In Nizza ist eine Frau in ihrer Wohnung mit Hammerschlägen getötet worden. Ihr 13-jähriger Sohn kam einen Tag später in Polizeigewahrsam, nachdem Ermittler Widersprüche in seinen Angaben festgestellt hatten.

Frau in Wohnung in Nizza getötet

Eine Frau starb am Freitagabend in ihrer Wohnung im Stadtteil Roquebillière an schweren Kopfverletzungen durch Hammerschläge.

13-jähriger Sohn in Polizeigewahrsam

Der Sohn des Opfers kam am Samstag in Polizeigewahrsam, nachdem Ermittler Widersprüche in seinen Angaben zu einem maskierten Eindringling festgestellt hatten.

Ermittlungen wegen Tötung unter erschwerenden Umständen

Die Staatsanwaltschaft von Nizza leitete ein Verfahren ein; die Kriminalpolizei der Stadt führt die laufenden Ermittlungen.

Bürgermeister äußert sich öffentlich

Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi sprach von einem abscheulichen Verbrechen und erklärte, der Junge sei körperlich unverletzt.

Große mediale Aufmerksamkeit

Der Fall fand in Frankreich breite Beachtung, vor allem wegen des Alters des Sohnes und seiner ersten Schilderung des Geschehens.

Eine Frau wurde am Abend des Freitag, 13. März 2026, in ihrer Wohnung in Nizza mit Hammerschlägen getötet, und ihr 13 Jahre alter Sohn wurde am folgenden Tag in Polizeigewahrsam genommen, nachdem Ermittler Widersprüche in seiner Darstellung festgestellt hatten. Der Vorfall ereignete sich in einer Wohnung am Boulevard Louis-Braille im Stadtteil Roquebillière im Osten von Nizza. Der Junge rief zunächst gegen 20 Uhr die Polizei und gab an, seine Mutter sei von einer maskierten Person angegriffen worden, die anschließend vom Tatort geflohen sei. Die Beamten mussten die Wohnungstür aufbrechen, um zu dem Opfer zu gelangen, das gegen 21 Uhr von den Rettungskräften für tot erklärt wurde. Das Opfer starb an schweren Kopfverletzungen, die durch Hammerschläge verursacht worden waren, darunter ein Schädelbruch in der Nähe des Auges. Die Staatsanwaltschaft von Nizza leitete Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts unter erschwerenden Umständen ein, die der Kriminalpolizei von Nizza übertragen wurden.

Der 13-jährige Sohn wurde nach dem Vorfall zunächst in das Lenval-Krankenhaus gebracht. Am Samstag, 14. März, nahmen ihn die Ermittler in Polizeigewahrsam, nachdem sie Widersprüche in seinen Aussagen über den mutmaßlichen maskierten Eindringling festgestellt hatten. Die Behörden bestätigten, dass der Junge körperlich unverletzt war. Die Ermittlungen wegen Tötung unter erschwerenden Umständen dauern an; die Kriminalpolizei von Nizza führt die Untersuchung. Bis Samstagnachmittag waren keine formellen Anklagen bekanntgegeben worden.

Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, reagierte in den sozialen Medien öffentlich auf die Tötung. „crime abominable” (abscheuliches Verbrechen) — Christian Estrosi via BFMTV Estrosi bezeichnete das Geschehen als ein abscheuliches Verbrechen und äußerte seine Wut, sein Entsetzen und seine tiefe Trauer. Er bestätigte zudem, dass der Junge körperlich unverletzt sei. Die Erklärung des Bürgermeisters lenkte auf kommunaler Ebene Aufmerksamkeit auf den Fall, auch wenn die Ermittlungen weiterhin in der Zuständigkeit der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft liegen.

Der Stadtteil Roquebillière im Osten von Nizza ist ein Wohnviertel der Stadt. Nizza ist die Präfektur des Départements Alpes-Maritimes und nach Marseille die zweitgrößte Stadt der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur; sie liegt etwa 30 Kilometer von der französisch-italienischen Grenze entfernt. Das französische Recht erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Ingewahrsamnahme Minderjähriger im Rahmen der garde à vue; bei Festgehaltenen unter 16 Jahren sind besondere Verfahrensgarantien vorgeschrieben. Ermittlungen wegen Tötung unter erschwerenden Umständen werden in Frankreich von spezialisierten Einheiten der Kriminalpolizei geführt und von einem Untersuchungsrichter überwacht, wenn das Verfahren über die erste Ermittlungsphase hinausgeht. Der Fall erregte in Frankreich wegen des Alters des Sohnes und der Umstände seiner ersten Darstellung gegenüber der Polizei erhebliche mediale Aufmerksamkeit. Es liegen keine bestätigten Informationen dazu vor, ob weitere Verdächtige identifiziert wurden oder ob die Ermittlungen förmlich an einen Untersuchungsrichter übergeben worden sind.