Bei der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 in Hollywood hat „One Battle After Another“ mit sechs Auszeichnungen den Abend bestimmt, darunter der Preis für den besten Film. Michael B. Jordan und Jessie Buckley wurden in den Hauptdarsteller-Kategorien geehrt. Zugleich prägten politische Wortmeldungen und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen die Veranstaltung.
Sechs Oscars für den Siegerfilm
„One Battle After Another“ gewann bei der 98. Oscar-Verleihung sechs Preise, darunter den Oscar für den besten Film.
Schauspielpreise an Jordan und Buckley
Michael B. Jordan wurde für „Sinners“ als bester Hauptdarsteller geehrt, Jessie Buckley für „Hamnet“ als beste Hauptdarstellerin.
Politische Botschaften auf der Bühne
Javier Bardem sprach über Palästina und Iran, weitere Präsentatoren und Gäste äußerten sich ebenfalls politisch.
Internationale Präsenz bei der Gala
Conan O'Brien verwies darauf, dass Filme aus 31 Ländern vertreten waren, und hob dies als Zeichen für globales Kino hervor.
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
Die Verleihung im Dolby Theatre fand unter auffallend strengen Sicherheitsmaßnahmen statt.
„One Battle After Another“ hat bei der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood sechs Academy Awards gewonnen, darunter den Oscar für den besten Film. Damit war das Werk der prägende Film des Abends. Michael B. Jordan erhielt den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Sinners“. Jessie Buckley wurde für „Hamnet“ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Sean Penn gewann Reuters zufolge den Oscar als bester Nebendarsteller. Durch den Abend führte Conan O'Brien. Er verwies darauf, dass Filme aus 31 Ländern bei der Veranstaltung vertreten waren, und würdigte dies als Zeichen für die internationale Bedeutung des Kinos. Die Verleihung fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Zudem äußerten sich Präsentierende und Gäste immer wieder zu politischen Themen.
Die Academy Awards werden jährlich von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergeben. Die Preisverleihung hat eine lange Geschichte politischer Stellungnahmen auf der Bühne, insbesondere in Zeiten internationaler Konflikte oder innenpolitischer Spannungen. Seit 2002 wird die Gala im Dolby Theatre ausgerichtet. Auch die 98. Ausgabe setzte die Linie fort, dass die Filmbranche die Bühne nutzt, um geopolitische Fragen aufzugreifen. Diese Praxis ist in den vergangenen Jahren sowohl auf Zustimmung als auch auf Kritik gestoßen.
Bardem äußert sich zu Palästina und Iran Der deutlichste politische Moment des Abends ging von dem spanischen Schauspieler Javier Bardem aus. Er nutzte seinen Auftritt als Laudator für den Preis für den besten internationalen Film für eine unmittelbare Stellungnahme zu den andauernden Konflikten. „Nein zum Krieg und Freiheit für Palästina” — Javier Bardem via Reuters Bardem trug auf dem roten Teppich und auf der Bühne einen Aufnäher und eine Anstecknadel mit der Aufschrift „Palestine“. Nach Berichten von Xataka war er damit der einzige Präsentator, der während der Zeremonie sowohl die Lage in Palästina als auch den Konflikt im Iran ausdrücklich ansprach. „Sentimental Value“ gewann den Oscar für den besten internationalen Film. Nach dem verification log war es der erste norwegische Film, der diese Auszeichnung erhielt. Auch Jimmy Kimmel, der die Oscars bereits mehrfach moderiert hat und in diesem Jahr als Präsentator auftrat, sorgte für Aufmerksamkeit. Nach Berichten von SAPO und Reuters kritisierte er Donald Trump und machte sich über den Dokumentarfilm „Melania“ lustig.
O'Brien macht Witze über Netflix-Chef und Kid Rock In seinem Eröffnungsmonolog griff Conan O'Brien aktuelle Themen aus der Unterhaltungs- und Medienbranche auf. Nach dem verification log machte er Witze auf Kosten von Netflix-Chef Ted Sarandos und verwies auf eine „alternative“ Halbzeitshow, die mit Kid Rock verbunden sei. Das Wall Street Journal schrieb in einem Meinungsbeitrag, Trump sei während des gesamten Abends allgegenwärtig gewesen. Das spiegele das breitere politische Klima wider, in dem die Verleihung stattgefunden habe. Die Süddeutsche Zeitung berichtete von einer spürbaren Unruhe in Hollywood und stellte die Frage, ob sich in der Branche Angst ausbreite. Die Sicherheitsvorkehrungen im Dolby Theatre wurden als auffallend streng beschrieben. O'Brien selbst sagte dazu scherzhaft auf der Bühne, er habe gehört, viele Menschen seien wegen möglicher Störungen durch die Opern- und Ballettszene besorgt. Das portugiesische Medium Jornal Expresso berichtete über diese Bemerkung.
„Sinners“ und „Frankenstein“ folgen dem Sieger des Abends Abseits des Hauptgewinners gehörte auch „Sinners“ zu den erfolgreicheren Filmen des Abends. Im Mittelpunkt stand dabei der Oscar für Michael B. Jordan als bester Hauptdarsteller. „Frankenstein“ gewann drei Preise und belegte damit unter den am häufigsten ausgezeichneten Filmen des Abends den dritten Platz. Bei der Verleihung waren Produktionen aus 31 Ländern vertreten. O'Brien hob diese Zahl hervor, was ANSA als Würdigung des Weltkinos wertete. Blesk.cz beschrieb den Abend als Mischung aus Glanz und unangenehmen Momenten. Darin spiegelte sich die Spannung zwischen dem festlichen Charakter der Branche und dem politischen Druck, unter dem die Veranstaltung stand. So verband die 98. Oscar-Verleihung das traditionelle Hollywood-Spektakel mit einer Reihe gezielter politischer Wortmeldungen auf der Bühne. Politische Kommentare blieben damit ein durchgehendes Element eines ansonsten konventionellen Preisabends.