediów: Europäische G7-Staatschefs äußerten Skepsis gegenüber Trumps Behauptungen einer unmittelbar bevorstehenden iranischen Kapitulation. Trump hält daran fest, dass seine Politik des maximalen Drucks den Iran erfolgreich in Richtung einer totalen Kapitulation zwingt.