Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in Paris den iranischen Exil-Kronprinzen Reza Pahlavi getroffen, um über die militärische Zusammenarbeit zwischen Teheran und Moskau zu beraten.
Diplomatisches Treffen in Paris
Präsident Selenskyj traf den iranischen Exil-Kronprinzen Reza Pahlavi, um die militärische Allianz zwischen Teheran und Moskau zu erörtern.
Verzögerung der Friedensgespräche
Selenskyj kritisierte die von den USA geforderte Verschiebung der trilateralen Verhandlungen mit Russland als ineffizienten Prozess.
Sorge um internationale Unterstützung
Die ukrainische Führung fürchtet, dass die Krise im Nahen Osten die Aufmerksamkeit und Ressourcen der westlichen Verbündeten von der Ukraine abzieht.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am 13. März 2026 in Paris mit dem im Exil lebenden Kronprinzen des Iran, Reza Pahlavi, zusammen, um über internationale Zusammenarbeit und die Auswirkungen der iranisch-russischen Militärbeziehungen zu sprechen. Während des Treffens setzte sich Selenskyj für einen freien Iran ein, der seine strategische Partnerschaft und militärische Unterstützung für die Russische Föderation beenden würde. Der ukrainische Staatschef betonte, dass eine Veränderung der politischen Landschaft im Iran für die globale Sicherheit und die Verringerung der für die Invasion der Ukraine verfügbaren Ressourcen unerlässlich sei. Diese Begegnung in der französischen Hauptstadt wurde von Beobachtern als historischer diplomatischer Schritt gewertet, der darauf abzielt, Allianzen mit Vertretern der iranischen Opposition aufzubauen. Selenskyj äußerte die Hoffnung, dass eine künftige iranische Regierung dem Völkerrecht Vorrang vor militärischem Expansionismus einräumen werde. Der Besuch in Frankreich fand vor dem Hintergrund statt, dass die ukrainische Regierung weiterhin nach breiterer Unterstützung gegen die russische Aggression sucht.
Der ukrainische Präsident äußerte sich zudem zum Stand der Friedensverhandlungen und enthüllte, dass die Vereinigten Staaten die Verschiebung der jüngsten Runde der trilateralen Gespräche über eine Beilegung des Krieges mit Russland gefordert hätten. Selenskyj teilte ukrainischen Medienvertretern mit, dass diese Verzögerung ausdrücklich von Washington gewünscht worden sei, nannte jedoch keine genauen Gründe für die amerikanische Forderung. Er bezeichnete den laufenden Verhandlungsprozess und die häufigen Verzögerungen als Seifenoper und drückte seine Frustration über das Ausbleiben beständiger Fortschritte aus. Der Präsident merkte an, dass die Ukraine zwar weiterhin zum Dialog bereit sei, die wechselnden Zeitpläne internationaler Partner den Weg zu einer Lösung jedoch erschwerten. Diese Aussage stellt ein seltenes öffentliches Eingeständnis von Spannungen hinsichtlich der zeitlichen Abstimmung diplomatischer Bemühungen zwischen Kiew und seinem wichtigsten westlichen Verbündeten dar. Der Russisch-Ukrainische Krieg begann 2014 mit der russischen Annexion der Krim und dem anschließenden Konflikt in der Region Donbas. Wolodymyr Selenskyj wurde 2019 mit dem Versprechen gewählt, den Krieg zu beenden, doch die Situation eskalierte im Februar 2022 zu einer umfassenden Invasion durch Russland. Seitdem wird dem Iran von westlichen Geheimdiensten häufig vorgeworfen, Shahed-Kamikazedrohnen und anderes militärisches Gerät an russische Streitkräfte zu liefern. Trilaterale diplomatische Bemühungen wurden in verschiedenen Phasen des Konflikts unternommen, oft unter Einbeziehung von Vermittlern aus der Türkei, den Vereinten Nationen oder den Vereinigten Staaten.
Die diplomatische Mission in Frankreich fand vor dem Hintergrund eines eskalierenden Krieges im Iran statt, der, wie Selenskyj anmerkte, begonnen habe, die internationale Aufmerksamkeit von der Situation in der Ukraine abzulenken. Er warnte davor, dass der globale Fokus auf den Konflikt im Nahen Osten zu einer Verringerung der Dringlichkeit militärischer und finanzieller Hilfe für die ukrainische Verteidigung führen könnte. Berichten zufolge ist die ukrainische Delegation besorgt, dass die doppelten Krisen die Ressourcen und den politischen Willen westlicher Nationen überstrapazieren. Selenskyj nutzte seine Plattform in Paris, um die Verbündeten daran zu erinnern, dass die Sicherheit Europas untrennbar mit dem Ausgang des Krieges an der Ostfront verbunden bleibt. Die Bemerkungen des Präsidenten unterstreichen eine wachsende Sorge in Kiew hinsichtlich der langfristigen Nachhaltigkeit internationaler Unterstützung in einem globalen Umfeld multipler Krisen. „The United States requested the postponement of the next round of trilateral talks with Russia” (Die Vereinigten Staaten forderten die Verschiebung der nächsten Runde der trilateralen Gespräche mit Russland) — Wolodymyr Selenskyj via Reuters Selenskyjs diplomatischer Besuch in Paris: — ; — ; —