Das US-Verteidigungsministerium hat die sechs Besatzungsmitglieder benannt, die beim Absturz eines KC-135-Luftbetankungsflugzeugs im Westen des Irak am 12. März 2026 ums Leben kamen. Zeitgleich meldeten israelische Medien am 15. März, ein Fragment einer iranischen Rakete habe ein Wohngebäude getroffen, das vom US-Konsul in Israel genutzt werde. Beide Vorfälle fallen in eine Phase fortdauernder US-Operationen gegen Iran in der Region.

Pentagon nennt sechs Tote nach Flugzeugabsturz

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte den Tod aller sechs Besatzungsmitglieder einer KC-135, die am 12. März 2026 im Westen des Irak abstürzte.

Feindbeschuss als Ursache ausgeschlossen

Nach Angaben des US-Militärs war ein weiteres Flugzeug beteiligt, Feindbeschuss und Eigenbeschuss seien jedoch nicht die Ursache des Absturzes gewesen.

Raketenfragment trifft Gebäude in Israel

Am 15. März traf laut Reuters und israelischen Medien ein Fragment einer iranischen Rakete ein Wohngebäude, das vom US-Konsul in Israel genutzt wird.

Weitere Spannungen nach Angriff auf US-Botschaft

Dem Vorfall in Israel ging am 14. März ein Raketenangriff auf die US-Botschaft in Bagdad voraus, bei dem laut Reuters Rauch aus dem Gebäude aufstieg.

Ermittlungsstand weiterhin offen

Zum Stand der Untersuchungen zur Absturzursache und zu einer möglichen diplomatischen Reaktion auf den Vorfall in Israel lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor.

Das US-Verteidigungsministerium hat die sechs Flieger identifiziert, die beim Absturz eines KC-135-Luftbetankungsflugzeugs im Westen des Irak am 12. März 2026 getötet wurden. In einem gesonderten Vorfall traf am 15. März nach Berichten ein Fragment einer iranischen Rakete ein Wohngebäude, das vom US-Konsul in Israel genutzt wird. Das Pentagon bestätigte, dass alle sechs Besatzungsmitglieder an Bord der Maschine beim Absturz starben. Das Militär erklärte, in den Vorfall sei ein weiteres Flugzeug verwickelt gewesen. Feindbeschuss und Eigenbeschuss als Ursachen schloss es jedoch aus. Die Namensnennungen erfolgten zu einem Zeitpunkt, zu dem US-Streitkräfte in der Region weiterhin laufende Operationen gegen Iran durchführten.

Bei den sechs Toten handelt es sich um Major John A. Klinner, 33, aus Alabama, Captain Ariana G. Savino, 31, aus Washington, Technical Sergeant Ashley B. Pruitt, 34, aus Kentucky, Seth Koval, 38, aus Mooresville im Bundesstaat Indiana, Captain Curtis Angst, 30, und Technical Sergeant Tyler Simmons, 28. Nach Angaben von Politico gehörte zur Besatzung auch ein Vater aus Alabama, der erst vor Kurzem entsandt worden war. Das Flugzeug unterstützte zum Zeitpunkt des Absturzes US-Militäreinsätze. Reuters berichtete am 14. März 2026 unter Berufung auf die US-Regierung über die Identifizierungen.

Die KC-135 Stratotanker bildet seit Jahrzehnten das Rückgrat der US-Luftbetankung und wird von der US-Luftwaffe betrieben. Luftbetankungsflugzeuge haben eine zentrale logistische Funktion, weil sie Reichweite und Einsatzdauer von Kampf- und Unterstützungsflugzeugen in länger andauernden Militärkampagnen verlängern. Der Absturz ereignete sich vor dem Hintergrund aktiver US-Militäroperationen gegen Iran. Diese Einsätze haben in der Region erhebliche Aufmerksamkeit ausgelöst und Gegenmaßnahmen iranischer Kräfte in mehreren Einsatzräumen nach sich gezogen.

Am 15. März berichteten israelische Medien laut Reuters, dass ein Fragment einer iranischen Rakete ein Wohngebäude getroffen habe, das vom US-Konsul in Israel genutzt werde. Weitere Angaben zu möglichen Opfern oder zum Ausmaß der Schäden an dem Gebäude wurden in den vorliegenden Berichten nicht bestätigt. Dem Vorfall war am 14. März ein Raketenangriff auf die US-Botschaft in Bagdad vorausgegangen. Reuters berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dabei sei Rauch aus dem Gebäude aufgestiegen. Die Abfolge der Vorfälle im Irak und in Israel deutet auf ein zunehmendes Muster von Angriffen und Gegenangriffen hin, das mit dem umfassenderen Konflikt zwischen den USA und Iran zusammenhängt. Zur Lage der Zivilbevölkerung an den Orten des Angriffs auf die Botschaft in Bagdad und des Treffers am Wohnsitz des Konsuls in Israel lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine bestätigten Angaben vor.

Der Absturz der KC-135 und die darauf folgenden Raketenvorfälle stehen für eine Reihe von Verlusten und Sicherheitsvorfällen, die US-Personal und diplomatische Einrichtungen im Einsatzgebiet Naher Osten innerhalb weniger Tage betroffen haben. Dass das US-Militär Feindbeschuss als Ursache des Flugzeugabsturzes im Irak ausschloss, bedeutet, dass die genaue Ursache weiter untersucht wird. Reuters und die BBC berichteten beide unter Verweis auf offizielle Erklärungen des Pentagons über die Identität der sechs Besatzungsmitglieder. Die Familien der getöteten Flieger stammen nach Berichten von Reuters und Politico aus mehreren US-Bundesstaaten, darunter Alabama, Washington, Kentucky, Indiana und Ohio. Bestätigte Informationen zum aktuellen Stand der Ermittlungen über die Absturzursache oder zu einer diplomatischen Reaktion auf den Vorfall mit dem Raketenfragment in Israel lagen zunächst nicht vor.