Die Linke und das BSW haben in Mecklenburg-Vorpommern am selben Tag ihre Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 bestimmt. Simone Oldenburg erhielt in Rostock 88 Prozent, Peter Schabbel wurde in Greifswald nominiert.
Oldenburg Spitzenkandidatin der Linken
Simone Oldenburg erhielt auf dem Parteitag in Rostock 88 Prozent der Stimmen und wurde zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2026 gewählt.
Landesliste in Rostock beschlossen
Der Parteitag der Linken stellte zugleich die Landesliste für die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern auf.
BSW nominiert Peter Schabbel
Der Landesvorsitzende des BSW in Mecklenburg-Vorpommern wurde auf einem Parteitag in Greifswald zum Spitzenkandidaten gewählt.
BSW verabschiedet Wahlprogramm
Mit Schabbels Nominierung beschloss das BSW auch sein Wahlprogramm für die Landtagswahl.
Zwei Parteien, ein Wahltag, gemeinsame Wurzeln
Die Linke und das BSW treten 2026 als getrennte Parteien an, obwohl beide aus dem linken Spektrum kommen und sich teils an ähnliche Wähler richten.
Simone Oldenburg, die in Mecklenburg-Vorpommern als stellvertretende Ministerpräsidentin und Bildungsministerin amtiert, wurde für Die Linke zur Spitzenkandidatin für die kommende Landtagswahl 2026 gewählt und erhielt auf dem Parteitag in Rostock 88 Prozent der Stimmen. Der Parteitag stellte zudem die Landesliste der Partei für die Wahl auf. Unabhängig davon wurde Peter Schabbel, der Landesvorsitzende des BSW in Mecklenburg-Vorpommern, auf einem in Greifswald abgehaltenen Parteitag zum Spitzenkandidaten seiner Partei gewählt. Beide Parteien legten ihre führenden Kandidaten am selben Tag fest, dem 14. März 2026.
Oldenburg sicherte sich ihre Nominierung mit einem klaren Votum und gewann auf dem Rostocker Parteitag 88 Prozent der Delegiertenstimmen. Die Linke richtete ihren Wahlkampf nach Websuchergebnissen, die sich auf die Landesführung der Partei berufen, auf Themen der sozialen Gerechtigkeit aus. Schabbels Wahl auf dem BSW-Parteitag in Greifswald ging mit der Verabschiedung des Wahlprogramms der Partei für die Landtagswahl einher. Die beiden Parteitage am selben Tag markierten einen wichtigen Schritt in den Vorbereitungen beider Parteien auf die mecklenburg-vorpommersche Landtagswahl.
Das BSW wurde im Januar 2024 von Sahra Wagenknecht und anderen früheren Mitgliedern der Linken gegründet. Oldenburg ist seit 2021 stellvertretende Ministerpräsidentin und Bildungsministerin in Mecklenburg-Vorpommern und führte zuvor von 2016 bis 2021 die Linksfraktion im Landtag. BSW und Die Linke schicken damit Kandidaten mit gegensätzlicher institutioneller Vorgeschichte ins Rennen — die eine Partei ist in der Regierungskoalition des Landes verankert, die andere eine neu gegründete bundesweite Partei, die nun ihre regionale Präsenz ausbaut.
Bei der Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern werden Die Linke und das BSW trotz gemeinsamer Wurzeln in der breiteren deutschen Linken als eigenständige Parteien gegeneinander antreten. Oldenburgs Position als amtierende Ministerin verschafft der Linken eine Kandidatin mit unmittelbarer Regierungserfahrung an der Spitze ihres Wahlkampfs. Schabbel führt als Landesvorsitzender des BSW eine Partei an, die erst zwei Jahre vor der Wahl entstanden ist. Die zeitgleichen Nominierungsparteitage am 14. März unterstrichen die Konkurrenz zwischen den beiden Parteien, die im Land um teils dieselben Wählergruppen werben.