Die ungarische Tennisspielerin Panna Udvardy wurde vor ihrem Erstrunden-Match beim WTA-250-Turnier im mexikanischen Monterrey Opfer schwerer Drohungen. Etwa um Mitternacht vor dem Spiel gegen Caroline Dolehide erhielt sie Nachrichten mit der Aufforderung, das Match zu verlieren, Drohungen, ihrer Familie zu schaden, sowie private Fotos von Angehörigen und ein Bild einer Schusswaffe. Trotz der Einschüchterung bestritt die 22-jährige Spielerin das Match, das sie mit 4:6, 4:6 verlor. Die mexikanischen Behörden ermitteln, und die WTA Tour versichert, dass keine privaten Daten der Spielerin kompromittiert wurden.

Drohungen vor Match in Monterrey

Panna Udvardy erhielt etwa um Mitternacht Nachrichten mit der Aufforderung, das Match gegen Caroline Dolehide zu verlieren. Die Täter drohten, ihrer Familie zu schaden, und fügten private Fotos von Angehörigen und ein Bild einer Schusswaffe bei.

Reaktion der Spielerin und der Organisatoren

Trotz der traumatischen Umstände bestritt Udvardy das für den 4. März geplante Match, das sie verlor. Nach der Begegnung informierte sie die Organisatoren, die wiederum die lokalen Behörden und den Internationalen Tennisverband (ITF) benachrichtigten.

Stellungnahme der WTA und Ermittlungen

Die WTA Tour gab eine Stellungnahme ab, die den Vorfall bestätigte, aber versicherte, dass „keine privaten Daten der Spielerin kompromittiert wurden” und die Systeme der Organisation nicht gehackt wurden. Die Ermittlungen führen die mexikanischen Behörden.

Kontext des Problems im Tennis

Versuche, Match-Ergebnisse durch Drohungen zu beeinflussen, sind im Welttennis kein neues Phänomen. Im Jahr 2021 meldete Daniel Altmaier ähnliche Vorfälle. Die Bekämpfung von Korruption obliegt der Tennis Integrity Unit (TIU).

Die ungarische Tennisspielerin Panna Udvardy wurde vor ihrem Erstrunden-Match beim WTA-250-Turnier im mexikanischen Monterrey Ziel schwerer Drohungen. Wie aus ihren Schilderungen hervorgeht, die in internationalen Medien veröffentlicht wurden, erhielt sie etwa um Mitternacht vor dem Spiel gegen die Amerikanerin Caroline Dolehide Nachrichten von unbekannten Tätern. In der Mitteilung wurde von ihr verlangt, das Match zu verlieren, wobei gleichzeitig gedroht wurde, andernfalls ihre Familie zu verletzen. Den Drohungen wurden private Fotos von Udvardys Familienmitgliedern sowie ein Bild einer Schusswaffe beigefügt, um die Botschaft zu verstärken und Angst zu erzeugen. „Around midnight I got a message: 'If you don't lose, I will hurt your family'. They attached photos of my family and a picture of a gun.” (Gegen Mitternacht erhielt ich eine Nachricht: 'Wenn du nicht verlierst, werde ich deiner Familie schaden'. Sie fügten Fotos meiner Familie und ein Bild einer Waffe bei.) — Panna Udvardy Trotz der traumatischen Umstände entschied sich die 22-jährige Spielerin, auf den Platz zu gehen und das für den 4. März geplante Match zu bestreiten. Die Begegnung endete mit einer Niederlage der Ungarin in zwei Sätzen, 4:6, 4:6. Nach Beendigung des Matches informierte Udvardy umgehend die Turnierorganisatoren über den gesamten Vorfall. Diese wiederum benachrichtigten die lokalen Behörden sowie den Internationalen Tennisverband (ITF). Die Ermittlungen wegen versuchter Nötigung und Erpressung führen derzeit die mexikanischen Behörden. Als Reaktion auf die Medienberichte gab die WTA Tour eine offizielle Stellungnahme ab. Der Veranstalter der Damentennis-Turniere bestätigte den Vorfall, versicherte aber gleichzeitig, dass „keine privaten Daten der Spielerin kompromittiert wurden”. In der Mitteilung wurde betont, dass die Systeme der WTA nicht gehackt wurden und die Täter die privaten Informationen und Fotos wahrscheinlich auf andere Weise, möglicherweise über soziale Medien oder andere Kanäle, erlangt hätten. Der Fall löste ein breites Echo in den internationalen Sportmedien aus und lenkte die Aufmerksamkeit auf das Problem der Sicherheit von Sportlern. Probleme mit illegalen Wettgeschäften und Versuche, die Ergebnisse von Matches zu beeinflussen, sind im Welttennis kein neues Phänomen. Im Jahr 2021 meldete der deutsche Tennisspieler Daniel Altmaier ähnliche Drohungen vor einem Match in Prag, was damals ebenfalls die Tenniswelt erschütterte. Als Reaktion auf die wachsenden Korruptionsgefahren und die mit illegalen Wetten verbundenen Risiken haben die wichtigsten Tennisorganisationen, darunter der ITF, die ATP (Herrenorganisation) und die WTA, in den letzten zehn Jahren die Zusammenarbeit mit spezialisierten Einheiten verstärkt. Die Tennis Integrity Unit (TIU), eine unabhängige Einheit zur Bekämpfung von Korruption im Tennis, spielt bei Ermittlungen dieser Art eine Schlüsselrolle und arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden weltweit zusammen. Der Fall von Panna Udvardy unterstreicht die Herausforderungen, vor denen Sportler im digitalen Zeitalter stehen, wo private Informationen leicht beschafft und für kriminelle Zwecke genutzt werden können. Die Reaktion der Tennisorganisationen zeigt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden, aber auch die Notwendigkeit, die Mechanismen zum Schutz der persönlichen Daten der Spieler kontinuierlich zu stärken. Das Fehlen von Informationen über Fortschritte der Ermittlungen seitens der mexikanischen Behörden lässt Fragen zur Identität der Täter und ihrer Motive offen, die höchstwahrscheinlich mit dem illegalen Markt für Sportwetten zusammenhängen.

Mentioned People

  • Panna Udvardy — Ungarische Tennisspielerin, Opfer von Drohungen vor einem Match in Monterrey.
  • Caroline Dolehide — Amerikanische Tennisspielerin, Gegnerin von Udvardy in der ersten Runde in Monterrey.
  • Daniel Altmaier — Deutscher Tennisspieler, der 2021 ähnliche Drohungen vor einem Match in Prag meldete.