Malinotomaten auf dem Großmarkt Bronisze bei Warschau kosteten im März 2026 so viel wie nie. Ursache sind vor allem hohe Energie- und Heizkosten im Gewächshausanbau, während Freilandgemüse zugleich billiger wurde.

Rekordpreise für Malinotomaten

Auf dem Großmarkt Bronisze stiegen die Preise für Malinotomaten im März 2026 auf 22 bis 28 Zloty je Kilogramm.

Hohe Energiekosten als Treiber

Marktexperte Maciej Kmera macht vor allem gestiegene Energie- und Heizkosten in Gewächshausbetrieben für das knappe Angebot verantwortlich.

Freilandgemüse wird billiger

Karotten und Zwiebeln aus heimischem Freilandanbau verbilligten sich wegen eines Überangebots auf dem Markt.

Geteilter Gemüsemarkt

Während energieintensive Gewächshauskulturen teurer werden, geraten Preise für reichlich verfügbares Freilandgemüse unter Druck.

Käufer akzeptieren hohe Preise

Nach Angaben Kmeras kaufen die Kunden in Bronisze Malinotomaten trotz der stark gestiegenen Preise weiter.

Malinotomaten auf dem Großmarkt Bronisze bei Warschau erreichten im März 2026 laut dem Marktexperten Maciej Kmera Rekordpreise von 22 bis 28 Zloty je Kilogramm. Der Anstieg macht Malinotomaten zu einem der derzeit teuersten Gemüseprodukte, die polnischen Verbrauchern angeboten werden. Kmera führte die hohen Preise vor allem auf gestiegene Energie- und Heizkosten in Gewächshausbetrieben zurück, die das Angebot eingeschränkt haben. Trotz der hohen Preise haben Käufer in Bronisze das Produkt ohne Widerstand weiter gekauft.

„Kupujący w Broniszach płacą praktycznie każdą cenę, byle zaopatrzyć się w pomidory malinowe” (Die Käufer in Bronisze zahlen praktisch jeden Preis, nur um sich mit Malinotomaten einzudecken) — Maciej Kmera via Business Insider

Der Preissprung bei im Gewächshaus angebauten Tomaten steht in deutlichem Kontrast zur Lage in anderen Segmenten des Gemüsemarkts. Heimisches Freilandgemüse wie Karotten und Zwiebeln hat wegen eines Überangebots in Bronisze Preisrückgänge verzeichnet. Die beiden Entwicklungen spiegeln einen geteilten Markt wider: energieintensive Gewächshauskulturen werden teurer, während bei im Freiland angebauten Grundnahrungsmitteln reichliches heimisches Angebot auf die Preise drückt. Kmera bestätigte, dass beide Dynamiken Mitte März 2026 gleichzeitig auf dem Markt sichtbar waren.

28 (PLN/kg) — Rekordpreis im Einzelhandel für Malinotomaten in Bronisze

Der Großmarkt Bronisze wurde im Juli 1995 unter der Schirmherrschaft des damaligen Ministers für Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft gegründet und wird in den zugrunde liegenden Artikeln als die größte Einrichtung dieser Art in Mittel- und Osteuropa beschrieben. Die Produktion von Gewächshaustomaten in Polen hängt stark von Energie für die Beheizung ab und reagiert deshalb besonders empfindlich auf Schwankungen der Energiekosten. Das gleichzeitige Auftreten von Rekordpreisen für Gewächshausware und fallenden Preisen für Freilandgemüse spiegelt eine strukturelle Trennlinie im polnischen Gartenbau zwischen kapitalintensivem Anbau in Innenräumen und kostengünstigerer Produktion im Freien wider.

Die auseinanderlaufenden Gemüsepreise in Bronisze verdeutlichen breitere Belastungen für die polnische Lebensmittelproduktion. Hohe Energiekosten haben den Betrieb von Gewächshausanlagen verteuert, das Angebot an Tomaten verknappt und die Preise nach oben getrieben. Gleichzeitig hat ein Überschuss an heimisch erzeugtem Freilandgemüse die Preise für Produkte wie Karotten und Zwiebeln gedrückt, was Käufern in diesem Segment zugutekommt. Das Überangebot an Freilandgemüse und die Knappheit erschwinglicher Gewächshaustomaten stehen für entgegengesetzte Enden desselben saisonalen Marktzyklus. Die Käufer in Bronisze haben laut Kmera Bereitschaft gezeigt, die hohen Tomatenpreise zu tragen, statt ganz auf das Produkt zu verzichten.