Der Schweizer Bundesrat hat am 13. März 2026 offiziell den Gesetzesentwurf für ein neues Paket bilateraler Abkommen mit der Europäischen Union verabschiedet und dem Parlament zur Beratung vorgelegt.

Verabschiedung des Entwurfs

Der Bundesrat hat das Paket Bilaterale III offiziell verabschiedet und dem Parlament zur Beratung übermittelt.

Strategische Bedeutung

Die Regierung stuft das Abkommen als notwendig ein, um den wirtschaftlichen Wohlstand und die Stabilität der Schweiz zu sichern.

Politischer Prozess

Nach der parlamentarischen Debatte ist im Rahmen der direkten Demokratie eine Volksabstimmung über das Abkommen wahrscheinlich.

Der Schweizer Bundesrat hat am 13. März 2026 offiziell den Gesetzesentwurf für ein neues Paket bilateraler Abkommen mit der Europäischen Union verabschiedet. Das Gesetzespaket, weithin bekannt als Bilaterale III, wurde nach der Billigung durch das Kabinett formell dem Schweizer Parlament zur Beratung unterbreitet. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Fortschritt bei der Stabilisierung der Beziehungen zwischen Bern und Brüssel nach mehr als einem Jahrzehnt diplomatischer Bemühungen. Die Regierung bezeichnete das Abkommen als strategische Notwendigkeit zur Wahrung des wirtschaftlichen Wohlstands und der langfristigen Stabilität der Schweiz. Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, bestehende Verträge zu modernisieren und gleichzeitig eine neue Zusammenarbeit in spezifischen Sektoren zu etablieren. Er steht nun vor einer Phase intensiver parlamentarischer Debatten, bevor es zu einer möglichen nationalen Volksabstimmung kommen könnte. Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten und Vizepräsident des Schweizer Bundesrates für das Jahr 2026, bezeichnete den Abschluss der Verhandlungen als einen großen Erfolg für das Land. In einem Interview nach dem Beschluss des Bundesrates betonte Ignazio Cassis, dass das resultierende Paket einen ausgewogenen Kompromiss darstelle, der die schweizerische Souveränität respektiere und gleichzeitig den Marktzugang sichere. Die Verhandlungen konzentrierten sich auf die Lösung langjähriger Streitpunkte, einschließlich der Guillotine-Klausel und der Mechanismen zur Streitbeilegung. Der Bundesrat hält das Abkommen für essenziell, um eine Aushöhlung der bilateralen Beziehungen zu verhindern, die Schweizer Unternehmen benachteiligen könnte. „Waren sehr erfolgreich” (Wir waren sehr erfolgreich) — Ignazio Cassis via SRF News Das vorgeschlagene Paket deckt eine breite Palette technischer und wirtschaftlicher Bereiche ab, darunter Strommärkte, Lebensmittelsicherheit und die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Durch die Sicherung dieser Abkommen strebt die Schweiz die Teilnahme am europäischen Binnenmarkt an, ohne eine vollständige EU-Mitgliedschaft anzustreben. Der Entwurf von 2026 folgt auf das Scheitern des vorherigen institutionellen Rahmenabkommens im Jahr 2021, das zu einer Phase abgekühlter Beziehungen und regulatorischer Unsicherheit führte. Befürworter des Abkommens argumentieren, dass der neue Rahmen einen nachhaltigeren Weg nach vorne biete, indem er frühere Bedenken hinsichtlich des Lohnschutzes und staatlicher Beihilfen adressiere. Die Schweiz und die Europäische Union verwalten ihre Beziehungen seit den 1990er Jahren durch ein komplexes Geflecht von über 100 bilateralen Abkommen. Das erste Paket, Bilaterale I, wurde im Jahr 2000 von den Schweizer Stimmberechtigten angenommen, gefolgt von den Bilateralen II im Jahr 2004, die das Schengener Abkommen beinhalteten. Im Jahr 2021 beendete die Schweizer Regierung einseitig sieben Jahre dauernde Gespräche über ein umfassendes Rahmenabkommen aufgrund innenpolitischen Widerstands. Das aktuelle Paket Bilaterale III stellt den Höhepunkt erneuter Bemühungen dar, diese Beziehungen nach zwölf Jahren intermittierender Verhandlungen zu aktualisieren. Der Übergang des Dossiers an das Schweizer Parlament leitet einen hochsensiblen politischen Prozess ein, der die nationale Agenda im Jahr 2026 voraussichtlich dominieren wird. Die politischen Fraktionen bleiben über die Auswirkungen des Abkommens gespalten, wobei einige Bedenken hinsichtlich der Rolle des Europäischen Gerichtshofs bei der Streitbeilegung äußern. Sollte das Parlament der Botschaft zustimmen, wird die endgültige Entscheidung voraussichtlich einer Volksabstimmung unterzogen, wie es für bedeutende internationale Verträge im Schweizer System der direkten Demokratie üblich ist. Wirtschaftsverbände haben bereits damit begonnen, Unterstützung für das Paket zu mobilisieren, und warnen, dass ein zweites Scheitern bei der Einigung mit Brüssel zu einer erheblichen wirtschaftlichen Isolation führen könnte. Entwicklung der Verhandlungen über Schweizer EU-Verträge: — ; — ; — ; —