Italiens Vizepremier Matteo Salvini beruft Ölkonzerne ein, angesichts von Treibstoffpreisen von bis zu 2,30 Euro pro Liter. Die Lage wird durch einen neuen Konflikt im Iran und die Appelle von Präsident Selenskyj für ein Embargo gegen russisches Öl verschärft.

Rekordpreise für Treibstoffe in Italien

Der Preis für Dieselkraftstoff in der Region Trentino-Südtirol erreichte einen Stand von 2,30 Euro pro Liter, was eine Regierungsintervention erzwang.

Neuer Konflikt im Iran

Der Krieg im Iran im März 2026 lenkt die Aufmerksamkeit von der Ukraine ab und verursacht Panik auf den weltweiten Rohstoffbörsen.

Selenskyjs Appell für ein Embargo

Der ukrainische Präsident fordert Europa auf, den Kauf russischen Öls vollständig einzustellen, um die Finanzierung der Aggression abzuschneiden.

Globale wirtschaftliche Reaktionen

Brasilien setzt Treibstoffsteuern auf null, und die Gruppe Air France-KLM erhöht die Ticketpreise aufgrund von Treibstoffzuschlägen.

Italiens Vizepremier und Infrastrukturminister Matteo Salvini hat am Freitag Vertreter von Ölfirmen einberufen, um auf den rapiden Anstieg der Treibstoffpreise zu reagieren, der die europäischen Märkte trifft. Das Treffen soll Lösungen erarbeiten, um die Auswirkungen der steigenden Ölpreise abzumildern, die sich direkt auf Transport- und Logistikkosten auswirken. Am Donnerstag, den 12. März, erreichte der Preis für einen Liter Dieselkraftstoff in der Region Trentino-Südtirol einen Stand von 2,30 Euro, was eine Welle der Besorgnis unter Verbrauchern und Unternehmern auslöste. Die italienische Regierung prüft derzeit Mechanismen zur Kontrolle der Margen sowie mögliche fiskalische Interventionen, die weitere Preiserhöhungen an Tankstellen stoppen könnten. Preissteigerungen für Treibstoffe in Italien führen oft zu Regierungsinterventionen auf Ministerebene, ähnlich wie während der Energiekrise 2022, als vorübergehende Steuersenkungen eingeführt wurden. Die aktuelle Situation wird durch die Instabilität im Nahen Osten und die anhaltenden Lieferbeschränkungen für Rohstoffe aus östlicher Richtung verstärkt. Die Region Trentino verzeichnet aufgrund ihrer geografischen Lage oft die höchsten Treibstoffpreise im ganzen Land.

Die globale Energiekrise erzwingt radikale Schritte nicht nur in Europa, sondern auch in Südamerika, wo Brasilien beschlossen hat, die Treibstoffsteuern vollständig auf null zu setzen. Diese am 12. März verkündete Entscheidung soll eine direkte Barriere zum Schutz der Wirtschaft vor den Rekordpreisen für Erdöl auf den Weltmärkten sein. Gleichzeitig hat der Luftfahrtsektor begonnen, die steigenden Betriebskosten auf die Passagiere abzuwälzen, wie die Gruppe Air France-KLM bestätigte, indem sie Preissteigerungen für Langstreckenflüge ankündigte. Der Konzern begründete diese Entscheidung mit der Notwendigkeit, einen höheren Treibstoffzuschlag zu erheben, was sich direkt auf die Kosten interkontinentaler Reisen auswirken wird. Treibstoffkrise März 2026: 12. März, vormittags — Rekord in Trentino; 12. März, mittags — Brasiliens Entscheidung; 12. März, abends — Teurere Flüge; 13. März, 13:18 Uhr — Salvinis Intervention

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneuerte seinen Appell an die europäischen Staaten, den Kauf russischen Öls vollständig einzustellen, und verwies auf die Notwendigkeit, den Kreml von Finanzierungsquellen für Kriegshandlungen abzuschneiden. Der ukrainische Führer betonte, dass jeder gekaufte Barrel Rohöl aus Russland tatsächlich das militärische Potenzial des Aggressors unterstützt. Am Freitag, den 13. März, reist Wolodymyr Selenskyj nach Frankreich, um über weitere Unterstützung für Kiew zu sprechen, zu einem Zeitpunkt, da die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft weitgehend durch den anhaltenden Krieg im Iran abgelenkt ist. Die diplomatische Offensive der Ukraine soll eine Marginalisierung des Konflikts im Osten Europas angesichts einer neuen Eskalation im Nahen Osten verhindern. „Non acquistate petrolio russo” (Kaufen Sie kein russisches Öl) — Wolodymyr Selenskyj via ANSA Embargo auf Energierohstoffe bleibt einer der umstrittensten Punkte in den Beziehungen innerhalb der Europäischen Union aufgrund des unterschiedlichen Grades der Abhängigkeit der einzelnen Volkswirtschaften von Lieferungen aus Russland.

Mentioned People

  • Matteo Salvini — Vizepräsident des Ministerrats der Italienischen Republik sowie Minister für Infrastruktur und Verkehr in der Regierung Meloni seit 2022
  • Wołodymyr Zełenski — ukrainischer Politiker, seit 2019 der sechste Präsident der Ukraine