Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“ war die bestimmende Produktion der 98. Academy Awards. Der Film gewann sechs Oscars, darunter die Auszeichnungen für den besten Film und die beste Regie. Zugleich rückten ein historischer erster Preis für das Casting und ein Vorfall um Teyana Taylor ins Zentrum der Berichterstattung.

Sechs Oscars für Andersons Film

„One Battle After Another“ gewann bei der 98. Oscar-Verleihung sechs Preise, darunter bester Film und beste Regie für Paul Thomas Anderson.

Drei Auszeichnungen für Paul Thomas Anderson

Anderson erhielt neben den Preisen für Film und Regie auch den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch.

Historischer erster Casting-Oscar

Cassandra Kulukundis gewann als erste Person überhaupt den neu eingeführten Oscar in der Kategorie „Best Casting“.

Vorfall um Teyana Taylor

Billboard zufolge kam es während der Verleihung zu einer Auseinandersetzung zwischen Teyana Taylor und einem Sicherheitsmitarbeiter.

Timothée Chalamet geht leer aus

Nach der Analyse von Variety gewann Timothée Chalamet sein Rennen um den Oscar als bester Hauptdarsteller nicht.

Paul Thomas Andersons Film „One Battle After Another“ hat die 98. Academy Awards geprägt und sechs Oscars gewonnen, darunter den Preis für den besten Film und für die beste Regie. Damit war die Produktion der prägende Erfolg des Abends.

Die Academy Awards, gemeinhin als Oscars bekannt, werden jährlich von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verliehen. Die 98. Verleihung setzte die jüngste Ausweitung der Preiskategorien fort; mit „Best Casting“ wurde bei dieser Ausgabe erstmals eine neue Kategorie eingeführt. Paul Thomas Anderson, ein US-amerikanischer Filmemacher, hat seiner öffentlichen Biografie zufolge im Lauf seiner Karriere bereits mehrere Academy Awards sowie Nominierungen für den Golden Globe und den BAFTA Award erhalten.

Anderson erhielt außerdem den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch und kam damit in einer einzigen Nacht auf drei Auszeichnungen. Mit dieser Serie zählt „One Battle After Another“ zu den am stärksten ausgezeichneten Produktionen der jüngeren Oscar-Geschichte. Cassandra Kulukundis, die Casting-Direktorin des Films, schrieb Geschichte, als sie den ersten Oscar in der neu eingeführten Kategorie „Best Casting“ gewann. 6 (Oscars) — Gesamtzahl der Auszeichnungen, die „One Battle After Another“ bei der 98. Verleihung gewann Nach einem Bericht von Telepolis ist der Film zudem auf Streamingplattformen verfügbar.

Kulukundis erhält als Erste den Oscar für Best Casting Cassandra Kulukundis wurde als erste Person in der Geschichte der Academy Awards mit dem Preis für „Best Casting“ ausgezeichnet. Das griechische Medium in.gr bezeichnete sie als griechischer Herkunft. Die Kategorie „Best Casting“ war von Casting-Fachleuten lange gefordert worden, die argumentierten, ihr Beruf verdiene eine formelle Anerkennung durch die Academy. Kulukundis’ Auszeichnung für „One Battle After Another“ markierte damit sowohl einen persönlichen Meilenstein als auch einen Einschnitt für den Casting-Beruf insgesamt. Ihr Preis war einer von insgesamt sechs Oscars, die der Film im Lauf des Abends erhielt. Die Ehrung fand auch international Beachtung; griechische Medien hoben ihre Herkunft als Anlass zu nationalem Stolz hervor.

Vorfall um Teyana Taylor überlagert Teile der Verleihung Teyana Taylor, die in „One Battle After Another“ mitspielte und für ihre Darstellung nominiert war, war Billboard zufolge während der Verleihung in eine Auseinandersetzung mit einem Sicherheitsmitarbeiter verwickelt. Taylor soll während des Vorfalls „Hands on a female!“ gerufen haben. Der Vorfall um Taylor erhielt neben dem Preisregen für den Film erhebliche mediale Aufmerksamkeit. Zu den Umständen der Auseinandersetzung lagen in den verfügbaren Berichten keine weiteren Einzelheiten vor. Ihre Nominierung war ein markanter Moment einer Verleihung, bei der Ryan Coogler nach Darstellung von Variety auch dafür gewürdigt wurde, Schwarzen Frauen eine historische Plattform geboten zu haben.

Chalamet bleibt ohne Hauptdarsteller-Oscar, Andersons Film bestimmt den Abend Timothée Chalamet gewann sein Oscar-Rennen bei der 98. Verleihung nicht, wie aus der nachträglichen Analyse des Abends von Variety hervorgeht. Das Blatt ordnete den Ausgang in eine breitere Erzählung ein, wonach „One Battle After Another“ die Wettbewerbsdynamik der gesamten Awards-Saison neu geordnet habe. In seiner Rückschau hob Variety auch Ryan Cooglers Beitrag dazu hervor, bei der Verleihung eine nach eigener Darstellung historische Plattform für Schwarze Frauen geschaffen zu haben. Andersons mehrere Siege – bester Film, beste Regie und bestes adaptiertes Drehbuch – festigten seine Stellung als eine der prägenden kreativen Kräfte, die von der Academy bei der diesjährigen Veranstaltung ausgezeichnet wurden. Die Gesamtheit der Ergebnisse des Abends unterstrich die Breite, mit der „One Battle After Another“ sowohl in handwerklichen als auch in erzählerischen Kategorien erfolgreich war.