Mit Äußerungen über eine mögliche Annexion Kubas hat US-Präsident Donald Trump am 17. März 2026 einen neuen diplomatischen Konflikt ausgelöst. Er bezeichnete den Inselstaat als „gescheitertes“ Land und erklärte laut Aktuálně.cz, er könne „mit Kuba machen, was ich will“. Russlands Präsident Vladimir Putin reagierte umgehend und bekundete Havanna „unerschütterliche Solidarität“.

Trump spricht von Annexion Kubas

Donald Trump erklärte am 17. März 2026, eine Annexion Kubas wäre eine „große Ehre“, und bezeichnete das Land als „gescheitert“.

Putin sichert Havanna Unterstützung zu

Vladimir Putin reagierte mit der Zusicherung „unerschütterlicher Solidarität“ und stellte sich öffentlich an die Seite Kubas.

Unklare Bedingung aus Washington

Die USA knüpften ihr Vorgehen gegenüber Havanna laut Berichten an eine Bedingung, deren Inhalt bislang nicht bekannt ist.

Exilgruppen in Miami fühlen sich bestätigt

Kubanische Exilgemeinschaften in Miami sehen Trumps Kurs als Chance, den Druck auf die Regierung in Havanna zu erhöhen.

Konflikt mit größerer geopolitischer Dimension

Die Auseinandersetzung fügt sich in die Rivalität zwischen Washington und Moskau um Einfluss in Lateinamerika ein.

US-Präsident Donald Trump hat am 17. März 2026 erklärt, eine Annexion Kubas wäre eine „große Ehre“. Zugleich bezeichnete er den Inselstaat als „gescheitertes“ Land, während Russlands Präsident Vladimir Putin als Reaktion „unerschütterliche Solidarität“ mit Havanna erklärte. Trumps Äußerungen verschärften einen bereits angespannten diplomatischen Gegensatz. Nach einem Bericht von Aktuálně.cz sagte der US-Präsident zudem: „Ich kann mit Kuba machen, was ich will.“ Die Aussagen fanden international umgehend Beachtung und rückten Kuba erneut ins Zentrum eines geopolitischen Kräftemessens zwischen Washington und Moskau. Trump sprach außerdem davon, er habe „die Ehre, Kuba zu erobern“. Diese Wortwahl löste sowohl in Russland als auch in kubanischen Exilkreisen in den Vereinigten Staaten schnelle Reaktionen aus. Gleichzeitig knüpften die Vereinigten Staaten an Havanna eine Bedingung. Worin diese konkret besteht, ging aus den vorliegenden Berichten jedoch nicht hervor.

Putin erklärt, Moskau stehe fest an der Seite Havannas Russland reagierte rasch auf Trumps Rhetorik. Nach Berichten mehrerer europäischer und polnischer Medien, darunter polsatnews.pl und Business Insider Poland, erklärte Putin in direkter Antwort auf die Annexionserwägungen des US-Präsidenten Moskaus „unerschütterliche Solidarität“ mit Kuba. Die russische Reaktion stellte Trumps Aussagen als Bedrohung der kubanischen Souveränität dar und positionierte Moskau international als wichtigsten Schutzmachtspartner Havannas. Putins Erklärung folgte auf Trumps öffentliche Aussage, er habe „die Ehre, die Insel zu erobern“. Russische Vertreter behandelten diese Formulierung nicht als bloße Zuspitzung, sondern als ernst zu nehmende Absichtserklärung. Damit wächst die Möglichkeit, dass Russland aktiv darauf hinarbeitet, möglichen Druck der USA auf die kubanische Regierung entgegenzuwirken. Der Konflikt erinnert an das breitere Muster des Wettbewerbs zwischen den USA und Russland um Einfluss in Lateinamerika, wobei Kuba historisch immer wieder ein zentraler Bezugspunkt dieser Rivalität war. Gegen Kuba gilt seit den frühen 1960er-Jahren ein US-Wirtschaftsembargo. Es gehört damit zu den am längsten bestehenden Handelsbeschränkungen der modernen Geschichte. Während der Präsidentschaft Barack Obamas entspannten sich die Beziehungen zeitweise. 2015 wurden die diplomatischen Beziehungen nach mehr als fünf Jahrzehnten der Entfremdung wieder aufgenommen. Russland unterhält seit der Sowjetzeit enge politische und wirtschaftliche Beziehungen zu Kuba und hat die Insel über mehrere Jahrzehnte hinweg in erheblichem Umfang unterstützt. Trump machte in seiner ersten Amtszeit als 45. Präsident viele Öffnungsschritte Obamas gegenüber Kuba rückgängig, verhängte erneut Sanktionen und verschärfte Reisebeschränkungen.

Kubanische Exilgruppen in Miami sehen unter Trump neue Möglichkeiten Trumps verschärfter Kurs gegenüber Kuba hat kubanische Exilgemeinschaften in Miami neuen Auftrieb gegeben. Nach Angaben von Business Insider Poland „kehren“ sie „ins Spiel zurück“, während der Präsident Veränderungen in der US-Politik gegenüber der Insel erzwinge. Die Exilgemeinschaft dringt seit Langem auf maximalen Druck auf die kubanische Regierung. Trumps aggressive Wortwahl entspricht ihren politischen Positionen in weiten Teilen. Der Tonwechsel aus Washington habe die politische Mobilisierung und Beteiligung unter Kubanern in Miami neuen Berichten zufolge belebt, weil sie den gegenwärtigen Moment als Gelegenheit sähen, auf Veränderungen in Havanna zu drängen. Damit erhält die Auseinandersetzung, die zugleich ein bedeutender außenpolitischer Konflikt ist, auch eine innenpolitische Dimension in den Vereinigten Staaten. Die kubanische Gemeinschaft in Miami stellt in dem politisch wichtigen Wechselstaat Florida einen einflussreichen Wählerblock dar. Das verleiht ihrem Engagement im weiteren politischen Kalkül besonderes Gewicht.

Trumps Wortwahl zu Kuba weckt Vergleiche mit territorialen Ambitionen an anderer Stelle Trumps Darstellung Kubas als mögliches Ziel einer Annexion fügt sich in ein Muster expansiver Rhetorik ein, die der Präsident seit seiner Rückkehr ins Amt verwendet. Zuvor hatte er sich bereits zu Grönland und zum Panamakanal geäußert. Darauf verwies die Süddeutsche Zeitung, die berichtete, Trump habe Kuba mit einer Übernahme gedroht. Besonders auffällig ist die Formulierung von der „Ehre, Kuba zu erobern“ auch vor dem Hintergrund der Geschichte der Insel, die sich dem Einfluss der USA über lange Zeit widersetzt hat und nach internationalem Recht ein souveräner Staat ist. Die von Aktuálně.cz erwähnte Bedingung der USA an Havanna legt zudem nahe, dass Washington neben der konfrontativen öffentlichen Rhetorik auch einen transaktionalen Ansatz verfolgt. Die schnelle und öffentliche Unterstützung Russlands für Kuba deutet darauf hin, dass Moskau jeden Schritt der USA gegen die Insel als unmittelbare Herausforderung des eigenen Einflussbereichs in der westlichen Hemisphäre betrachtet. Der in Trumps Äußerungen mitschwingende Bezug auf die Monroe-Doktrin steht in direktem Spannungsverhältnis zu Russlands erklärter Solidarität mit Havanna. Damit zeichnet sich eine diplomatische Konfrontation ab, für die bislang keine klare Lösung erkennbar ist.